Sebastian Hoeneß: "Das spricht für den Spirit, den wir haben" - © Alex Grimm/Getty Images
Sebastian Hoeneß: "Das spricht für den Spirit, den wir haben" - © Alex Grimm/Getty Images
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Die Trainerstimmen zum 22. Spieltag

So beurteilen die Coaches die Leistungen ihrer Teams am 22. Spieltag.

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TSG Hoffenheim - SV Werder Bremen 4:0

Sebastian Hoeneß (TSG Hoffenheim): "Ich denke, wir haben über 90 Minuten sehr stabil gespielt, zu den richtigen Zeitpunkten die Tore gemacht und am Ende nichts zugelassen. Das ist nicht selbstverständlich, das macht mich stolz. Wir haben eine Englische Woche in den Knochen und ein nicht einfach zu verarbeitendes Spiel am Donnerstag. Die Leistung von heute kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Das ist ein sehr gutes Gefühl, das spricht für die Mannschaft und den Spirit, den wir haben. Wir halten uns nicht lange mit Negativthemen auf und probieren nach vorne zuschauen. Wir wollen jetzt daran anknüpfen."

Florian Kohfeldt (SV Werder Bremen): "Das Ergebnis ist nur schwer zu erklären. Es hat einfach gar nichts funktioniert. Wir waren individuell und auch mannschaftlich ganz weit weg von dem, was wir in den letzten Wochen gezeigt haben. Wir haben viel zu zögerlich gespielt. Kollektiv war das gar nichts. Aber das war ein Ausrutscher nach unten und den müssen wir jetzt wieder gut machen."

Hertha BSC - RB Leipzig 0:3

Pal Dardai (Hertha BSC): "Ich kann meine Jungs nur loben. Wir haben gut gespielt, aber unsere Chancen vorne nicht gemacht. Das geht nur über viel Arbeit. Der Kampfgeist und die Motivation waren da, so schlecht war es heute nicht, aber Leipzig war eine Nummer zu groß für uns."

Julian Nagelsmann (RB Leipzig): An erster Stelle ist festzuhalten, dass wir heute einen guten Gegner hatten. Der Platz war unglaublich schwierig zu bespielen und so wurde es ein sehr anstrengendes Spiel für beide Mannschaften. Wir wollten unbedingt gewinnen, das hat man auch gesehen. Am Ende war es vielleicht einen Tick zu hoch. Es ist nicht immer leicht nach einem kräftezehrenden Spiel unter der Woche direkt wieder da zu sein, daher freuen wir uns umso mehr."

FC Augsburg - Bayer 04 Leverkusen 1:1

Heiko Herrlich (FC Augsburg): "Ich habe heute ein kämpferische Leistung mit viel Leidenschaft von meiner Mannschaft gesehen - gegen eine absolute Topmannschaft. Wir sind früh in Führung gegangen und hatten danach auch noch ein, zwei Möglichkeiten. Wir haben gut gegen den Ball gearbeitet und wenig zugelassen. Dann ist es natürlich absolut bitter, dass zwei Sekunden vor Spielende der Ausgleich passiert. Der Punkt fühlt sich jetzt erst einmal wie eine Niederlage an."

Peter Bosz (Bayer Leverkusen): "Wir wollten heute gewinnen. Das ist uns leider nicht gelungen. In letzter Sekunde sind wir noch zum Ausgleich gekommen – auch, weil die Spieler bis zum Ende daran geglaubt und voller Einsatz versucht haben, das Tor zu schießen. Der FC Augsburg war sehr strukturiert, organisiert und hat tief hinten drin gestanden. Das macht es für jede Mannschaft schwierig. Am wichtigsten ist, dass wir bis zum Ende daran geglaubt haben, ein Tor zu machen."

FC Schalke 04 - Borussia Dortmund 0:4

Edin Terzic (Borussia Dortmund): "Wir sind heute hierhin gekommen, um den Derbysieg einzufahren. Das ist uns gelungen. Sowohl das Ergebnis als auch die Leistung macht uns sehr zufrieden heute. Wenn man gewinnt, tut es immer gut. Wenn man dann hier gewinnt, als Borusse und in der Art und Weise, dann freut man sich aber natürlich besonders. Das ist, was wir uns vorstellen, dass wir immer so auftreten wie in Sevilla oder hier. Wir sind in einem Prozess, das braucht natürlich Zeit."

Christian Groß (Schalke 04): "Es ist eine bittere Sache, es gibt aber nichts zu beschönigen. Mit den Ausfällen von Mustafi und Fährmann während des Spiels, war das etwas zu viel. Nach der Pause habe ich es mit einer neuen Anordnung versucht, da kam der Pfostenschuss, dann hat das 3:0 das Spiel entschieden. Es lief vieles gegen uns. Wir hatten eine neue Formation und mussten uns umstellen. Dann kommt der hohe Druck, gewinnen zu müssen, noch hinzu. Wir glauben daran, dass wir es schaffen können - bis zum Schluss. Morgen werden wir uns aufrichten."

