2. Bundesliga

2:1! SV Darmstadt 98 entführt dank Starteffizienz drei Punkte vom SC Paderborn 07

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Der SV Darmstadt 98 gewinnt mit 2:1 beim SC Paderborn 07. Das Tor für die Paderborner erzielte Robert Leipert (4.). Dann drehten Braydon Manu (10.) und Jannik Müller (24.) das Spiel. SVD-Keeper Marcel Schuhen parierte in der 8. Minute einen Elfmeter von Marvin Pieringer.

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Trainer Lukas Kwasniok wechselte beim SC Paderborn 07 auf drei Positionen: Top-Torjäger Felix Platte fiel verletzt aus, dafür kam Dennis Srbeny neben Marvin Pieringer in den Doppelsturm. Uwe Hünemeier ersetzte Marco Schuster (Bank) und Sirlord Conteh kam für Florent Muslija (Bank) in die Startelf. Torsten Lieberknecht tauschte nur auf zwei Positionen. Der SV Darmstadt 98 startete mit dem genesenen Matthias Bader für Frank Ronstadt (Bank) auf dem rechten Flügel sowie Christoph Zimmermann statt Klaus Gjasula im Abwehrzentrum, der sich bei der armenischen Nationalmannschaft verletzte.

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Es gab kein großes Abtasten oder Ausprobieren - sofort legten beide Teams voll los. Bereits in der vierten Minute spielte Maximilian Rohr einen Steilpass von rechts hinten tief hinter die Darmstädter Abwehrkette. Dort war Robert Leipertz, diesmal auf links agierend, diagonal gestartet. Er nahm den Ball an und drückte ihn am Lilien-Keeper vorbei zum 1:0. Nur zwei Minuten später dann der erneute Schock: Bei einer Klärungsaktion hatte Patric Pfeiffer Srbeny am Fuß getroffen und zu Fall gebracht, dafür gab es Elfmeter. Pieringer trat an und schoss nach rechts unten. Aber Marcel Schuhen hatte das geahnt, tauchte ab und parierte zur Seite. Auch beim Nachschuss von Julian Justvan war er zur Stelle und parierte zur Ecke.

Braydon Manu trifft per Flugkopfball zum 1:1-Ausgleich - IMAGO/Ulrich Hufnagel/IMAGO/Ulrich Hufnagel

Darmstadt nutzt den Moralboost

Diese moralischen Boost nutzten die Gäste, um ihrerseits zurückzuschlagen. In der zehnten Minute - nur zwei nach dem verschossenen Elfmeter - schoss Fabian Schnellhardt von links aufs Heimtor. Keeper Jannik Huth parierte den weit raus, doch da lauerte Tobias Kempe, flankte den Ball butterweich ins Zentrum, wo Braydon Manu zum Flugkopfball ansetzte und den Ball im Tor versenkte. Ausgleich - 1:1. In der Folge waren zunächst die Paderborner etwas stärker, doch die Darmstädter kamen immer wieder zu Konteraktionen. Manu zog in einem Konter einen Freistoß im rechten Halbfeld, der wieder von Kempe reingeflankt wurde (24.) - am zweiten Pfosten als letzter Spieler stieg Jannik Müller hoch und netzte per Kopf ins rechte Toreck zur Führung ein.

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Dann wurden wieder die Hausherren etwas stärker, auch weil sie die Lilien-Konter besser abfangen konnten. Ein Kopfball vom diagonal eingelaufenen Leipertz segelte am Tor vorbei (28.). Im zweiten Viertel gab es zwar noch einige gefährlich wirkende Angriffe, doch fast alle ohne Abschluss. Einzig ein Konter-Abschluss über Manu in der Nachspielzeit (45.+1) stand noch auf dem Papier, doch der wurde zuvor von Raphael Obermair weit nach außen gedrängt, sodass Huth keine Probleme hatte, den zu parieren. So ging ein ausgeglichenes Spiel in die Halbzeit.

Jannik Müller erzielt mit seinem ersten Treffer seit 2018 das Siegtor für die Lilien - IMAGO/Ulrich Hufnagel/IMAGO/Ulrich Hufnagel

Paderborn macht Dampf, doch ohne Großchancen

Ohne die vielen Torszenen, dafür aber mit guten Chancen starteten die Paderborner in die zweite Hälfte. Eine Leipertz-Flanke wurde von Müller gerade noch so vor Pieringer geklärt (49.). Ein Abschluss des Mittelstürmers aus 16 Metern (51.) ging dann nur knapp rechts vorbei. Doch trotz mehrerer Fernschüsse (Justvan, 59. - Muslija, 65 - Kelvin Ofori, 74.) blieben die Paderborner hier weiter erfolglos - man schoss in der 2. Bundesliga diese Saison am häufigsten aus der Ferne, doch traf dabei noch nie. So sollte es bleiben. In der 67. Minute meldete dann Bader die erste richtig gute Chance für die Gäste an - Manu machte einen langen Ball fest und setzte Bader rechts in Szene, der aus etwas spitzem Winkel jedoch an Huth scheiterte.

In der Schlussviertelstunde und nach mehreren sehr offensiven Wechseln von Paderborns Kwasniok kam noch einmal richtig Feuer rein, das vierte Tor lag in der Luft - die Seite war jedoch ungeklärt. Immer wieder ging es von Strafraum zu Strafraum, ohne den Super-Abschluss, aber mit einigen guten Möglichkeiten. Doch trotz einer ganzen Serie von SCP-Standards, die entweder Muslija (mit Rechts) oder Justvan (mit Links) traten, konnten die Paderborner einfach keinen gefährlichen Schuss mehr aufs Tor bringen. Dabei half nicht einmal der aufgerückte Keeper Huth in den Schlussminuten. Die Darmstädter Effizienz aus der ersten Hälfte machte sich bezahlt und man entführte drei Punkte aus Paderborn.