WM-News-Ticker

München - Einen Tag vor dem Viertelfinale gegen Frankreich steigt die Spannung: Wird sich die deutsche Nationalmannschaft zum vierten Mal in Folge für ein WM-Halbfinale qualifizieren?  (Spielplan). bundesliga.de präsentiert die News am zweiten "Pausentag" vor der Runde der letzten Acht.

19:28 Uhr: Die DFB-Elf absolviert das Abschlusstraining im altehrwürdigen Estadio do Maracana. Bundestrainer Joachim Löw kann gegen Frankreich bis auf den verletzten Shkodran Mustafi alle Spieler einsetzen. 19 Profis und drei Torhüter nehmen am Training teil. Am Mittwoch hatte noch Christoph Kramer wegen eines Infekts gefehlt. Löw hatte zudem von insgesamt sieben Spielern gesprochen, die erkältungsmäßig leicht angeschlagen wären. Auch Mats Hummels, der im Achtelfinale gegen Algerien (2:1 n.V.) wegen eines fiebrigen Infekts gefehlt hatte, und Lukas Podolski (Zerrung) stehen wieder zur Verfügung. Für Mustafi ist die WM wegen eines Muskelbündelrisses beendet. 

15:08 Uhr: Torjäger Thomas Müller hält die Kritik an der deutschen Nationalmannschaft nach dem letztlich erfolgreichen WM-Achtelfinale gegen Algerien für völlig überzogen. "Ich will nicht Weltmeister werden und mich danach hinstellen müssen und sagen: Sorry, dass wir das Finale nur mit einem Tor Unterschied gewonnen haben", sagte Müller "bild.de".

Dem WM-Torschützenkönig von 2010, der in Brasilien bislang vier Treffer erzielt hat, sind vor allem die vielen negativen Kommentare nach dem Achtelfinale ein Rätsel. "Die inhaltliche Kritik nehmen wir gerne an. Wir haben Fehler gemacht auf dem Platz. Aber wir haben uns gegen Algerien 120 Minuten den Arsch aufgerissen. Wir haben ein Spiel, das eng war, gewonnen", äußerte der 24-Jährige.

Deshalb könne er die Kritik auch nicht nachvollziehen. "Man sollte sich nicht nach einem Sieg, für den wir uns alle den Arsch aufgerissen haben, entschuldigen müssen. Wenn andere Mannschaften in anderen Ländern das so machen, dann wird es als clever abgetan. Da schwärmt man dann noch: Das sind Dreckssäcke, die gewinnen so Spiele eben auch mal dreckig."

Müller glaubt, dass die Ansprüche an das DFB-Team allgemein zu hoch geschraubt werden: "Ich denke, es hatte viel damit zu tun, dass der Name des Gegners nicht so groß war. Aber das war keine Karnevalstruppe. Und natürlich ist es unser Anspruch, gegen Algerien zu gewinnen. Das haben wir auch getan - auch wenn es über Umwege war."

12:43 Uhr: Hier kommen Statistik-Füchse so richtig auf ihre Kosten. In einer Infografik präsentiert bundesliga.de das Bundesliga-Zahlengewitter zur WM 2014.

12:36 Uhr: Ex-Nationaltorhüter Toni Schumacher hat das Spiel des aktuellen DFB-Keepers Manuel Neuer in den höchsten Tönen gelobt. "Ich liebe es. In aller Bescheidenheit war das auch meine Art zu spielen: weit vor dem Tor stehen, Steilpässe abfangen, immer schnell abwerfen, bis zur Mittellinie - deshalb mag ich das bei ihm", sagte der frühere Kölner Keeper. Man dürfe Neuer "aber nicht überfordern. Bei solchen Aktionen wie gegen Algerien kann es schließlich auch passieren, dass man einen Wimpernschlag zu spät kommt", betonte Schumacher (60).

Dann könne es zu einer Szene "wie bei mir und Patrick Battiston 1982 kommen. Dann gibt es einen Zusammenprall, und dann verliert man vielleicht den Torwart mit der Roten Karte und kassiert sogar noch ein Gegentor", fügte der jetzige Vize-Präsident des FC an. Neuer sei auf jeden Fall, so Schumacher weiter, "ein fantastischer Torwart. Er ist auf dem Weg, der Beste der WM zu werden. Das heißt aber auch, dass jetzt nicht Schluss sein darf".

Dass es nach dem 2:1 n.V. im Achtelfinale gegen Algerien viel Kritik am Auftritt der deutschen Mannschaft gegeben hat, habe sich das Team selbst zuzuschreiben. "Die Enttäuschung in Deutschland ist ja auch deshalb so groß gewesen, weil die Spieler die Messlatte selbst so hochgelegt haben", argumentiert Schumacher, "weil sie so gut gespielt haben, weil wir so gute Spieler haben. So viele gute Fußballer hatten wir noch nie auf einem Haufen."

11:14 Uhr: Für Sportwettenanbieter bwin geht die DFB-Elf am Freitag leicht favorisiert in das Viertelfinale gegen Frankreich. Der Halbfinaleinzug des Teams von Joachim Löw ist mit Sieg-Quote 2,35 notiert. Sollte die Equipe Tricolore im 26. Aufeinandertreffen mit einer DFB-Auswahl zum zwölften Mal als Sieger vom Platz gehen, zahlt bwin das 3,10-Fache des Einsatzes zurück.

Kommt das Team um Kapitän Philipp Lahm erneut erst in der Verlängerung zum Erfolg, zahlt bwin das 12,00-Fache des Einsatzes zurück, ein Sieg im Elfmeterschießen ist mit Quote 10,00 notiert. Gewinnen die Franzosen im Elfmeterschießen, belohnt bwin das mit Quote 12,00.

8:44 Uhr: Argentiniens Angreifer Sergio Agüero (26) trainiert wieder mit dem Ball, droht wegen seiner Muskelverletzung aber auch im WM-Viertelfinale gegen Belgien (Samstag, 18.00 Uhr MESZ) auszufallen. "Agüero geht es besser", sagte Argentiniens Pressesprecher Andres Ventura im Trainingscamp der Albiceleste. Wann der Star von Manchester City ins Mannschaftstraining zurückkehren kann, ist aber weiter völlig offen.

8:34 Uhr: Die deutsche Nationalelf hat ihr WM-Camp schon wieder verlassen und sich auf den Weg nach Rio de Janeiro gemacht, wo am Freitag das Viertelfinale gegen Frankreich steigt.

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