
Pokal: Freiburg nach Elfer-Krimi bei der Hertha im Halbfinale!
Der SC Freiburg hat das DFB-Pokal-Viertelfinale bei Hertha BSC im Sehnsuchtsort Olympiastadion in einer dramatischen Entscheidung 5:4 i. E. (1:1, 1:1, 0:0, 0:0) gewonnen. In der Verlängerung brachte Yuito Suzuki Freiburg in Führung (96.), Fabian Reese glich aber schnell aus (104.). Im Elfmeterschießen parierte Florian Müller schließlich gegen Michaël Cuisance und Pascal Klemens.
Im Viertelfinale des DFB-Pokals trafen Hertha BSC und der SC Freiburg im Berliner Olympiastadion aufeinander. Während die Breisgauer als Bundesligist als Favorit galten, hofften die Hertha-Fans auf den nächsten Schritt in Richtung eines möglichen Heimfinales. Die Berliner mussten auf den verletzten Deyovaisio Zeefuik verzichten, dafür rückte Julian Eitschberger in die Startelf. Auch Márton Dárdai und Dawid Kownacki waren neu dabei. Bei Freiburg stand Pokaltorhüter Florian Müller zwischen den Pfosten, außerdem begannen Philipp Treu, Jordy Makengo, Yuito Suzuki und der ehemalige Herthaner Derry Scherhant.
Berliner Führungstor aberkannt
Die Partie begann mit einer frühen Chance für Yuito Suzuki, dessen Distanzschuss über das Tor ging. Kurz darauf kam Marten Winkler nach einer Flanke von Julian Eitschberger zum Kopfball, verfehlte aber knapp das Ziel. In der 7. Minute jubelte das Olympiastadion kurzzeitig: Nach einer kurz ausgeführten Ecke flankte Michaël Cuisance, den Kopfball von Dawid Kownacki konnte Müller noch abwehren, aber Fabian Reese schob ein. Der Treffer zählte jedoch nicht, da Eitschberger im Abseits stand und aktiv ins Spielgeschehen eingegriffen hatte. Nach 20 Minuten übernahmen die Freiburger mehr Kontrolle und kamen durch Derry Scherhant zu einer großen Chance, doch Tjark Ernst parierte stark. Auch Suzuki und Beste scheiterten am gut aufgelegten Hertha-Keeper. Kurz vor der Pause hatte Gechter nach Flanke von Reese noch eine Kopfballchance, doch Müller konnte parieren.
Defensive Stabilität auf beiden Seiten
In der zweiten Hälfte neutralisierten sich beide Teams weitgehend. Die Berliner starteten aktiver, ohne jedoch klare Chancen herauszuspielen. Auf der anderen Seite versuchte es Maximilian Eggestein aus guter Position, zielte aber neben das Tor. In der 63. Minute brachte Freiburgs Trainer Julian Schuster mit Vincenzo Grifo für Scherhant frische Offensivkraft. Der eingewechselte Grifo sorgte sofort für Gefahr, fand aber in Ernst seinen Meister. Hertha-Coach Stefan Leitl reagierte und brachte Josip Brekalo und Luca Schuler für Winkler und Kownacki. Die beste Chance der zweiten Hälfte hatte Grifo kurz vor Schluss, sein Schuss aus guter Position verfehlte jedoch das Ziel. In der 90. Minute bekam Freiburg noch einen vielversprechenden Freistoß, nachdem Leistner für ein Foul an Treu die Gelbe Karte sah. Grifos Versuch prallte jedoch von der Mauer ab, und Bestes Nachschuss ging vorbei. So ging es mit 0:0 in die Verlängerung.
Dramatik in der Verlängerung und vom Punkt
Die Verlängerung begann mit einer starken Parade von Müller gegen Cuisance, der nach Vorlage von Eitschberger zum Abschluss kam. Kurz darauf profitierte Yuito Suzuki von einem fatalen Fehler in der Hertha-Abwehr: Gechter spielte einen Rückpass direkt in den Laufweg des Japaners, der Ernst keine Chance ließ und zum 1:0 traf (96.). Die Berliner zeigten jedoch Moral und kamen in der 104. Minute zum Ausgleich: Fabian Reese traf mit einem Traumschuss in den linken Torwinkel zum 1:1. Da keine weiteren Tore fielen, musste das Elfmeterschießen entscheiden. Dort verwandelten Grifo, Ginter, Eggestein, Höler und Suzuki für Freiburg, während Reese, Schuler, Brekalo und Seguin für Hertha trafen. Müller hielt gegen Cuisance, Manzambi scheiterte für Freiburg, und schließlich parierte Müller auch den entscheidenden Elfmeter von Pascal Klemens. Damit zog der SC Freiburg ins Halbfinale ein.
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