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Lucky Punch in letzter Sekunde: Mainz 05 spielt 1:1 gegen Hertha BSC

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Der 1. FSV Mainz 05 hat sich in buchstäblich letzter Sekunde mit 1:1 (1:0) von Hertha BSC getrennt. Für den Hauptstadtclub traf Lucas Tousart per Kopf in Hälfte eins (30.), Anthony Caci glich erst in der Nachspielzeit aus (90.+4).

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Das zwischenzeitliche 1:0 für den BSC: Herthas Lucas Tousart nickt ihn rein - IMAGO/Jan Huebner/IMAGO/Jan Huebner

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FSV-Cheftrainer Bo Svensson reagierte auf die Ausfälle von Alexander Hack (Rotsperre) und Jonathan Burkardt (verletzt) und brachte Edimilson Fernandes und Jae-sung Lee. Bei den Herthanern wechselte Chefcoach Sandro Schwarz im Vergleich zum 2:2 gegen Leverkusen einmal mit Jean-Paul Boetius für Suat Serdar (Infekt). Unterdessen feierte der erst 18-jährige Keeper Robert Kwasigroch bei den Hauptstädtern sein Bundesliga-Kaderdebüt.

Erstmals wurden die "05er" im eigenen Haus durch Karim Onisiwo gefährlich, der aus spitzem Winkel aber den rechten Fuß von Marc-Oliver Kempf anschoss. Der Innenverteidiger knickte dabei auch noch unglücklich um, konnte aber zunächst weiterspielen (9.). Die Mainzer begannen in der Anfangsviertelstunde mit 71 Prozent der Spielanteile. Ein Schuss aufs Tor war beiden Teams bis zur 28. Minute nicht vergönnt. Erst dann setzte mal Herthas Chidera Ejuke ein Ausrufezeichen, indem er nach einem durchgerutschtem Diagonalpass von Jonjoe Kenny zentral vor dem Sechzehner abdrückte - das Leder strich einen Meter am linken Pfosten vorbei.

Fantasy Heroes: Anthony Caci (11 Punkte) | Lucas Tousart (9) | Chidera Ejuke

Tousart nickt zur Führung ein

Kurz darauf zappelte es aber im Netz des FSV: Hertha BSC attackierte hoch, Mainz konnte anschließend eine Flanke von Marvin Plattenhardt durch Maxim Leitsch nur unzureichend vor die Füße von Ejuke klären. Der in Hälfte eins auffällige Nigerianer bat Widmer zum Tanz und flankte nach zwei Übersteigern punktgenau ins Zentrum auf den Kopf von Lucas Tousart, der blank zur Führung einköpfte (1:0, 30.). Drei seiner vier Bundesliga-Tore erzielte der Franzose zu einer 1:0-Führung, ebenfalls drei von vier per Kopf. Ejuke steuerte seine zweite Torvorlage in dieser Saison bei - in 2022/23 kam bis dato kein anderer Herthaner auf mehr als einen Assist. Die 05er kassierten indes ihren ersten Gegentreffer per Kopf in dieser Spielzeit.

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Das Team von Sandro Schwarz erledigte auch defensiv seine Hausaufgaben größtenteils mit Bravour, gewann zudem die Mehrzahl der Zweikämpfe in Halbzeit eins. Es hätte noch besser laufen können, wenn Ejuke nach einem Querpass entlang der Strafraumkante von Dodi Lukebakio Robin Zentner überwunden hätte. Der FSV-Keeper parierte glänzend gegen den Offensivmann. Widmer verteidigte erneut zu zögerlich (41.).

Mit einer verdienten Führung für die Hertha ging es in Abschnitt zwei, den Kempf nicht mehr bestritt. Der Innenverteidiger blieb verletzungsbedingt draußen, Marton Dardai rückte rein. Zu Beginn hatten die Gäste Glück, dass Plattenhardt nach einem Tritt gegen Fernandes oberhalb des Knöchels nicht mit Rot vom Platz gestellt wurde (49.). Kurze Zeit später nahm Schwarz seinen Schützling aber vom Rasen - zu groß war die Gefahr einer Gelb-Roten Karte. Maximilian Mittelstädt ersetzte ihn positionsgetreu (55.).

Zwischen Mainz und Hertha geht es ordentlich zur Sache - IMAGO/Jan Huebner/IMAGO/Jan Huebner

Caci in letzter Sekunde

Im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit gelang beiden Teams offensiv zu wenig Konstruktives. Hertha verteidigte einige Mainzer Angriffe weg, brachte ihrerseits aber keinen Abschluss mehr aufs Tor. Den Rheinhessen fehlte lange die letzte Konsequenz im Angriff. Stattdessen wurde die Partie zunehmend hitziger, viele Fouls und Gelbe Karten bestimmten das Geschehen. Mainz wurde erst in der 80. Minute wieder deutlich gefährlicher durch Aymen Barkok, dem das Leder aber etwas über den Schlappen rutschte.

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Die Passivität der Berliner sollte sich rächen: Schiri Frank Willenborg ließ vier Minuten nachspielen und die Hausherren sollten den Ball noch mal hoch und weit in den Sechzehner schlagen. Dieser rutschte links für Lee durch. Der Südkoreaner machte das Spielgerät noch mal scharf für Onisiwo, der die Kugel wieder nach links köpfte. Dort rauschte der eingewechselte Anthony Caci heran und traf den Ball humorlos aus der Luft rechts unten ins Tor - Lucky Punch (1:1, 90.+4)! Mainz verdiente sich mit 7:0 Torschüssen nach der Pause und 0,7 zu 0,4 xGoals den Punkt. Hertha bleibt trotz des verpassten Dreiers seit drei Spielen ungeschlagen, holt dabei passable fünf Punkte.

Spieler des Spiels: Anthony Caci

Mit seinem zweiten Torschuss in der Bundesliga gelang Caci sein erstes Bundesliga-Tor. Beide Torschüsse gab er in der Nachspielzeit gegen Hertha ab.