
Die Trainerstimmen zum 33. Spieltag
Das sagen die Coaches zum Bundesliga-Wochenende: Alle Stimmen in der Übersicht.
1. FSV Mainz 05 - 1. FC Union Berlin 1:3
Urs Fischer (Mainz): "Eine gute Halbzeit reicht in der Bundesliga einfach nicht. Ich glaube, wenn man ein Ziel erreicht hat, gibt es einen gewissen Spannungsabfall. Die Jungs standen drei, vier Monate unter Dauerstrom. Diese Spannung wieder aufzubauen, ist nicht so einfach. Wenn wir laufen, Intensität haben und Aggressivität auf den Platz bekommen, sieht es anders aus."
Marie-Louise Eta (Union): "Natürlich sind wir sehr, sehr glücklich, dass wir heute hier in keinem einfachen Spiel so eine gute Leistung gezeigt haben und die Jungs sich am Ende auch mit einem Sieg belohnen konnten. Wir hatten uns vorgenommen, mutig zu sein. Man freut sich, man will Spiele gewinnen – das war schon immer so und das war auch heute so. Einfach schön die Art und Weise, mit der wir das heute ziehen konnten. Pure Freude!"
1.FC Köln - 1. FC Heidenheim 1:3
René Wagner (Köln): "Wir haben es nicht geschafft, in den entscheidenden Momenten da zu sein. Wir konnten heute nicht immer dagegen halten. Wir müssen uns da verbessern, wenn der Gegner um alles spielt. In diesen Partien müssen wir auch Vollgas geben."
Frank Schmidt (Heidenheim): "Das 2:1 war der Schlüssel, im zweiten Durchgang waren wir dann die klar bessere Mannschaft, weil wir immer dran geblieben sind. Wir standen defensiv stabil und haben verdient gewonnen. Ich habe es gesagt: Wenn uns das gelingt, hier beim 1. FC Köln zu gewinnen, dann haben wir richtig Bock aufs Saison-Finale! Uns wird nichts geschenkt, geschenkt wollen wir auch nichts! Wir glauben daran, dass wir am Ende auch diesen 16. Platz erreichen können."
Hamburger SV - Sport-Club Freiburg 3:2
Merlin Polzin (Hamburg): "Baka ist ein ganz, ganz toller Mensch, der viel erlebt hat und die Raute im Herzen trägt. Solche Geschichten schreibt nur der Fußball. Wenn du dem Prozess vertraust und hart arbeitest, kannst du solche Momente erleben. Vuškovićs Tor ist Teil dieses Spiels mit vielen kleinen Geschichten – ob unsere Debütanten, die Unterstützung, Luka und Fábio mit vielleicht ihren letzten Auftritten im Volkspark oder Fabio Baldé: Treffer, Hamburger Jung, kommt aus dem LEZ – ein gelungener Tag für uns alle."
Julian Schuster (Freiburg): "Ich glaube, es muss schon unser Anspruch sein, dass wir – losgelöst davon, was am Donnerstag war – hier eine andere Leistung zeigen. Das müssen wir uns vorwerfen, dass wir das nicht geschafft haben, und das ist gleichzeitig auch ein Lernfeld. Wer jetzt nicht heiß ist, bei dem stimmt dann irgendetwas nicht. Ich bin in keiner Weise zufrieden heute mit der Leistung."

VfL Wolfsburg - FC Bayern München 0:1
Dieter Hecking (Wolfsburg): "Wir haben eine Mannschaft gesehen, die an sich glaubt. Für das Gefühl ist das ein gutes Spiel, das nehme ich auch sehr gerne mit. Wir können auch vieles mitnehmen was Energie, Intensität, Disziplin und das Spiel mit sowie ohne Ball angeht."
Vincent Kompany (Bayern): "Wir haben gegen eine Mannschaft gespielt, die dazu bereit war, alles dafür zu tun dieses Spiel zu gewinnen. Es ist schwierig in einer zweiten Halbzeit rauszukommen und es viel besser zu machen. Genau das hat die Mannschaft gemacht. Deswegen würde ich sagen 'Respekt' dafür, wie die Mannschaft reagiert und in der zweiten Halbzeit eine bessere Leistung gezeigt hat."
Ole Werner (Leipzig): "Ich glaube, es ist nicht selbstverständlich, einen Spieltag vor Ende dieses Ziel erreicht zu haben; sagen zu können, dass man sicher Dritter ist und vielleicht sogar noch einen Punkterekord erreichen kann. Das ist unser Ziel für das letzte Spiel. Der Verein ist wieder da, wo er sich selbst sieht und wo er hingehört. Wir haben in der ersten Halbzeit ein bisschen den Faden verloren. Deswegen war es entscheidend für uns, das Spiel über Standardsituationen zu öffnen. Das hat uns Sicherheit gegeben."
