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Spektakuläres 1:1 zwischen dem 1. FC Köln und RB Leipzig

In einem spektakulären Topspiel des 5. Spieltags haben sich der 1. FC Köln und RB Leipzig 1:1 (0:0) getrennt. Anthony Modeste (53.) brachte die "Geißböcke" in Führung, die Gäste konterten mit einem Treffer von Amadou Haidara (71.). Darüber hinaus boten sich beiden Seiten bei einem Offensivfeuerwerk eine Vielzahl an Chancen, um noch mehr Tore zu erzielen.

Bundesliga Match Facts

Vor 25.000 Zuschauern im RheinEnergieStadion wechselte Steffen Baumgart die Anfangsformation des 1. FC Köln im Vergleich zum 1:1 in Freiburg auf vier Positionen: Ondrej Duda ersetzte den gesperrten Florian Kainz, dazu rückten Luca Kilian, Ellyes Skhiri und Jan Thielmann (für Jorge Mere, Salih Özcan und Sebastian Andersson) in die Startelf. Auch bei RB Leipzig, unter der Woche in der Champions League gefordert, gab es einige Veränderungen: Im Vergleich zum 1:4 gegen den FC Bayern am vergangenen Wochenende tauschte Gäste-Coach Jesse Marsch sein Team auf drei Positionen (Amadou Haidara, Lukas Klostermann und Josko Gvardiol für Konrad Laimer, Nordi Mukiele und Angelino).

Fantasy Heroes: Dominik Szoboszlai (15), Josko Gvardiol (14), u.a. Timo Horn (13)

Unter den Augen von Bundestrainer Hansi Flick entwickelte sich schnell ein offensiver Schlagabtausch allererster Güteklasse: Dominik Szoboszlai traf in einer wilden Anfangsphase für Leipzig, stand dabei allerdings hauchdünn im Abseits (5.). Danach schoss Christopher Nkunku aus der Distanz an den Pfosten (8.), auf der Gegenseite scheiterte Duda mit einer spektakulären Direktabnahme am Aluminium (11.). Die Partie blieb intensiv und reich an Höhepunkten: Szoboszlai prüfte mit einem Freistoß aus 20 Metern Kölns Keeper Timo Horn (18.).

In diesem Rhythmus ging es praktisch bis zum Seitenwechsel weiter: Szoboszlais Schuss wurde neben das Tor abgefälscht (25.). Mark Uth traf auf Zuspiel von Anthony Modeste zur vermeintlichen Kölner Führung, doch der Franzose stand zuvor im Abseits (37.). Die Gastgeber präsentierten sich gegen den Champions-League-Teilnehmer in der Schlussphase der ersten Hälfte mindestens ebenbürtig, FC-Kapitän Jonas Hector kam mit einem Linksschuss nicht an Leipzigs Torwart Peter Gulacsi vorbei (45.).

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Die wilde Fahrt ging auch nach dem Seitenwechsel weiter: Klostermann verzog nach einer Ecke nur knapp (50.), Duda scheiterte mit einem Abschluss aus dem Dribbling an Gulasci (50.). Dann wurde es noch turbulenter: Modeste traf nach Dudas Traumpass aus Abseitsposition (51.), drei Minuten später war der Kölner Angreifer erneut erfolgreich. Diesmal zählte der Treffer jedoch nach intensiver Überprüfung von Schiedsrichter Brych, der dafür in die Review Area ging (53.). 1:0 Köln - das vierte Saisontor des Franzosen.

Amadou Haidara köpft zum 1:1 für Leipzig in Köln ein - Bjoern Reichert via www.imago-images.de/imago images/Jan Huebner

Nun folgte ein Sturmlauf der Sachsen, die den Ausgleich mit der Brechstange erzwingen wollten: Der eingewechselte Emil Forsberg scheiterte zunächst an Horn (64.), dann stand er vor seinem vermeintlichen Treffer zum 1:1 im Abseits (66.). Nkunkus Schuss lenkte Horn noch um den Pfosten (70.), bei der anschließende Ecke und dem Kopfball von Haidara (71.) war er machtlos. Auch nach dem Ausgleich waren die Leipziger die bessere Mannschaft, konnten aber ein Füllhorn an Chancen nicht nutzen.

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Bis in die Nachspielzeit lieferten sich die beiden Teams einen offensiven Schlagabtausch, der an Spektakel nicht zu überbieten war: Szoboszlai kam zunächst im direkten Duell nicht am starken Kölner Torwart Horn vorbei (90.+1), dann vergab erst Andersson und danach Duda klarste Tormöglichkeiten für den FC (90.+3). Am Ende stand unter dem Strich ein spektakuläres 1:1, das keinen Sieger verdient hatte.

Eine von vielen Paraden: Timo Horn zeigt gegen Leipzig eine starke Leistung - Bjoern Reichert via www.imago-images.de/imago images/Jan Huebner

Spieler des Spiels: Timo Horn

Timo Horn wehrte acht Leipziger Torschüsse ab und sicherte seinem Team mit spektakulären Reflexen ein ums andere Mal einen verdienten Punkt gegen den amtierenden Vizemeister der Bundesliga.