Italien schlägt England im Elfmeterschießen und ist Europameister 2021 - © Michael Regan/Getty Images
Italien schlägt England im Elfmeterschießen und ist Europameister 2021 - © Michael Regan/Getty Images
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Bundesliga-Stars bei der EM: Elfmeter-Drama in Wembley - Italien ist Europameister

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Wie haben sich die Bundesliga-Spieler bei der EURO geschlagen? Hier findest du die Ergebnisse und die wichtigsten Informationen zu den Stars der deutschen Clubs im Überblick...

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Finale

Italien - England 3:2 i.E.

In einem dramatischen Endspiel der EURO hat sich Italien mit 3:2 im Elfmeterschießen gegen England durchgesetzt. Nachdem die Gastgeber im Londoner Wembley-Stadion bereits in der 2. Minute durch Luke Shaw in Führung gegangen waren, erzielte Leonardo Bonucci in der 67. Minute den Ausgleich - 1:1 hatte es dann nach 90 und auch 120 Minuten einer spannenden Partie gestanden.

Auch bei der Entscheidung vom Punkt ging es dann wieder hin und her. Domenico Berardi und Harry Kane versenkten die ersten beiden Schüsse ihrer Teams. In der Folge vergab Andrea Belotti für Italien, Harry Maguire brachte die "Three Lions" in Vorteil. Während für die "Squadra Azzurra" dann Bonucci und Federico Bernadeschi trafen und Jorginho verschoss, scheiterten die letzten drei englischen Schützen - Marcus Rashford am Pfosten, Jadon Sancho und Bukayo Saka an Gianluigi Donnarumma - allesamt. Sancho war erst unmittelbar vor Ablauf der Verlängerung eingewechselt worden, Jude Bellingham von Borussia Dortmund kam nicht zum Einsatz.

Der viermalige Weltmeister Italien wurde zum zweiten Mal nach 1968 Europameister, England verliert seinen ersten Titel seit dem WM-Triumph 1966.

Jadon Sancho war einer von drei Fehlschützen bei den "Three Lions" - Laurence Griffiths/Getty Images

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Halbfinale

England - Dänemark 2:1 n.V.

England ist mit einem hart erkämpften Erfolg Italien ins Endspiel der Europameisterschaft gefolgt: Gegen das bisherige EM-Überraschungsteam Dänemark setzten sich die "Three Lions" mit 2:1 nach Verlängerung durch. Umjubelter Held war Siegtorschütze Harry Kane, der einen Foulelfmeter im Nachsetzen zum entscheidenden Treffer verwandeln konnte. Zuvor hatte es nach regulärer Spielzeit 1:1 gestanden: Mikkel Damsgaard brachte die Dänen in Führung, ein Eigentor von Simon Kjaer besorgte den Ausgleich. Jude Bellingham und Jadon Sancho (beide Borussia Dortmund) kamen für die "Three Lions" nicht zum Einsatz.

Italien - Spanien 4:2 i.E.

In einem dramatischen Halbfinale hat sich Italien mit 4:2 im Elfmeterschießen gegen Spanien durchgesetzt und das Endspiel am Sonntag erreicht. Dani Olmo von RB Leipzig, der ein starkes Spiel machte und auch den Ausgleich durch Morata vorbereitete, war neben Morata der zweite Fehlschütze auf Seiten der Spanier. Für die "Squadra Azzurra", die durch Chiesa in Führung gegen war, scheiterte nur Locatelli vom Punkt.

Viertelfinale:

Tschechien - Dänemark 1:2
Die Dänen bleiben das Überraschungsteam dieser Europameisterschaft: Gegen Tschechien gelingt den Skandinaviern durch einen hart erkämüften 2:1 (2:0)-Erfolg der Einzug ins EM-Halbfinale. Thomas Delaney (Borussia Dortmund) brachte Dänemark bereits in der fünften Spielminute auf die Siegerstraße, nach Dolbergs Treffer kurz vor der Pause (42.) reichte den Tschechen auch der Anschlusstreffer von Patrik Schick (Bayer 04 Leverkusen) nicht mehr zum Comeback in dieser Partie. Die Dänen treffen in der Vorschlussrunde nun auf England.

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Ukraine - England 0:4
Souverän ist England der Einzug ins Halbfinale gelungen: Mit Jadon Sancho (Borussia Dortmund) in der Startelf gewannen die "Three Lions" gegen die Ukraine deutlich mit 4:0 (1:0). Harry Kane hatte den Deutschland-Bezwinger bereits nach vier Minuten in Führung geschossen, nach der Pause erhöhten Harry Maguire (46.), abermals Kane (50.) und Jordan Henderson (63.) für die Briten, die in der Runde der letzten Vier nun auf Dänemark treffen. Sanchos Vereinskollege Jude Bellingham wurde nach 65 Minuten eingewechselt.