Alexander Blessin: "Die Moral war gut. Das ist genau der Ansatz, den wir auch nächste Woche wieder zeigen müssen. Wir haben das Spiel in Etappen eingeteilt. Wir wollten die ersten Minuten überstehen und dann immer mehr Mut fassen. Das ging gut auf. Wir sind von Minute zu Minute sicherer geworden. Es sind kleine Nuancen, die wehtun. Wir hätten sie bestrafen können und es wäre nicht unverdient gewesen. Wir haben gegen Wolfsburg alles in der Hand."
VfB Stuttgart - Bayer 04 Leverkusen 3:1
Sebastian Hoeneß: "Es war ein wichtiges, aber ein nicht so einfaches Spiel. Wenn du nach 34 Sekunden zurückliegst, dann ist das ein Brett. Zur Halbzeit waren wir in Führung, und ich denke, das war auch verdient. Wir haben das gezeigt, was du zeigen musst in solchen Spielen: Leidenschaft pur. Ein paar Spieler sind fast über sich hinausgewachsen. Es war eine Teamleistung, die wollten wir zeigen, und das freut mich."
Kasper Hjulmand: "Gratulation an den VfB zum Sieg, der insgesamt auch verdient ist. Wir sind enttäuscht – erst recht, weil wir sehr gut begonnen hatten. In der zweiten Halbzeit hat Stuttgart körperlich gegen uns gewonnen. Zwar haben wir die Qualifikation für die Champions League nicht mehr in der eigenen Hand, die Hoffnung stirbt im Fußball jedoch zuletzt."

FC Augsburg - Borussia Mönchengladbach 3:1
Manuel Baum (Augsburg): "Die Überschrift für das Spiel war: Attacke. Wir wollten den Gegner, den Ball, das gegnerische Tor attackieren. Ich finde, wir haben eine gute Attacke über 90 Minuten gefahren. Ich glaube, es war schön anzuschauen, bei diesem Wetter, letztes Heimspiel – was gibt es Schöneres? Wir haben eine gute Kultur in der Kabine und können die Werte, für den der Verein steht, gut übersetzen. Wenn man das hinkriegt, dann ist alles möglich. Vielleicht sogar am 34. Spieltag Europa."
Eugen Polanski (Gladbach): "Ich glaube, dass es sehr wichtig war, den ersten Schritt zu gehen und den Klassenerhalt zu schaffen. Jetzt will ich unbedingt den zweiten Schritt schaffen: Diese Mentalität in die Mannschaft zu kriegen, dass es nicht angenehm ist, gegen Borussia Mönchengladbach zu spielen. Ich glaube, heute war es eher angenehm, gegen uns zu spielen, weil wir keinem wehgetan haben. Das muss sich schleunigst ändern."
TSG Hoffenheim - SV Werder Bremen 1:0
Christian Ilzer (Hoffenheim): "Der Matchplan war nach drei Minuten ein anderer, aber wir haben uns damit auseinandergesetzt, weil wir die Situation aus dem vergangenen Spiel kannten. Bremen hat es mit sehr viel Energie verteidigt. Sie sind statistisch gesehen das stärkste Team im kollektiven Verteidigen und eines der besten Konterteams. Deshalb wussten wir, dass es kein leichter Nachmittag wird, auch in Überzahl. Es war ein Zittern bis zum Schluss. Wir haben unser Halbfinale gewonnen, jetzt wartet in Gladbach das Finale."
Daniel Thioune (Bremen): "Trotz der Unterzahl hat sich der Matchplan nicht unbedingt verändert, weil wir kompakt stehen wollten. Dennoch hätten wir mit einem Spieler mehr besser ins Spiel gefunden. Leider ist es uns nicht gelungen, die zahlreichen Kontermöglichkeiten erfolgreich abzuschließen. Nach dem Vortrag ist mir jedoch nicht bange, wenn ich auf die nächste Woche blicke."
Borussia Dortmund - Eintracht Frankfurt 3:2
Niko Kovač (Dortmund): "Wir sind nicht gut in die Partie gekommen. Nach 15 Minuten haben wir dann aber das Heft des Handels in die Hand genommen, waren energisch und aggressiv. Das hat mir gefallen. Am Ende haben wir die Qualitäten in der Offensive so ein Spiel für uns zu entscheiden. Wir haben verdient gewonnen, obwohl die Eintracht sicher kein schlechtes Spiel gemacht hat. Ich bin stolz auf die Mannschaft, wir haben eine tolle Bundesliga-Saison gespielt."
Albert Riera (Frankfurt): "Die Jungs haben heute alles gegeben, haben eine Reaktion gezeigt. Die Führungsspieler sind vorneweg gegangen, die jungen Spieler sind gefolgt. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, wir waren lange kompakt, das Team hat die vorgebene Taktik umgesetzt. Am Ende hat die individuelle Qualität der Dortmunder das Spiel entschieden."











