08.05. 18:30
09.05. 13:30
09.05. 13:30
09.05. 13:30
09.05. 13:30
09.05. 16:30
10.05. 13:30
10.05. 15:30
10.05. 17:30
Anzeige
Stuttgart glänzt in Dortmund, Union gegen die Bayern, Leverkusen ist neuer Tabellenführer
Stuttgart glänzt in Dortmund, Union gegen die Bayern, Leverkusen ist neuer Tabellenführer - © /
Stuttgart glänzt in Dortmund, Union gegen die Bayern, Leverkusen ist neuer Tabellenführer - © /
bundesliga

11. Spieltag im Fokus: Darüber spricht die Bundesliga

xwhatsappmailcopy-link

Bayer 04 Leverkusen ist neuer Tabellenführer der Bundesliga, der VfB Stuttgart liefert eine Gala-Vorstellung bei Borussia Dortmund ab und Union Berlin überrascht mit einem Punkt gegen Rekordmeister FC Bayern - diese Themen stehen am 11. Bundesliga-Spieltag im Fokus.

1) Union sorgt gegen Bayern für Überraschung

Beim offiziellen Fantasy Manager jeden Spieltag attraktive Preise gewinnen!

"Die Bayern waren heute schlagbar", sagte Grischa Prömel, der Torschütze der Köpenicker beim 1:1 gegen den FC Bayern München. Und diese freche Aussage des Mittelfeldspielers vom 1. FC Union Berlin zeugt vom neuen Selbstvertrauen der Eisernen: Das Team von Trainer Urs Fischer stand stabil in der Defensive und nutzte mit präzisen und scharfen Pässen in die Tiefe immer wieder aus, dass die Bayern derart hoch stehen. Allein Taiwo Awoniyi vergab zwei Hochkaräter.

"Die Möglichkeiten zum Sieg wären da gewesen, wir waren aber ein bisschen zu unpräzise und zu unruhig", sagte Fischer über sein Team. "Am Ende hatten die Bayern ja auch noch Chancen zum 2:1. Mit dem Punkt bin ich daher mehr als zufrieden", sagte der Schweizer. Die Hauptstädter bleiben somit Sechster, haben nun schon 17 Zähler auf dem Konto - nur zwei weniger als der BVB!

1:1! Union Erkämpft sich ein Remis gegen die Bayern

"Union ist eine sehr schwer zu bespielende Mannschaft, ihre Konter waren sehr gefährlich", sagte Manuel Neuer über die Köpenicker. Am Ende habe seine Mannschaft einen möglichen Sieg verpasst: "Wir konnten am Ende leider nicht mehr den Lucky Punch setzen." Neuers Gegenüber Andreas Luthe hielt mit einer überragenden Parade nach einem Kopfball von Leroy Sane in der 90. Minute das Remis fest.

Durch die Punkteteilung bleibt der FC Bayern vorläufig an der Tabellenspitze: 24 Zähler haben die Münchner. RB Leipzig ist punktgleich, Bayer 04 Leverkusen könnte mit einem Sieg gegen Hoffenheim allerdings noch vorbeiziehen.

Bundesliga Match Facts: xGoals und TorwahrscheinlichkeitWir erklären euch hier, wie der xGoals-Wert und die Torschwahrscheinlichkeit genau ermittelt werden und welche Aussagekraft sie haben in Bezug auf Spiele und Spieler.

2) Leipzig vergoldet seine Super-Woche

Im offiziellen Tippspiel Woche für Woche Gewinne sichern!

RB Leipzig hat seine Hammer-Woche mit einem souveränen Sieg gegen Werder Bremen vergoldet. Nach dem 3:3 in München und dem fulminanten "Gruppen-Finale" in der Champions League gegen Manchester United feierte das Team von Julian Nagelsmann gegen die Norddeutschen einen nie gefährdeten Sieg. Die Gäste hatten gehofft, möglicherweise müde Sachsen in der Anfangsphase auf dem falschen Fuß zu erwischen. Abgesehen von einem abgeblockten Möhwald-Schuss (2.) ließ die Abwehr um den gegen Manchester gelbgesperrten Dayot Upamecano aber nichts zu.