Schweiz - Spanien 1:3 i.E.
Im ersten Viertelfinale hat Spanien sich im Elfmeterschießen gegen die Schweiz das erste Halbfinalticket gesichert. Mit Denis Zakaria und Breel Embolo avancierten zwei Bundesliga-Stars früh zu Unglücksraben. Nach einer Spanien-Ecke lenkte Zakaria, der für den gelb-gesperrten Kapitän Granit Xhaka in die Startelf gerückt war, einen Schuss von Jordi Alba unhaltbar für Gladbach-Kollege Yann Sommer ins eigene Netz (8.). Eine Viertelstunde später musste Embolo mit Oberschenkelproblemen vom Platz, Ruben Vargas vom FC Augsburg ersetzte ihn. Bei den Spaniern kam zur Halbzeit der belebende Dani Olmo von RB Leipzig ins Spiel, das nächste Tor aber schossen die Eidgenossen: Ex-Bayer Xherdan Shaqiri glich nach Pass von Remo Freuler aus (68.). Der Vorbereiter sah kurz darauf die Rote Karte wegen rohen Spiels. Mit zehn gegen elf ging es für beide Teams in die zweite Verlängerung binnen fünf Tagen - und eine torlose halbe Stunde später ins Elfmeterschießen. Sergio Busquets und Rodri (Sommer hielt) vergaben für Spanien; Fabian Schär, Dortmunds Manuel Akanji und Vargas für die Schweiz. Mikel Oyarzabal verwandelte den fünften und entscheidenden Versuch und machte Spanien zum ersten Halbfinalisten des Turniers.

Belgien - Italien 1:2
Für die belgische Nationalmannschaft mit den Bundesliga-Spielern Thorgan Hazard, Thomas Meunier, Axel Witsel (alle Dortmund) und Dedryck Boyata (Hertha BSC) im Aufgebot ist die Europameisterschaft beendet. Am Freitagabend sorgte Italien für das vorzeitige Turnier-Aus der Belgier im Viertelfinale. Die Tore beim Aufeinandertreffen der beiden Top-Teams fielen dabei allesamt in der ersten Halbzeit. Zunächst brachte Nicolo Barella (31.) die "Squadra Azzurra" in Führung, dann erhöhte Lorenzo Insigne (44.) auf 2:0. Noch vor dem Pausenpfiff konnte Romelu Lukaku zwar per Elfmeter verkürzen (45+2.), der eine Treffer sollte für Belgien jedoch nicht reichen. Im zweiten Durchgang ließ Italien zwar noch ein, zwei hochkarätige Chancen für die Belgier zu, brachte die Führung aber schließlich über die Zeit und steht nun im EM-Halbfinale.

Raheem Sterling trifft zum 1:0 für England gegen Deutschland - John Sibley - Pool/Getty Images

Dienstag, 29. Juni

Schweden - Ukraine 1:2 n.V.
Die Ukraine ist durch einen 2:1-Sieg nach Verlängerung gegen Schweden ins Viertelfinale eingezogen. Zinchenko hatte das Team von Andriy Shevchenko in Führung gebracht, ehe Emil Forsberg von RB Leipzig mit seinem vierten Tor bei dieser Endrunde den Ausgleich erzielte. Für die Entscheidung auf den allerletzten Drücker in der Verlängerung sorgte dann Dovbyk nach Vorarbeit von Zinchenko.

England - Deutschland 2:0
Der Titeltraum der deutschen Nationalmannschaft ist im Achtelfinale ausgeträumt: Gegen England verlor die DFB-Auswahl nach hartem Kampf mit 0:2 (0:0), Raheem Sterling (75.) und Harry Kane (86.) brachten den "Three Lions" nach dem Seitenwechsel den verdienten Erfolg. Für Deutschland vergab Thomas Müller kurz nach dem 0:1 die große Chance auf den Ausgleich. Hier gibt's den ausführlichen Spielbericht.

Montag, 28. Juni

Frankreich - Schweiz 4:5 i.E.
Yann Sommer von Borussia Mönchengladbach hat den Elfmeter von Kylian Mbappe gehalten und damit für den Erfolg der Schweiz gegen Weltmeister Frankreich gesorgt. Die Eidgenossen, bei denen neben Sommer noch Manuel Akanji, Nico Elvedi, Breel Embolo und Steven Zuber in der Startelf gestanden hatten, führten lange durch ein Tor des ehemaligen Frankfurters Haris Seferovic nach Vorlage von Zuber. Nachdem der frühere Wolfsburger Ricardo Rodriguez einen Elfmeter verschossen hatte (55.), drehte Karim Benzema mit einem Doppelschlag die Partie. Paul Pogba stellte sogar noch auf 3:1 für die Franzosen. bei denen Benjamin Pavard über die komplette Spielzeit im Einsatz war. In der Schlussphase aber schlug die Schweiz zurück, der eingewechselte Kevin Mbabu bereitete das zweite Seferovic-Tor vor, Mario Gavranovic traf zum 3:3 nach 90 Minuten. Nachdem in der Verlängerung kein Tor gefallen war, brachte das Elfmeterschießen die Entscheidung zu Gunsten der Schweiz.

Kroatien - Spanien 3:5 n.V.
In einem ebenfalls furiosen Spiel hat sich Spanien letztlich mit 5:4 nach Verlängerung gegen Kroatien durchgesetzt. Dani Olmo, der in der 71. Minute eingewechselt wurde, gewann somit das Bundesliga-Duell gegen die auf Seiten der Kroaten eingewechselten Andrej Kramaric und Josip Brekalo. Olmo und Co. treffen am Freitagabend im Viertelfinale auf die Schweiz.

