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Eiskaltes Eintracht Frankfurt besiegt den 1. FC Union Berlin 5:2

Eintracht Frankfurt hat in einem sensationellen Spiel den vierten Tabellenplatz verteidigt. Die Hessen besiegten den 1. FC Union Berlin mit 5:2 (4:2). Dabei hatten die Gäste viel Pech.

Bundesliga Match Facts

Ein Eigentor, zweimal auf der Linie gerettet, einmal Latte - unglücklicher hätte die Partie für den 1. FC Union Berlin kaum laufen können. Die Gäste aus der Hauptstadt hatten am Ende 24 Torschüsse auf dem Statistikzettel, Eintracht Frankfurt nur neun. Doch die Himmelsstürmer aus der Mainmetropole blieben klarer Sieger. Und haben jetzt vier Punkte Vorsprung auf Dortmund auf Platz fünf.

Fantasy Heroes: André Silva (19 Punkte), Max Kruse (18), Filip Kostic (16)

Es war eine unglaubliche erste Hälfte. Beide Mannschaften spielten von Beginn an mit offenem Visier und voll auf Angriff. Bereits nach 22 Sekunden bekamen die Eisernen eine Ecke. Und die hatte es in sich. Robin Knoche nahm den Ball aus kurzer Distanz volley, bezwang Eintracht-Keeper Kevin Trapp. Jedoch nicht Djibril Sow, der auf der Linie rettete (1.). Im Gegenzug hatte auch die Eintracht ihre erste Chance - und machte ihr erstes Tor. Sow legte links zu Filip Kostic, der passte flach in die Mitte und da brauchte Goalgetter André Silva nur noch aus wenigen Metern zum 1:0 eindrücken (2.).

Union allerdings schlug eiskalt zurück und konnte nur fünf Minuten später ausgleichen. Julian Ryerson kam links in den Strafraum, bei einem Zweikampf ging Gegenspieler Mokoto Hasebe zu Boden, der Ball kam zu Max Kruse - und der Ex-Nationalspieler schoss aus 14 Metern unhaltbar rechts unten zum 1:1 ein (7.). Die Eisernen blieben dran, machten Druck - und hatten erneut Pech. Nach einer Ecke köpfte Marvin Friedrich, Joel Pohjanpalo nahm den anfliegenden Ball aus zwei Metern volley und scheiterte erneut an Sow, der wieder auf der Linie klärte (21.).

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Union hatte die Chancen, doch der Ball landete erneut im Tor der Gäste - und zwar durch den eigenen Mann. Robert Andrich wollte bedrängt zu Keeper Andreas Luthe zurückspielen, doch der war ihm entgegen gekommen und stand deshalb nicht im Tor. Die Eintracht durfte sich über das Eigentor zum 2:1 freuen. Und plötzlich drehten die Frankfurter so richtig auf. Konter über Daichi Kamada, tolles Zusammenspiel zwischen Kostic und Silva, dann schoss der starke Linksfuß zum 3:1 ein (39.).

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André Silva macht das 1:0 - der Portugiese muss nur noch den Fuß hinhalten - KAI PFAFFENBACH/POOL/AFP via Getty Images

Gleich danach das 4:1 wieder durch Silva nach einer überragenden Passstafette vor dem Strafraum (41.). Die Eintracht hatte innerhalb von sieben Minuten dreimal getroffen. Für Silva war es der sechste Doppelpack in dieser Saison und sein 21. Saisontreffer. Aber Union hatte sich noch nicht aufgegeben und kam kurz vor dem Pausenpfiff noch einmal heran. Erneut war es Kruse, der diesmal per Kopf zum 2:4 traf (45.+3).

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Nach der Pause wurde das Spiel deutlich ruhiger. Die Eintracht ging nicht mehr das hohe Tempo, Union bemühte sich um Ergebniskorrektur, kam aber zunächst nicht gefährlich vor das Tor. Bis Pohjanpalo nach tollem Zuspiel von Kruse völlig frei vor Trapp auftauchte, jedoch an dem Keeper scheiterte (61.). Danach wurden die Gäste wieder offensiver und probierten es aus allen Lagen. Am Ende hatten sie 24 Torschüsse abgegeben.

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Kostic freut sich: Der Linksfuß der Eintracht hat das 3:1 erzielt und auch schon einen Treffer vorbereitet - Jan Huebner via www.imago-images.de/imago images/Jan Huebner

Ins Tor wollte aber keiner mehr gehen. Selbst der Schuss von Andrich landete kurz vor dem Abpfiff nur an der Latte (90.). Stattdessen erhöhte die Eintracht noch auf 5:2. Nach einem schlimmen Ballverlust von Knoche im eigenen Strafraum legte Steven Zuber für Timothy Chandler auf, der für den Endstand sorgte.

Doppelter Jubel: André Silva freut sich über seinen Doppelpack - KAI PFAFFENBACH/POOL/AFP via Getty Images

Spieler des Spiels: André Silva

André Silva erzielte zwei der fünf Frankfurter Tore selbst und legte ein weiteres vor. Seine insgesamt 21 Saisontreffer sind schon jetzt die zweitbeste Ausbeute eines Frankfurters in der Bundesliga; einzig Bernd Hölzenbein traf in einer Spielzeit häufiger (26 Mal in der Saison 1976/77).