Julian Nagelsmann: "Heute haben wir sehr gut bewiesen, dass wir Favorit waren" - © imago images / opokupix
Julian Nagelsmann: "Heute haben wir sehr gut bewiesen, dass wir Favorit waren" - © imago images / opokupix
bundesliga

Die Trainerstimmen zum 1. Spieltag

Köln - So beurteilen die Coaches die Leistungen ihrer Mannschaften am 1. Spieltag der Saison 2019/20.

1. FC Union Berlin - RB Leipzig 0:4

Julian Nagelsmann (RB Leipzig): "Es hätte auf jeden fall schlechter kommen können. Heute haben wir sehr gut bewiesen, dass wir Favorit waren. Wir haben heute gesehen, dass wir eine gute Mischung haben. Die Stimmung war außergewöhnlich gut, eine tolle Atmosphäre bei Union - auch nach dem Spiel noch.”

Urs Fischer (Union Berlin): "Wir haben in der ersten Halbzeit zu viele Geschenke gemacht. Es war auch in der Rückwärtsbewegung zu wenig konsequent. In der Zweikampfführung fehlte die Intensität und so wird es dann schwierig gegen einen Champions-League-Aspiranten."

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Eintracht Frankfurt - TSG Hoffenheim 1:0

Adi Hütter (Frankfurt): "Es ist ein ganz wichtiger Sieg. Wir haben eine starke Anfangsphase gehabt. Danach hatte Hoffenheim mehr vom Spiel. Wir hätten früher das 2:0 machen müssen, aber ich bin natürlich sehr glücklich."

Alfred Schreuder (Hoffenheim): "Glückwunsch an Frankfurt. Am Ende ist es verdient. Der Rückstand nach 36 Sekunden war nicht gut. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen. Nach dem Gegentor hat es noch 15 Minuten gedauert. Danach wurde es besser. Es kann nicht sein, dass Hinteregger beim Tor so frei steht. Das sind wir selbst schuld. Ich kann den Jungs aber keinen Vorwurf machen. Wir haben so gespielt, wie wir es uns vorgenommen haben. Wir haben den Gegner dominiert und mutig gespielt."

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Borussia Mönchengladbach - FC Schalke 04 0:0

Marco Rose (Mönchengladbach): "Die Leistung war in Ordnung, wir haben wieder einen kleinen Schritt nach vorne gemacht. Es waren viele positive Ansätze dabei, viele Dinge, die wir für unser Spiel brauchen: Wir hatten einige gute Ballgewinne und haben versucht, schnell Tiefe zu finden, vor allem in der zweiten Halbzeit. Es war aber noch nicht oft genug, das müssen wir zukünftig noch besser machen, auch das Positionsspiel. Insgesamt haben wir aber wenig Chancen zugelassen und hatten selber drei-, viermal die Möglichkeit, das Spiel für uns zu entscheiden."

David Wagner (Schalke): "Die beiden Mannschaften haben sich gegenseitig bekämpft und gepresst. Es gab viele Zweikämpfe, viel Pressing und Gegenpressing. Es ist dann meistens so, dass unheimlich viel zwischen den Strafräumen stattfindet. Beide Mannschaften haben auch sehr leidenschaftlich verteidigt. In der ersten Halbzeit hatten wir die besseren Chancen, in der zweiten Halbzeit Gladbach. Wenn das erste oder zweite Tor fällt, kann so ein Spiel mit unheimlich vielen Treffern ausgehen."

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Borussia Dortmund - FC Augsburg 5:1

Lucien Favre (Dortmund): "Wir waren sehr früh überrascht über das 0:1 nach 30 Sekunden. Doch wir sind sehr ruhig geblieben und haben schnell das 1:1 gemacht. Das Tempo haben wir im zweiten Durchgang erhöht, das war sehr gut. Das Ergebnis war dann eindeutig und verdient. Wir haben aber auch noch an ein paar Sachen zu arbeiten. Wir wollen jeden Tag besser werden. Wichtig für mich ist, dass die Spieler Fortschritte machen – individuell aber auch im Kollektiv."

Martin Schmidt (Augsburg): "Nach der Führung haben wir umgehend das 1:1 kassiert, da war die Euphorie gleich wieder weg. Dennoch waren wir im Spiel und gehen mit 1:1 in die Pause. Nach dem Wechsel war die Körperlichkeit etwas weg, wir haben viele Bälle zu schnell verloren und haben so keine Entlastung mehr bekommen. Wir haben es nicht geschafft, das Tempo des Gegners auf den Außenbahnen zu verteidigen, wobei man auch sagen muss, dass es einige klassische BVB-Tore waren, bei denen man die Qualität des BVB gesehen hat. Dortmund hat letztlich verdient gewonnen und wir haben gesehen, dass wir viel Arbeit vor uns haben."