Sonntag, 27. Juni

Niederlande - Tschechien 0:2
Tschechien hat mit einer cleveren und engagierten Leistung die favorisierten Niederländer aus dem Turnier geworfen. Dabei musste das Team von Jaroslav Silhavy auf den angeschlagenen Kapitän Vladimir Darida von Hertha BSC verzichten. Dafür standen Pavel Kaderabek (TSG Hoffenheim) und Patrik Schick (Bayer Leverkusen) in der Startelf. Bei der Niederlande wurde Wout Weghorst (VfL Wolfsburg) im Laufe der zweiten Halbzeit eingewechselt. Die vielleicht entscheidende Szene des Spiels ereignete sich in der 52. Minute: de Ligt geriet im Duell mit Schick ins Stolpern und verhinderte eine klare Torchance für Tschechien. Nach Eingriff des VAR musste der Verteidiger von Juventus mit Rot vom Platz und Tschechien nutzte die Überzahl exzellent aus. Zunächst erzielte Holes per Kopf die 1:0-Führung (68.), dann machte Patrick Schick mit seinem vierten Turniertreffer den Deckel drauf (80.). Der Leverkusener ist damit Zweiter in der Torschützenliste und nur noch einen Treffer hinter Ronaldo, der allerdings nicht mehr nachlegen kann. Schick bekommt am Samstag in Baku im Viertelfinale gegen Dänemark die nächste Chance, seinen Torriecher unter Beweis zu stellen.

Belgien - Portugal 1:0
Belgien hat sich gegen Titelverteidiger Portugal durchgesetzt und steht im Viertelfinale. Thorgan Hazard (Borussia Dortmund) erzielte mit einem wuchtigen Schuss aus der zweiten Reihe den goldenen Treffer. Generell verströmte das Team von Roberto Martinez starke BVB-Vibes: Neben Hazard liefen auch die BVB-Stars Axel Witsel und Thomas Meunier von Beginn an auf. Meunier lieferte sich auf seiner Seite ein packendes Duell mit Teamkollege Raphael Guerreiro, der bei den Portugiesen 90 Minuten durchspielte. Andre Silva (Eintracht Frankfurt) wurde in der 70. Minute eingewechselt, konnte die Niederlage aber nicht mehr verhindern. Belgien trifft nun am kommenden Freitag um 21 Uhr in München auf Italien.

Samstag, 26. Juni

Wales - Dänemark 0:4
Dänemark hat in Amsterdam gegen Wales eindrucksvoll als erstes Nationalteam das Viertelfinale erreicht. Danish Dynamite setzte sich mit Thomas Delaney von Borussia Dortmund in der Startelf, der nach gut einer Stunde angeschlagen hatte ausgewechselt werden müssen, 4:0 (1:0) durch. Schalkes Frederik Rönnow und Hoffenheims Robert Skov saßen dabei auf der Ersatzbank, Leipzigs Yussuf Poulsen - der in der Gruppenphase groß aufgespielt hatte - musste verletzt aussetzen.

Italien - Österreich 2:1 n.V.
Österreich ist es gelungen, Favorit Italien in London einen echten Fight - über 120 Minuten - zu liefern. Schließlich zog die Squadra Azzura beim 2:1 n.V. (0:0) aber in die Runde der letzten Acht ein, Joker Sasa Kalajdzic hatte in der Verlängerung nach zwei frühen italienischen Treffern in der Extrazeit noch verkürzt. Neben dem Torjäger vom VfB Stuttgart kamen bei der Mannschaft von Trainer Franco Foda inklusive Einwechselspielern gleich 13 weitere Bundesliga-Akteure zum Einsatz, neun in der Anfangsformation.

Mittwoch, 23. Juni

Slowakei - Spanien 0:5
Spanien siegte hochverdient mit 5:0 gegen harmlose Slowaken. Mit dem Kantersieg sicherten sich die Hausherren Platz zwei der Gruppe E. Im Achtelfinale wartet nun Kroatien. Bei der La Furia Roja saß Dani Olmo (Leipzig) nach zwei Starteinsätzen über die gesamte Spieldauer auf der Bank. Aufseiten des Gastes begannen Peter Pekarik (Hertha) und Ondrej Duda (Köln), wobei Letzterer kurz nach der Pause vom Platz musste. Bei den Slowaken war Martin Dubravka aufgrund eines gehaltenen Elfmeters und des wohl kuriosesten Eigentores des Turniers auffälligster Akteur. Laszlo Benes vom FCA wurde in Spielminute 90 bei den Gästen eingewechselt.

Schweden - Polen 3:2
Das zweite Spiel der Gruppe E bot ebenso ein Torfestival. Hier war es jedoch eine knappe Angelegenheit: Schweden siegte in buchstäblich letzter Sekunde (90.+4) mit 3:2 gegen Polen. Mit Emil Forsberg (Leipzig) und Robert Lewandowski (Bayern) gab es zwei Doppeltorschützen aus der Bundesliga. Ersterer netzte schon nach zwei Minuten, erhöhte in Halbzeit zwei auf 2:0. Der 41-Tore-Mann aus der Bundesliga, Lewandowski, glich durch seinen Doppelpack für unbeeindruckte Polen aus. Trotz einer Sturm- und Drangphase in der Schlussphase, gelang den Polen der dringend benötigte Sieg nicht. Schweden setzte die Polen in St. Petersburg durch einen Kontertreffer von Viktor Claesson Schachmatt. Die Skandinavier, bei denen Ludwig Augustinsson über die volle Distanz und Robin Quaison 55 Minuten spielten, holen den Gruppensieg und werden es im Achtelfinale mit der Ukraine oder Finnland zu tun bekommen. Polen ist ausgeschieden.

