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2:1! - VfB Stuttgart schießt Siegtor gegen den FC Augsburg in der Nachspielzeit

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Der VfB Stuttgart hat zuhause gegen den FC Augsburg mit 2:1(1:1) gewonnen. Florian Niederlechner brachte den FCA früh in Führung (4.), aber bereits nach einer Viertelstunde konnte der VfB durch Serhou Guirassy ausgleichen (15.). In der Folge war der VfB spielbestimmend, doch erst kurz vor Schluss gelang den Schwaben der umjubelte Siegtreffer durch Waldemar Anton (90.+2).

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Am Samstagnachmittag empfing der VfB Stuttgart den FC Augsburg in der heimischen Mercedes-Benz Arena. Die Schwaben mussten dabei auf Josha Vagnoman verzichten (Knochenödem am Mittelfuß). Nach dem 0:5 in der Vorwoche bei Borussia Dortmund veränderte Trainer Michael Wimmer die Startelf auf drei Positionen: Chris Führich, Luca Pfeiffer und Hiroki Ito kamen unter anderem für die angeschlagenden Enzo Millot und Konstantinos Mavropannos in die Startformation.

Den Gästen aus Augsburg fehlte gleich eine ganze Reihe an Spielern: Iago (Gelb-Rot-Sperre), Noah Sarenren Bazee (Kreuzbandriss), Niklas Dorsch (Mittelfußbruch), Andre Hahn (schwere Knieverletzung), Reece Oxford (Trainingsrückstand) und Tobias Strobl (Kreuzbandriss) waren nicht einsatzbereit. Im Vergleich zum wilden 3:3 zuhause gegen RB Leipzig aus der Vorwoche wurde die Startelf auf einer Position verändert: Fredrik Jensen ersetzte den gesperrten Iago. Felix Uduokhai stand nach über zwei-monatiger Verletzungspause erstmals wieder im Kader.

Fantasy Heroes: Serhou Guirassy (21 Punkte), Borna Sosa (19), Waldemar Anton (17)

Schnelle VfB-Antwort auf FCA-Blitzstart

Die Partie startete gänzlich ohne Aufwärmphase. Nachdem Serhou Guirassy einen ersten Abschluss auf Seiten des VfB Stuttgart verzeichnete (2.), war es Florian Niederlechner, der den bis hierhin frühesten Augsburger Treffer in der Saison erzielte: Einen Chip-Ball von Jensen die rechte Seite hinunter erlief Niederlechner, der sich gegen Dan-Axel Zagadou durchsetzte, in den Strafraum dribbelte und per Lupfer zur frühen Augsburger Führung veredelte (4.). Die Reaktion der Schwaben ließ aber nicht lange auf sich warten: Borna Sosa und Führich kombinierten sich auf der linken Seite durch. Sosa brachte mit rechts die Flanke an den zweiten Pfosten, wo Guirassy keine Probleme hatte den Ball zum Ausgleich einzuköpfen (15.).

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Das Spiel blieb sehr intensiv. Einen langen Ball in den VfB-Strafraum konnte Florian Müller per Faustabwehr klären. Der Ball kam aber postwendend von Ermedin Demirovic zurück und zwang den Stuttgarter Schlussmann zu einer Glanzparade (21.). Auf der Gegenseite konnte Pfeiffer einen Ball im Strafraum annehmen und aus der Drehung abschließen. Sein Schuss ging knapp am FCA-Gehäuse vorbei (22.). Der VfB Stuttgart blieb in der Folge spielbestimmend, hatte zeitweise über 70 Prozent Ballbesitz. Und auch in Umschaltmomenten wurde das Team von Wimmer gefährlich: Pfeiffer zirkelte nach einem Konter den Ball vom linken Strafraumeck ganz knapp am FCA-Gehäuse vorbei (34.) und Minuten später konnte die Augsburger Abwehr gerade so den Abschluss von Führich zur Ecke klären (38.).

Kurz vor der Halbzeit hatte Führich erneut eine gute Gelegenheit, als er Gegenspieler Jensen links im Strafraum stehen ließ. Seinen Schuss konnte FCA-Torwart Koubek aber parieren (43.). Die größte Chance zur Führung hatte Silas kurz vor der Pause: Eine Flanke von links erreichte Koubek nicht, sodass Silas am zweiten Pfosten frei zum Abschluss kam. Mads Pedersen warf sich in den Schuss uind konnte ihn gerade so zur Ecke klären (45.+2). So ging es nach abwechslungsreichen 45 Minuten mit dem 1:1 in die Pause.

Per Lupfer markierte Florian Niederlechner das 1:0 für den FCA gegen Stuttgart - Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

Anton lässt Stuttgart jubeln

Mit Start der zweiten Halbzeit gelang es dem FC Augsburg das Spiel anders zu gestalten als in den ersten 45 Minuten. Die erste Viertelstunde des zweiten Abschnitts gehörte den Gästen. Mergim Berisha hatte bereits kurz nach Wiederanpfiff einen Freistoß aus spitzem Winkel frech auf das Stuttgarter Tor getreten (47.). Und auch weiterhin gefiel da Augsburger Spiel, da nun auch wesentlich höher und aktiver gepresst wurde. Der VfB Stuttgart konnte sich, ganz anders als zum Ende der ersten 45 Minuten, offensiv vorerst gar nicht mehr zeigen.

Alle Tore und Highlights des Spieltags im Konferenz-Liveticker

Nach mehr als einer Stunde wurde auch der VfB Stuttgart wieder etwas aktiver. In gleich drei Situationen war es Wataru Endo, der zum Torabschluss kam. Erst versuchte es der Kapitän aus der Distanz (68.) und kurz danach kam er gleich zweimal jeweils nach einer Ecke zum Abschluss (70., 71.), die der FCA beide Male auf der Linie klären konnte. Der VfB Stuttgart war nun aber wieder in der Spur. Guirassy vergab freistehend die Führung (75.) und auch ein Fallrückzieher von ihm brachte nicht das erlösende zweite Tor (76.). Zum Ende hin spielte nur noch der VfB: Pfeiffer köpfte eine Flanke an die Latte, Itos Abschluss wurde in der Folge vom FCA gerade so zur Ecke geklärt (86.). Eine Minute später scheiterte Waldemar Anton am glänzend reagierenden Tomas Koubek (87.) und auch Pfeiffer fand seinen Meister im FCA-Schlussmann (90.+1). Doch mit dem 31. Torschuss der Stuttgarter war es soweit: Nach feinem Hackenpass von Tiago Tomas tauchte Anton plötzlich frei vor Koubek auf und erzielte kurz vor Schluss das umjubelte 2:1 (90.+2).

Durch den 2:1-Sieg, erst der zweite Saisonsieg für den VfB, klettern die Schwaben auf den 15. Tabellenplatz. Der VfB Suttgart tritt nächsten Freitag (20:30 Uhr) bei Borussia Mönchengladbach an. Der FC Augsburg empfängt einen Tag später Eintracht Frankfurt zum Heimspiel (15:30 Uhr).

Serhou Guirassy war nicht nur Torschütze, sondern auch aktivster Spieler beim VfB Stuttgart - IMAGO/Peter Hartenfelser/IMAGO/Hartenfelser

Spieler des Spiels: Serhou Guirassy

Serhou Guirassy gab acht Torschüsse ab, stellte damit einen neuen persönlichen Bundesliga-Rekord auf und belohnte sich mit seinem dritten Saisontreffer. Der Franzose führte zudem die meisten Zweikämpfe auf dem Platz (37) und gewann davon für einen Stürmer starke 60 Prozent.