Am anderen Ende verwandelte Marcel Sabitzer einen Foulelfmeter eiskalt zur 1:0-Führung, Dani Olmo legte nach feiner Kombination noch vor der Pause das 2:0 nach - die frühe Vorentscheidung gegen Bremer, die den Leipzigern offensiv nichts entgegenzusetzen hatten. Die Kraft und Konzentration, die Sabitzer und Co. nach einer solchen Woche an den Tag legten, ist bemerkenswert. Umso mehr vor dem Hintergrund, dass die CL-Teams und Konkurrenten aus Dortmund und Gladbach in den Parallelspielen jeweils Federn ließen.

"Bis jetzt bin ich mit dem Tagesverlauf ganz zufrieden", grinste Nagelsmann nach dem Spiel schelmisch in der Gewissheit, dass seine Mannschaft die Dreifachbelstung super wegsteckt: Im sechsten Spiel im Anschluss an einen internationalen Auftritt feierte RB den vierten Sieg. Damit unterstreichen die "Bullen" ihren Anspruch auf die zweite Herbstmeisterschaft in Folge.

3) "Junge Wilde" des VfB glänzen beim BVB - der trennt sich von Favre

Thomas Hitzlsperger teilte seine Freude auf Twitter mit der ganzen Welt: "Ich könnt Konfetti kotzen, so happy bin ich über das, was ich gerade sehen durfte", kommentierte der Vorstandsvorsitzende des VfB Stuttgart leicht undiplomatisch. Was "Hitz" gesehen hatte, erklärte allerdings die Euphorie des ehemaligen Nationalspielers. Mit 5:1 hatte der Aufsteiger soeben bei Borussia Dortmund gewonnen und im Signal Iduna Park einen Auswärtsauftritt vom Allerfeinsten gezeigt. Ein historisch starkes Spiel der Schwaben: Erstmals erzielte der VfB fünf Tore in Dortmund, es war der erste Sieg der Stuttgarter beim BVB seit Februar 2007.

Nach allen Regeln der Kunst hatte die Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo Borussia Dortmund auseinander geschraubt und einen auch in der Höhe verdienten Kantersieg auf fremdem Platz eingefahren. Silas Wamangituka hatte den Außenseiter per Foulelfmeter in Führung geschossen (26.), der durch Giovanni Reynas Ausgleichstreffer (39.) hergestellte 1:1-Halbzeitstand war für den BVB absolut schmeichelhaft.  Einzig Dortmunds Torwart Roman Bürki verhinderte weitere Gegentore vor dem Seitenwechsel. Die fielen dann allerdings in der zweiten Hälfte: Erst machte Silas seinen zweiten Doppelpack en suite perfekt (53.), danach stellten Tanguy Coulibaly (60.) und Philipp Förster (63.) die Weichen Richtung viertem Auswärtssieg der Stuttgarter. Den Endstand machte dann der eingewechselte Nicolas Gonzalez in der Nachspielzeit perfekt (90.+1).

5:1 in Dortmund: "Junge Wilde 2.0" entzaubern den BVB

"Ich bin stolz auf die Leistung der Mannschaft. Wir wollten uns auch ein Stück beweisen, dass wir für ein Top-Team wie Dortmund nicht nur ein unangenehmer Gegner sein, sondern auch gewinnen können", erklärte VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo nach der Partie. Das ist dank der "Jungen Wilden 2.0" um den überragenden Doppeltorschützen Silas Wamangituka aufgegangen - mit der zweitjüngsten Startelf seiner Bundesliga-Historie (23,37 Jahre im Schnitt) schwang sich der Aufsteiger zur besten Auswärtsmannschaft der Liga auf. Kein Grund allerdings für größere Euphorie, befand Matarazzo: "Aktuell sind wir auf einem guten Weg. Wir sollten aber auf dem Boden bleiben und jedes Spiel demütig angehen, mit dem Respekt vor dem Gegner, aber auch mit der Überzeugung von den eigenen Qualitäten", machte der Erfolgscoach klar.

Der BVB zog aus der Niederlage Konsequenzen und stellte am Sonntag Trainer Lucien Favre frei. Der bisherige Co-Trainer Erdin Terzic wird das Team bis zum Saisonende betreuen. "Es fällt uns schwer, diesen Schritt zu gehen. Gleichwohl sind wir der Meinung, dass das Erreichen unserer Saisonziele aufgrund der zuletzt negativen Entwicklung in der gegenwärtigen Konstellation stark gefährdet ist und wir deshalb handeln müssen", erklärte Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc.