Deutschland - Ungarn 2:2
Ein spätes Tor des eingewechselten Leon Goretzka (FC Bayern) hat das DFB-Team vor dem Ausscheiden in der EM-Vorrunde bewahrt: Gegen Ungarn geriet die deutsche Nationalmannschaft durch einen Kopfballtreffer des Mainzer Stürmer Adam Szalai früh in Rückstand (11.) und tat sich gegen die magyarische Defensive um Torwart Peter Gulacsi und Abwehrchef Willi Orban (beide Leipzig) enorm schwer. Kai Havertz köpfte nach 67 Minuten den umjubelten Ausgleich für die Mannschaft von Trainer Joachim Löw, doch Ungarn ging postwendend durch Andras Schäfer erneut in Führung (68.). Dann folgte Goretzkas Auftritt, der Deutschland das Achtelfinalticket bescherte.

Portugal - Frankreich 2:2
In einem spannenden Schlagabtausch trennen sich Portugal und Frankreich 2:2 (1:1). Cristiano Ronaldo brachte den Europameister, der mit BVB-Star Raphael Guerreiro in der Startelf begann, per Strafstoß in Führung. Die französischen Weltmeister mit dem Bayern-Duo Lucas Hernandez und Corentin Tolisso drehten die Partie durch Treffer von Karim Benzema (45.+2, 48.). Wieder Ronaldo vom Elfmeterpunkt (60.) sorgte für das Remis, das der deutschen Nationalmannschaft den zweiten Gruppenplatz bescherte. Kingsley Coman wurde bei den Franzosen nach 66 Minuten noch eingewechselt.

Dienstag, 22. Juni

Tschechien - England 0:1
Die Three Lions haben sich durch den knappen Erfolg gegen Tschechien den Gruppensieg gesichert. Raheem Sterling erzielte bereits in der 12. Minute den goldenen Treffer. Tschechien rutschte auf Rang 3 ab, steht aber als einer der vier besten Gruppendritten dennoch in der K.O.-Runde. Bei den Tschechen standen Vladimir Darida (Hertha) und Patrik Schick (Leverkusen) in der Startelf. Die beiden BVB-Stars Jadon Sancho und Jude Bellingham wurden in der zweiten Hälfte bei England eingewechselt. Für Sancho waren es die ersten Einsatzminuten bei dieser EM. England wird am kommenden Dienstag im Achtelfinale auf den zweiten der deutschen Gruppe F treffen.

Kroatien - Schottland 3:1
Kroatien hat sich mit einem Sieg gegen Schottland am letzten Gruppenspieltag den zweiten Tabellenplatz gesichert. Vlasic, Modric und Perisic erzielten die Treffer für den Vizeweltmeister von 2018. Das Tor von McGregor war für die Schotten zu wenig. Andrej Kramaric (Hoffenheim) wurde in der 70. Minute eingewechselt. Josip Brekalo (Wolfsburg) kam nicht zum Einsatz. In der K.O.-Runde geht es nun gegen den Zweiten der Gruppe E weiter.

Montag, 21. Juni

Nordmazedonien - Niederlande 0:3
Die bereits sicher fürs Achtelfinale qualifizierte Niederlande empfing in Amsterdam die bereits ausgeschiedenen Nordmazedonier. Frank de Boer nutzte die Möglichkeit zu ein paar Wechseln und ließ Wolfsburgs Wout Weghorst, der in den ersten beiden Partien jeweils in der Startelf gestanden hatte, zunächst draußen. Auch Darko Churlinov vom VfB Stuttgart nahm bei Nordmazedonien zunächst auf der Bank Platz. Nordmazedonien begann stark, konnte seine Chancen jedoch nicht nutzen. Auf der Gegenseite traf erst Memphis Depay in der ersten Hälfte, dann schnürte Georginio Wijnaldum einen Doppelpack. Weghorst und Churlinov wurden in der zweiten Halbzeit jeweils eingewechselt, aber weitere Treffer fielen nicht mehr.

Ukraine - Österreich 0:1
Eine Bundesliga-Co-Produktion hat Österreich zum ersten Mal überhaupt die Teilnahme an einem EM-Achtelfinale beschert. Christoph Baumgartner (Hoffenheim) beförderte in der 21. Minute eine Ecke von David Alaba (FC Bayern) artistisch über die Linie. Wenig später musste Baumgartner angeschlagen vom Feld. Die Führung brachte das Team von Franco Foda anschließend souverän über die Zeit. Neben Alaba und Baumgartner kamen mit Marcel Sabitzer, Konrad Laimer (beide Leipzig), Florian Grillitsch (Hoffenheim), Xaver Schlager (Wolfsburg), Martin Hinteregger, Stefan Ilsanker (beide Frankfurt), Aleksandar Dragovic (Leverkusen), Stefan Lainer (Mönchengladbach), Alessandro Schöpf (Schalke) und Sasa Kalajdzic (Stuttgart) gleich zehn weitere Bundesliga-Profis zum Einsatz.

