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Wer steigt in die Bundesliga auf?
Wer steigt in die Bundesliga auf? - © DFL
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2. Bundesliga

2. Bundesliga: Favoriten auf den Aufstieg

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Die 2. Bundesliga ist mal wieder an Spannung kaum zu überbieten: Neuer Spitzenreiter ist der SV Darmstadt 98, den aber auch nur drei Zähler von Rang fünf trennen. Schalke 04, Paderborn, Elversberg und Hannover 96 sitzen den Lilien im Nacken.

1. Platz: SV Darmstadt 98 (41 Punkte)

Das Team von Florian Kohfeldt ist mittlerweile seit elf Ligaspielen ungeschlagen (sechs Siege, fünf Remis) und kehrte durch den überzeugenden 4:0-Erfolg über den 1. FC Kaiserslautern jüngst erstmals nach dem siebten Spieltag wieder auf Platz eins zurück. Dabei haben die Lilien in dieser Spielzeit auch erst zwei Niederlagen kassiert – jede andere Mannschaft mindestens doppelt so viele.

Das torgefährlichste Team der 2. Bundesliga (40 Treffer) kann sich dabei insbesondere auf seine beiden Offensivgaranten Fraser Hornby und Isac Lidberg verlassen, auf deren je 14 Torbeteiligungen in der Liga ansonsten nur Berlins Fabian Reese kommt. 

Auffällig bei der SVD: Gerade das Umschaltspiel liegt den Lilien, die nach Kontern bereits sieben Treffer erzielt haben und in dieser Kategorie nur noch vom 1. FC Kaiserslautern (acht Kontertore) übertrumpft werden. Auf der anderen Seite wurde Darmstadt als einziges Team noch nicht erfolgreich ausgekontert und stehen damit wohl insgesamt zurecht auf dem Platz an der Sonne.

2. Platz: FC Schalke 04 (40 Punkte)

Kein Frage: Der Herbstmeister der 2. Bundesliga kam zuletzt ordentlich ins Stolpern, holte aus den letzten fünf Partien keinen Sieg mehr und verlor letztlich die Tabellenführung. In der Rückrundentabelle liegen die Knappen mit drei Zählern gar nur auf Rang 17 und der Vorsprung auf den ersten Nichtaufstiegsplatz ist auf zwei Zähler zusammengeschmolzen.

Dennoch feierte Königsblau weiterhin die meisten Siege in der 2. Bundesliga (zwölf, wie der SC Paderborn), stellt mit nur 16 Gegentreffern die beste Defensive in den ersten drei Ligen und hat nun einen neuen Knipser in den eigenen Reihen: Edin Džeko erzielte in seinen ersten 139 Minuten schon drei Treffer und ist trotz seines Alters von 39 Jahren noch eine echte Gefahr für jeden Gegner.

Insofern sollte es doch bald wieder bergauf gehen, zumal noch weitere Zahlen für die Schalker sprechen: So sticht zum Beispiel Loris Karius heraus, der noch kein Weitschussgegentor kassiert hat und stolze 75 Prozent der Bälle auf seinen Kasten zu entschärfen wusste. Etwas verbessern könnte S04 aber vielleicht noch am eigenen Ballbesitz. Der liegt bei 44,9 Prozent, der schlechteste Wert in der 2. Bundesliga.

3. Platz: SC Paderborn 07 (39 Punkte)

In Ostwestfalen muss man sich in dieser Spielzeit insbesondere über eine schlechte Abschluss-Effizienz (-8,0) ärgern, ohne die der SC Paderborn wohl schon mehr als die bisher 39 Punkte gesammelt hätte. Schließlich hat der SC Paderborn zusammen mit den Schalkern die meisten Siege eingefahren (Zwölf) und weist den drittbesten xGoals-Wert (41,1) auf.

Das große Plus des Teams von Chefcoach Ralf Kettemann ist hingegen insbesondere das Kopfballspiel, bereits zehn Treffer wurden mit diesem Körperteil erzielt, wobei alle anderen Mannschaften auch von der Anzahl an Kopfballchancen (78) nur träumen können. 

Defensiv müssen sich die Ostwestfalen aber auch nicht verstecken, sie haben die wenigsten gegnerischen Großchancen (14) zugelassen und verzeichneten generell auch nur 232 Torschüsse des Gegenübers – zweitbester Wert in der Liga. So dürfte es für das Team, das noch keinen Eckballgegentreffer kassiert hat, noch lange um den Aufstieg gehen.

4. Platz: SV Elversberg (38 Punkte)

Durch die herbe 0:3-Pleite gegen Hertha BSC hat es die SV Elversberg am vergangenen Spieltag verpasst, die Tabellenführung zu übernehmen. Stattdessen liegen die Saarländer nun auf Rang vier, aber trotzdem irgendwie noch im Soll. Denn: Auch nach dem Umbruch im Sommer spielt die SVE wieder oben mit und hat nach 21 Spieltagen gar sechs Zähler mehr auf dem Konto als in der Vorsaison.

Das Team von Trainer Vincent Wagner überzeugt dabei insbesondere in der Fremde, sammelte in den gegnerischen Stadien schon 19 Punkte und liegt damit zumindest in der Auswärtstabelle auf Platz eins. Die Offensive läuft mit 37 Toren wie geölt, noch macht sich auch der Winterabgang von Younes Ebnoutalib (wechselte zu Eintracht Frankfurt) nicht allzu stark bemerkbar.

Das liegt vor allem an den zahlreichen Alternativen, neun Jokertore sprechen eine eindeutige Sprache. Und dann wäre da noch Maximilian Rohr als Faustpfand, der Abwehrspieler ist mit 64 Prozent gewonnener Duelle der zweikampfstärkste Spieler der Liga.

5. Platz: Hannover 96 (38 Punkte)

Hannover 96 ist zurück in der Spur, gewann als einziges Team die vergangenen drei Spiele und liegt nur noch drei Zähler hinter der Tabellenspitze – nach der Hinrunde waren es noch deren acht. Die Niedersachsen erspielten sich dabei allein zwölf ihrer insgesamt 43 Großchancen nach der Winterpause und sind derzeit super in Form.

Überhaupt weisen die 96er den besten xGoals-Wert auf (47,5) und würden bei einer besseren Abschluss-Effizienz (-9,5) wohl schon längst auf einem der Aufstiegsplätze zu finden sein. Nur allzu häufig stand den Hannoveranern allerdings das Aluminium im Weg, denn häufiger als 13 Mal traf nur Darmstadt das Gestänge (15 Mal).

Typisch für eine Mannschaft von Christian Titz: Hannover stellt das Team mit dem höchsten Ballbesitzanteil (56,3 Prozent) und ist mit 51,6 Prozent gewonnener Duelle auch das zweikampfstärkste Team im deutschen Unterhaus. So dürfte für die Niedersachsen noch einiges drin sein, es heißt nun allerdings erst einmal, bei Tabellennachbar Hertha BSC zu bestehen.