Sport-Club Freiburg - 1. FC Union Berlin

Christian Streich (Sport-Club Freiburg): "Union ist extrem schwer zu spielen. Sie haben eine unglaubliche Körperlichkeit. Es war ein umkämpftes Spiel, wir kamen in der ersten Halbzeit nicht gut rein. Nach der Halbzeit war's besser - aber dann hatte Union den einen Angriff und geht in Führung. Ich gebe Urs recht; am Ende ist es nicht unverdient für Union."

Urs Fischer (1. FC Union Berlin): "Das war eine sehr gute Leistung von uns, sonst hätten wir in Freiburg nicht gewinnen können. Die Mannschaft hat den Plan 90 Minuten umgesetzt und solidarisch verteidigt. Und wir konnten immer wieder Nadelstiche setzen."

1. FC Köln - VfB Stuttgart 0:1

Markus Gisdol (1. FC Köln): "Wir haben es heute leider verpasst, auf Stuttgart aufzuschließen. Wir haben in der ersten Hälfte gut verteidigt, hatten aber nach Balleroberungen viele technische Fehler. Stuttgart hat uns gerade im Rücken der Außenverteidiger Räume angeboten, aber die haben wir nicht genutzt."

Pellegrino Matarazzo (VfB Stuttgart): "Wir haben in der ersten Hälfte den Gegner kontrolliert, aber die Räume, die wir für unser Spiel brauchen, nicht gefunden. Zum Glück hat es dann mit einem Standard zur Führung gereicht. Köln hat dann nochmal Druck entwickelt. Am Ende stehen für uns die drei Punkte und hinten steht die Null, beides tut uns gut."

Eintracht Frankfurt - FC Bayern München 2:1

Adi Hütter (Eintracht Frankfurt): "Ich möchte die komplette Mannschaft loben. In der zweiten Halbzeit haben wir uns schwer getan, da musste Bayern auch und da haben sie ihre Klasse gezeigt. Das war die beste Saisonleistung von Amin Younes. In der ersten Halbzeit war es eine Weltklasseleistung."

Hansi Flick (FC Bayern München): "Die Spieler sind auch nur Menschen, die Personaldecke ist angespannt. Aber es ist eine lange Saison. Wenn alle zurückkommen und wir so spielen wie nach der Pause, holen wir unsere Punkte."

Borussia Mönchengladbach - 1. FSV Mainz 05 1:2

Marco Rose (Borussia Mönchengladbach): "In der Summe ist es eine bittere Niederlage für uns – vor allem in einer Situation, in der wir Punkte brauchen. Gleich mit dem ersten Schuss der Mainzer sind wir in Rückstand geraten. Ich denke, dass wir darauf aber gut reagiert haben. Bis kurz vor die Box sind wir immer wieder in Räume gekommen, in die wir reinwollten. Dann haben wir vor der Pause auch noch ein schönes Tor geschossen. Letztlich hatten wir aber nicht die nötige Konsequenz, um Mainz noch weiter hinten reinzudrücken und uns noch mehr Torchancen herauszuspielen."

Bo Svensson (1. FSV Mainz 05): "Die erste Halbzeit war nicht gut von uns. Wir waren froh, dass wir mit einem Unentschieden in die Pause gegangen sind. Der zweite Durchgang war ein Tick besser, vor allem gegen den Ball. Wir haben nicht mehr so viel zugelassen und sind selbst ein paar Mal gefährlich geworden. Am Ende hatten wir dann natürlich auch das Quäntchen Glück auf unserer Seite. Fußballerisch können wir noch einige Dinge besser machen, aber letztendlich sind wir einfach sehr glücklich über den Sieg."

DSC Arminia Bielefeld - VfL Wolfsburg 0:3

Uwe Neuhaus (DSC Arminia Bielefeld): "Der Sieg geht definitiv in Ordnung. Man hat gesehen, dass Wolfsburg die reifere, bessere Mannschaft ist. Wir haben es in der ersten Halbzeit nicht schlecht gemacht, aber danach kam nichts mehr. Das war sehr schade, da wir uns mehr vorgenommen haben."

Oliver Glasner (VfL Wolfsburg): "Es war ein sehr souveräner, guter Auftritt von uns. Wir haben gut den Ball laufen lassen und hatten eine gute Raumaufteilung. Bielefeld hat es uns nicht leicht gemacht, aber wir haben nach der Führung gut nachgelegt und verdient gewonnen."