Finnland - Belgien 0:2
Auch Belgien stand bereits als Achtelfinalist fest und Roberto Martinez rotierte im letzten Gruppenspiel munter durch. Thomas Meunier und Thorgan Hazard (beide Dortmund) bekamen zunächst eine Pause, Dedryck Boyata (Hertha) und Axel Witsel (Dortmund) standen bei den Roten Teufeln hingegen von Beginn an auf dem Feld. Lukas Hradecky (Leverkusen) und Joel Pohjanpalo (Union) begannen bei den Finnen. Belgien kontrollierte von Anfang an die Partie, aber ein überragender Hradecky hielt Finnland mit tollen Paraden immer wieder im Spiel. In der 74. Minute hatte der finnische Keeper dann Pech: Ein Kopfball von Vermaelen klatschte an den rechten Pfosten, von dort an Hradeckys Arm und dann ins Tor. Der Bann war gebrochen und Lukaku legte für Belgien noch den zweiten Treffer nach. Finnland muss nun darauf hoffen, als einer der vier besten Gruppendritten noch ins Achtelfinale zu rutschen. Im Laufe der zweiten Hälfte wurden noch Meunier bei Belgien und Fredrik Jensen (Augsburg) bei Finnland eingewechselt.

Russland - Dänemark 1:4
Angeführt von einem überragenden Thomas Delaney hat sich Dänemark gegen Russland in einen Rausch gespielt und sich als Gruppenzweiter für das Achtelfinale qualifiziert. Neben dem Dortmunder stand auch der Leipziger Yussuf Poulsen in der Startelf und sollte eine Hauptrolle spielen. Dänemark musste gegen Russland unbedingt gewinnen und spielte vor leidenschaftlichen Fans in Kopenhagen von Beginn an mutig nach vorne. Es dauerte aber bis zur 38. Minute, bis der erste Treffer fiel: Mikkel Damsgaard fasste sich aus der Distanz ein Herz und erzielte das 1:0. In der 59. Minute bewies Poulsen dann sein Näschen, als er einen russischen Fehler im Aufbauspiel eiskalt ausnutzte und das Parken-Stadion endgültig zum Kochen brachte. Russland kam durch einen von Artyom Dzyuba verwandelten Elfmeter noch einmal heran, aber der Ex-Gladbacher Andreas Christensen und Joakim Maehle sorgten in der Schlussphase für die weiteren Treffer.

Sonntag, 20. Juni

Schweiz - Türkei 3:1
Mit den Bundesliga-Profis Sommer, Elvedi, Akanji, Zuber und Embolo in der Startformation hat die Schweiz ihr letztes Gruppenspiel mit 3:1 gewonnen. Frankfurts Zuber bereitete alle drei Treffer der Eidgenossen, die als Gruppendritter in Abhängigkeit der weiteren Ergebnisse noch Chancen auf das Achtelfinale haben, vor. Bei den Türken wurde Düsseldorfs Karaman in der 80. Minute eingewechselt.

User-Voting: Eure Bundesliga-Top11 bei der EM

Samstag, 19. Juni

Ungarn - Frankreich 1:1

Ein ungarisches Bundesliga-Quartett ärgert den Weltmeister: Gegen Frankreich gehen Peter Gulacsi, Willi Orban (beide Leipzig), Roland Sallai (Freiburg) und Adam Szalai (Mainz) durch einen Treffer von Attila Fiola (45.+2) kurz vor der Pause in Führung. Im zweiten Durchgang schlagen die Franzosen, die zum Auftakt die deutsche Auswahl mit 1:0 geschlagen hatten, durch Antoine Griezmann (66.) zurück. FC Bayerns Verteidiger Benjamin Pavard stand in der Startelf, Vereinskollege Corentin Tolisso wurde eingewechselt.

Deutschland - Portugal 4:2

Die DFB-Elf siegt im so wichtigen zweiten Gruppenspiel gegen Portugal mit 4:2. Dabei unterlief Dortmunds Raphael Guerreiro in Durchgang eins das zweite Eigentor der Südeuropäer. In Halbzeit zwei legte die deutsche Mannschaft, in der wie gegen Frankreich fünf Spieler vom FC Bayern in der Startelf standen, eine Schippe drauf und stellte so auf 4:2. Bayerns Joshua Kimmich bereitete die beiden Treffer von Kai Havertz und Robin Gosens vor.

Spanien - Polen 1:1

Weltfußballer Robert Lewandowski hat seiner polnischen Nationalmannschaft die Chance auf den Achtelfinal-Einzug gewahrt: Der Angreifer des FC Bayern München traf gegen Spanien in der 54. Minute per Kopf zum 1:1-Endstand, die überlegenen Iberer mit Dani Olmo (Leipzig) in der Startelf waren in der ersten Hälfte durch Alvaro Morata (54.) in Führung gegangen. Angeführt von Lewandowski kämpften sich die Polen allerdings zurück in die Partie - und haben vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Schweden noch die Möglichkeit, in die Runde der letzten 16 bei dieser EM einzuziehen.