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VfL Wolfsburg - 1. FC Köln 2:1

Oliver Glasner (Wolfsburg): "Wir sind sehr zufrieden, dass wir das Auftaktspiel gegen einen sehr ambitionierten und schwer zu bespielenden 1. FC Köln gewinnen konnten. Sie haben uns früh unter Druck gesetzt und uns ist es zunächst nicht gelungen, uns schnell genug daraus zu befreien. Dann haben wir zum richtigen Zeitpunkt das 1:0 gemacht, waren danach aber zu passiv. Das haben wir in der Halbzeit angesprochen und wir sind auch viel besser aus der Pause rausgekommen."

Achim Beierlorzer (Köln): "Vom Ergebnis bin ich enttäuscht. Ich habe ein ordentliches Spiel meiner Mannschaft gesehen. Wir haben mutig begonnen und dann in einer Phase, wo wir die Partie in den Griff bekamen, das Traumtor von Maximilian Arnold kassiert. Wir haben uns davon nicht irritieren lassen und versucht, weiter nach vorne zu spielen. In der zweiten Hälfte hat Wolfsburg besser zugestellt und das 0:2 war dann sehr bitter für uns."

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Bayer 04 Leverkusen - SC Paderborn 3:2

Peter Bosz (Leverkusen): "Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, mit der Art und Weise noch nicht. Es ist immer wichtig, das Auftaktspiel zu gewinnen. Wir haben einen offenen Schlagabtausch gesehen. Das ist das, was wir nicht wollten. Wir wollten das Spiel kontrollieren, hatten in der ersten Halbzeit aber kaum Kontrolle."

Steffen Baumgart (Paderborn): "Die Jungs haben einen guten Job gemacht. Wichtig für uns war, dass wir leistungsmäßig bestanden haben."

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Niko Kovac und Ante Covic standen sich im Eröffnungsspiel gegenüber - imago images / eu-images

SV Werder Bremen - Fortuna Düsseldorf 1:3

Florian Kohfeldt (Bremen): "Wir hatten enorm viel Spielkontrolle in den ersten 20 Minuten. Das erste Gegentor war mehr als unglücklich, danach haben wir den Faden verloren. In der zweiten Halbzeit hatten wir enorm viel Chancen, aber Düsseldorf war brutal effektiv. Wir sollten uns nichts schönreden und müssen wach sein. Wir waren vor dem gegnerischen Tor nicht abgeklärt und hinten nicht konsequent genug. Wir brauchen aber nicht zweifeln, weil wir keinen schlechten Fußball gespielt haben."

Friedhelm Funkel (Düsseldorf): "Natürlich sind wir sehr, sehr glücklich, dass wir das Auftaktspiel gewonnen haben. Wir wussten, dass es sehr schwer werden würde, und hatten in der Tat deutlich weniger Spielanteile. Dennoch sind wir glücklich in Führung gegangen. Nach dem Ausgleich haben wir weiter versucht, nach vorne zu spielen. So haben wir das zweite und das dritte Tor erzielt. Aber wir waren nicht offen, weil wir nicht ausgekontert werden wollten. In einigen Situationen hatten wir Glück, dass Bremen entweder nicht gut genug abgeschlossen hat oder dass Zack Steffen fantastisch gehalten hat. Wir sind zufrieden mit dem Auftakt, aber wir müssen uns fußballerisch steigern."

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SC Freiburg - 1. FSV Mainz 05 3:0

Christian Streich (Freiburg): "Es war sehr ausgeglichen, beide Teams können in Führung gehen. Wir hatten Probleme nach der Pause. Dann hatten wir aber zwei individuell herausragende Momente. Ich bin total glücklich."

Sandro Schwarz (Mainz): "Es war ein kurioses Spiel. Wir hatten alles im Griff und wollten den Spielverlauf auf unsere Seite ziehen. Dann haben wir kurz die Ordnung verloren und Freiburg nutzt das eiskalt aus. Wir werden das analysieren und unsere Schlüsse daraus ziehen."

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FC Bayern München - Hertha BSC 2:2

Niko Kovac (Bayern): "Wir haben die Dominanz und Chancen gehabt. Die Mannschaft hat 90 Minuten versucht, das Spiel zu gewinnen – und darauf bin ich stolz. Meine Mannschaft hat 90 Minuten lang versucht, dieses Spiel zu gewinnen. Ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen. Kompliment an Ante und Hertha für diese Leistung!"

Ante Covic (Hertha): "Wir wussten von vornherein, dass wir einige gute Momente haben müssen, um aus München etwas mitzunehmen. Nach dem 0:1 hätten sicherlich nicht mehr viele auf uns gesetzt. Uns war aber klar, dass wir den Bayern wehtun können."

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