Wamangituka ist der Rookie des Monats NovemberIhr habt gewählt: Silas Wamangituka vom VfB Stuttgart gewinnt den Rookie of the Month Award powered by AWS im November. Der 21-Jährige Argentinier setzte sich gegen Maxence Lacroix vom VfL Wolfsburg und Ryan Sessegnon von der TSG Hoffenheim durch.

4) Köln gewinnt das Kellerduell

Der Aufwärtstrend des 1. FC Köln setzte sich auch am 11. Bundesliga-Spieltag fort! Im "Kellerduell" gegen den 1. FSV Mainz 05 erarbeitete sich die Mannschaft von Markus Gisdol einen 1:0-Auswärtssieg – Elvis Rexhbecaj sorgte für das Tor des Tages und den zweiten Kölner Saisonsieg. Für die "Geißböcke" bedeutet der Sieg gegen Tabellennachbarn Mainz nicht nur den dritten Punktgewinn in Folge, sondern auch etwas Beruhigung – mit zehn Zählern auf der Habenseite trennen die Kölner nun fünf Punkte von Platz 17.

Mit viel Willen und Moral brachten die Gäste den Sieg in Mainz über die Ziellinie, nachdem die Hausherren nach einer Gelb-Roten-Karte für Ondrej Duda in der Schlussphase in Überzahl noch einmal den Druck merklich erhöht hatten. Gleich mehrere Ausgleichschancen ließen die Rheinhessen ungenutzt oder scheiterten am stark parierenden Timo Horn. Am Ende stand beim FC auch dank des Torhüters erstmals seit Februar wieder hinten die Null. "Ich hab auf jeden Fall ein paar graue Haare mehr - und das als 23-Jähriger", kommentierte Torschütze Rexhbecaj die nervenaufreibende aber aus Kölner Sicht schließlich erfolgreiche Schlussphase.

"Wir haben mit viel Energie die drei Punkte geholt. Jetzt fahren wir glücklich nach Hause", zeigte sich auch Trainer Gisdol zufrieden mit seiner Mannschaft. Der Auswärtsdreier dürfte den Domstädtern weiteren Auftrieb verpassen – und der kann auch sicher nicht schaden. Am Mittwochabend kommt es in der englischen Woche am 12. Bundesliga-Spieltag bereits zum Aufeinandertreffen mit Bayer 04 Leverkusen – die "Werkself" ist seit Wochen in Topform. " Wir müssen weiter konzentriert arbeiten", mahnt der Kölner Trainer. Es dürfte das nächste spannende Duell werden.

5) Tabellenführer Leverkusen vor packendem Jahresabschluss

Ebenso unbedarft wie unauffällig ist Bayer 04 Leverkusen an die Spitze der Bundesliga geklettert. Die Werkself ist neben dem VfL Wolfsburg das einzige noch ungeschlagene Team, hat aber neben dem FC Bayern und RB Leipzig die meisten Spiele gewonnen (7). Zum Abschluss des 11. Spieltags unterstrich die Werkself abermals die starke Form und bezwang die ebenfalls stark spielende TSG 1899 Hoffenheim mit 4:1 (2:0).

Dabei zeigte sich die Mannschaft von Trainer Peter Bosz facettenreich: Zunächst ließ sie sich nicht von der frühen Hoffenheimer Chance beirren, sondern erzielte bereits nach drei Minuten den ersten Treffer. Leon Bailey war es, der dem Tor in der 4. Minute wenig später das zweite folgen ließ (27.). Youngster Florian Wirtz war es schließlich, der in der 55. Minute nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer von Christoph Baumgartner (50.) den Zwei-Tore-Vorsprung wiederherstellte. Lucas Alario traf in der Nachspielzeit per Handelfmeter.

Dass Bayer 04 die Liga anführt, ist eine überaus positive Überraschung. Schließlich musste die Werkself sowohl Superstar Kai Havertz als auch Torjäger Kevin Volland ersetzen. Das ist offenbar gut gelungen. Und so steht Leverkusen ein packender Jahresabschluss bevor. Zunächst geht es unter der Woche zum Derby beim 1. FC Köln, am 13. Spieltag steigt in der BayArena das Spitzenspiel gegen den FC Bayern.