Freitag, 18. Juni

Schweden - Slowakei 1:0

Und wieder hat ein Bundesliga-Spieler entscheidend getroffen! Der Leipziger Emil Forsberg entschied eine enge Partie durch seinen Elfmetertreffer in der 77. Minute zugunsten der Schweden. Nach einer schwachen ersten Hälfte legten die Skandinavier im zweiten Durchgang zu und siegten so letztlich verdient. Forsberg schaffte mit seinem Treffer Historisches: Der 29-Jährige ist der erste Schwede seit Henrik Larsson, Freddie Ljungberg und Marcus Allbäck, der bei zwei aufeinanderfolgenden grossen Turnieren traf. Seinen Vorgängern war das bei der EM 2004 und der WM 2006 geglückt.

Kroatien - Tschechien 1:1

Patrik Schick hat einfach einen Lauf bei dieser Europameisterschaft: Der Angreifer von Bayer 04 Leverkusen traf nach seinem Doppelpack zum Auftakt gegen Schottland (2:0) auch gegen Kroatien. Das Elfmetertor des Stürmers (37.) reichte diesmal allerdings für die Tschechen, bei denen noch Vladimir Darida von Hertha BSC in der Startelf stand, nicht zum Sieg. Ivan Perisic glich kurz nach der Pause für Kroatien, die mit Josip Brekalo (VfL Wolfsburg) und Andrej Kramaric (TSG Hoffenheim) in der Anfangsformation aufliefen, noch zum 1:1-Endstand aus. Tschechien hat mit vier Punkten nun große Chancen auf das Achtelfinale, für den Vizeweltmeister wird es nach einem Punkt aus den beiden Auftaktspielen dagegen langsam eng.

England - Schottland 0:0

Ein torloses Remis ohne aktive Bundesliga-Beteiligung gab es beim "Battle of Britain" zwischen England und Schottland im Wembley-Stadion. Zwar standen sowohl Jude Bellingham, der im Auftaktspiel gegen Kroatien noch eingewechselt wurde und somit zum jüngsten eingesetzten Spieler einer Europameisterschaft avancierte, als auch Jadon Sancho im 23er-Kader der "Three Lions", beide Youngster von Borussia Dortmund fanden jedoch trotz der mauen Nullnummer keine Berücksichtigung bei Trainer Gareth Southgate.

Donnerstag, 17. Juni

Ukraine - Nordmazedonien 2:1
Die Ukraine hat Nordmazedonien mit Stuttgarts Darko Churlinov 2:1 besiegt und damit ihre ersten Punkte bei der Europameisterschaft eingefahren. Der 20 Jahre junge Churlinov kam in seinem vierten Länderspiel als Einwechselspieler zur zweiten Halbzeit zu seinem EM-Debüt.

Dänemark - Belgien 1:2
Der Leipziger Yussuf Poulsen brachte Dänemark, das vor allem in der ersten Hälfte die Belgier vor große Probleme stellte, bereits früh in Führung. Belgien spielte im zweiten Durchgang dann jedoch seine Klasse aus: Thorgan Hazard von Borussia Dortmund erzielte den Ausgleich, den Siegtreffer erzielte der eingewechselte Spielmacher Kevin de Bruyne. Damit hat sich Belgien vorzeitig für das Achtelfinale qualifiziert, aber auch für Dänemark ist die K.O-Runde trotz zweier Niederlagen noch rechnerisch möglich. In der Startelf standen außerdem Hazards Dortmunder Teamkollegen Thomas Delaney (Dänemark) und Thomas Meunier (Belgien).

Niederlande - Österreich 2:0
Wout Weghorst und die Niederlande haben vorzeitig das Achtelfinal-Ticket gelöst. Depay und Dumfries erzielten die Tore für Oranje, der Wölfe-Stürmer stand 64 Minuten lang auf dem Platz. Die Österreicher, die mit neun Bundesliga-Spielern in der Startelf begannen, gerieten durch einen von David Alaba verursachten Elfmeter früh in Rückstand (11.). Das Team von Franco Foda hat aber weiterhin gute Chancen auf einen Platz im Achtelfinale.

Mittwoch, 16. Juni

Finnland - Russland 0:1
Trotz eines aufopferungsvollen Kampfes hat Finnland, für das Lukas Hradecky und Joel Pohjanpalo über die vollen 90 Minuten auf dem Platz standen, verloren. Pohjanpalo hatte zwischenzeitlich sogar die vermeintliche Führung erzielt, der Treffer wurde aber wegen minimaler Abseitsstellung vom VAR aberkannt. Augsburgs Fredrik Jensen kam in der Schlussphase noch zu seinem EM-Debüt.

Türkei - Wales 0:2
Die Türkei um Kenan Karaman von Fortuna Düsseldorf, der auch in dieser Partie in der Startelf stand, steht nach der zweiten Niederlage mit dem Rücken zur Wand, hat aber immerhin noch die theoretische Möglichkeit, sich über die besten Gruppendritten am kommenden Sonntag gegen die Schweiz für das Achtelfinale zu qualifizieren.

Italien - Schweiz 3:0
Die Schweiz um ihre zwölf Bundesliga-Profis hat sich Italien in Rom 0:3 geschlagen geben müssen. Nati-Trainer Vladimir Petkovic hatte dabei in seiner Startelf auf fünf Spieler aus der Bundesliga gesetzt, ein Trio kam noch von der Ersatzbank. Das Schweizer Nationalteam (ein Punkt) trifft am 3. Spieltag der Gruppe A in Baku auf die noch zählerlose Türkei.

Dienstag, 15. Juni

Ungarn - Portugal 0:3
Mit einem späten Treffer zum 1:0 in der 84. Minute hat Dortmunds Raphael Guerreiro in der so schwierigen Gruppe F Portugal auf die Siegerstraße gebracht. Superstar Cristiano Ronaldo schnürte wenige Augenblicke später noch einen Doppelpack. Ein Ergebnis, das etwas zu hoch ausfiel, denn zuvor hatte Underdog Ungarn dank des überragenden Leipziger Duos Peter Gulacsi und Willi Orban lange die Null gehalten. Der Mainzer Adam Szalai, der in einer Bundesliga-Doppelspitze mit dem Freiburger Roland Sallai agierte, hätte Ungarn sogar mehrfach in Führung bringen können. Frankfurts Knipser Andre Silva wurde in der Schlussphase für die Portugiesen eingewechselt, hatte aber keine nennenswerten Aktionen mehr.

Frankreich - Deutschland 1:0
Dortmunds Mats Hummels erzielte in der ersten Hälfte ein unglückliches Eigentor. Dennoch präsentierte sich die DFB-Elf auf Augenhöhe mit dem Weltmeister. Gleich acht Spieler des FC Bayern München standen beim Auftakt der DFB-Elf gegen Frankreich auf dem Rasen: Bei den Franzosen die beiden Außenverteidiger Benjamin Pavard und Lucas Hernandez, bei Deutschland Manuel Neuer, Serge Gnabry, Thomas Müller und Joshua Kimmich. Mit Leroy Sane und Corentin Tolisso wurden zwei weitere Akteure des Rekordmeisters eingewechselt.

Montag, 14. Juni

Schottland - Tschechien 0:2
Die Schotten hatten sich die Rückkehr nach langer EM-Abstinenz wohl etwas anders vorgestellt. Mit 0:2 unterlag das Team von Trainer Steve Clarke der tschechischen Auswahl um Leverkusen-Stürmer Patrik Schick, der ebenso wie Hertha-Profi Vladimir Darida in der Startelf stand. Dank des Doppelpacks von Schick (42. und 52.) setzte sich der EM-Finalist von 1996 in Gruppe D an die Tabellenspitze. Schick sorgte dabei nicht nur für den Auftaktsieg, sondern auch für das vorerst wohl spektakulärste Tor des Turniers. Der Leverkusener zirkelte den Ball von kurz hinter der Mittellinie ins schottische Tor und sorgte damit für die Vorentscheidung.

Polen - Slowakei 1:2
Der Slowakei ist zum Auftakt in die Europameisterschaft eine Überraschung gelungen. Gegen die mit Weltfußballer Robert Lewandowski (FC Bayern) spielenden Polen gewann das Team von Trainer Pavel Hapal mit 2:1 (1:0). Torhüter Wojciech Szczesny unterlief im ersten Durchgang ein Eigentor (18.), das Karol Linetty ausgleichen konnte (46.). Die Überzahl nach dem Platzverweis für Grzegorz Krychowiak (62.) nutzten die Slowaken: Milan Skriniar erzielte den 2:1-Endstand (69.). Für Ondrej Duda (Köln) und Peter Pekarik (Hertha) war es ein erfolgreicher Start ins Tunier.

Spanien - Schweden 0:0
Überlegene Spanier sind gegen Schweden nicht über ein torloses Remis hinausgekommen. Zum Anpfiff der Partie standen mit Dani Olmo bei den Iberern und Emil Forsberg bei den Skandinaviern zwei Stars von RB Leipzig auf dem Feld, außerdem verteidigte Ludwig Augustinsson von Werder Bremen für Schweden. Der Europameister von 2008 und 2012 hatte deutlich mehr Spielanteile und gute Chancen durch Olmo und Co, aber zweimal auch viel Glück, als die früheren Bundesliga-Spieler Alexander Isak (BVB) und Marcus Berg (HSV) dicke Möglichkeiten nicht nutzten.

Sonntag, 13. Juni

England - Kroatien 1:0
Jude Bellingham von Borussia Dortmund schrieb mit seiner Einwechslung in der 82. Minute für England Geschichte, war der Mittelfeldspieler mit 17 Jahren und 349 Tagen doch der jüngste Spieler, der bei EM-Endrunden jemals auf dem Platz stand. Sein Mannschaftskollege Jadon Sancho schaffte es hingegen völlig überraschend nicht in den 23er-Kader der "Three Lions". Bei Kroatien konnte weder der Hoffenheimer Knipser Andrej Kramaric (Startelf) noch der später für ihn eingewechselte Wolfsburger Josip Brekalo die Niederlage verhindern. Eine starke Partie zeigte bei den Kroaten der künftige Leipziger Josko Gvardiol auf der linken Abwehrseite.

Österreich - Nordmazedonien 3:1
Gleich mit neun Bundesliga-Profis in der ersten Elf startete Österreich in die Europameisterschaft. Aleksandar Dragovic, David Alaba, Martin Hinteregger, Stefan Lainer, Konrad Laimer, Xaver Schlager, Christoph Baumgartner, Marcel Sabitzer und Sasa Kalajdzic durften allesamt von Beginn an ran. Philipp Lienhart, Michael Gregoritsch, Julian Baumgartlinger und Stefan Ilsanker wurden alle im weiteren Verlauf der Partie eingewechselt. Darko Churlinov vom VfB Stuttgart blieb bei Nordmazedonien über 90 Minuten auf der Bank.

Eine Bundesliga-Co-Produktion sorgte in der 18. Minute dann für das 1:0: Sabitzer spielte einen starken Diagonalball in den Strafraum zum aufgerückten Lainer, der aus halbrechter Position volley ins lange Eck traf. Ein äußerst sehenswerter Treffer, über den sich Österreich aber nicht so lange freuen konnte, denn nach einer Unsicherheit von Torhüter Bachmann staubte Goran Pandev in der 28. Minute zum Ausgleich ab. Österreich blieb aber das überlegene Team und kam auf 63 Prozent der Ballbesitzphasen - und erneut sorgten Spieler aus der Bundesliga für den nächsten Treffer: Alaba flankte mustergültig auf den eingewechselten Gregoritsch und der war am kurzen Pfosten zur Stelle: 2:1! In der Nachspielzeit bediente Laimer dann noch per Hacke den eingewechselten Ex-Bremer Arnautovic und der besorgte den 3:1-Endstand.

Niederlande - Ukraine 3:2

Die Niederlande und die Ukraine lieferten sich in Amsterdam einen packenden Schlagabtausch - und Wolfsburgs Wout Weghorst war mittendrin. Nachdem es im ersten Durchgang keine Treffer gegeben hatte, überschlugen sich die Ereignisse in der zweiten Hälfte. Zunächst brachte Wijnaldum "Oranje" in der 52. Minute in Führung, dann schlug Weghorst Stunde. In einer undurchsichtigen Situation im Strafraum fiel dem Torjäger der Ball etwas zufällig vor die Füße, was der Wolfsburger zu einem ansatzlosen Halbvolley in die Maschen nutzte (58.). Sein zweiter Länderspieltreffer im siebten Einsatz. Die Ukraine gab sich allerdings nicht geschlagen und kam durch den Ex-Dortmunder Andriy Yarmolenko (75.) und Roman Yaremchuk (79.) zum Ausgleich. Jetzt war die Niederlande wieder dran und der Treffer von Denzel Dumfries (85.) brachte die Entscheidung.

Samstag, 12. Juni

Dänemark - Finnland 0:1
Finnland gelang beim historisch ersten EM-Spiel der gleich ein Sieg. Das goldene Tor erzielte dabei Joel Pohjanpalo vom 1. FC Union Berlin per Kopf. Auch der finnische Torwart Lukas Hradecky von Bayer 04 Leverkusen hatte mit starken Paraden großen Anteil an diesem Erfolg. Bei den Dänen standen die Bundesliga-Profis Thomas Delaney (Borussia Dortmund) und Yussuf Poulsen (RB Leipzig) in der Startelf. Überschattet wurde die Partie vom Zusammenbruch des Dänen Christian Eriksen, der später jedoch wieder stabilisiert werden konnte.

Belgien - Russland 3:0
Beim deutlichen Auftaktsieg der Belgier gegen Russland standen mit Thorgan Hazard (Borussia Dortmund) und Dedryck Boyata (Hertha BSC) zwei Bundesliga-Spieler von Beginn an auf dem Platz. Der alles überragende Mann war jedoch der eingewechselte Thomas Meunier (Borussia Dortmund), der nicht nur das zwischenzeitliche 2:0 beisteuerte, sondern auch einen Assist und Aktivposten auf der rechten Außenbahn war.

Wales - Schweiz 1:1
Mit fünf aktuellen Bundesliga-Profis in der Startelf ging die Schweiz die Auftaktaufgabe gegen Wales an: Yann Sommer (Borussia Mönchengladbach) hütete das Tor der Eidgenossen, dazu waren seine Vereinskollegen Nico Elvedi und Breel Embolo sowie Manuel Akanji (Borussia Dortmund) und Kevin Mbabu (VfL Wolfsburg) von Beginn an dabei. Nach einer eher schwachen ersten Hälfte war es Embolo, der das deutsche Nachbarland in Führung schoss (49.). Zum Sieg sollte der Treffer des Mönchengladbacher Angreifers aber nicht reichen, Kiefer Moore köpfte Wales in der 74. Minute zum Ausgleich. Da half auch die Einwechslung von Denis Zakaria (ebenfalls Mönchengladbach) nichts mehr.

Freitag, 11. Juni

Türkei - Italien 0:3
Im Eröffnungsspiel zwischen der Türkei und Italien am Freitag in Rom erhielt Kenan Karaman seine Chance. Bei der 0:3-Niederlage der Türkei spielte Fortuna Düsseldorfs Angreifer von Beginn an, Karaman wurde in der 77. Minute ausgewechselt.