2. Bundesliga

Erzgebirge Aue gewinnt Sachsenderby bei Dynamo Dresden 1:0

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Der FC Erzgebirge Aue hat das Sachsenderby bei der SG Dynamo Dresden am 34. Spieltag mit 1:0 (0:0) gewonnen. Nicolas Kühn erzielte den sehenswerten Treffer des Tages (53.) und verhagelte den Dresdnern damit die Generalprobe für die anstehenden Relegationsspiele gegen den 1. FC Kaiserslautern.

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Dynamo Dresden nahm im Vergleich zur Vorwoche eine Änderung in der Startelf vor. Für den gelbgesperrten Ransford-Yeboah Königsdörffer begann Vaclav Drchal im Sturm. Erzgebirge Aue nahm zwei Wechsel vor: Gaetan Bussmann und Nicolas Kühn begannen anstelle von Dirk Carlson und Antonio Jonjic.

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Sportlich gab es für beide Teams vor Beginn wenig Anreize. Aue stand bereits als Absteiger fest, Dresden - so viel war klar - würde die Saison definitiv auf Platz 16 beenden. Für die Generalprobe der Relegationsspiele hatte sich Dynamo beim Sachsenderby aber vorgenommen, die Spannung hoch zu halten.

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In einer munteren ersten Hälfte hatten die Gastgeber ein Chancenplus: Agyemang Diawusie (22.), Tim Knipping per Kopf (23.), und zweimal Patrick Weihrauch (24., 25.) entfachten nach gut 20 Minuten ein regelrechtes Feuerwerk, wobei Letzterer sogar die Latte traf. Auch Christoph Daferner (32.) und erneut Knipping (33.) hätten Dresden in Führung bringen können. Aber auch Aue hatte seine Möglichkeiten. Dimitrij Nazarov traf aus gut 20 Metern die Latte (4.), Tom Baumgart (18.) und Nicolas Kühn (28.) zielten vorbei.

Florian Ballas im Duell mit Vaclav Drchal - IMAGO/Gabor Krieg/IMAGO/Picture Point

Auch im zweiten Durchgang machte Dresden Druck, Daferner vergab freistehend vor dem leeren Tor, als ihm der Ball nach einer verunglückten Faustabwehr von Philipp Klewin auf die Schulter tropfte (48.). Aue hatte aber sofort eine Antwort parat. Nazarov schoss aus der zweiten Reihe noch knapp daneben (52.), dann vollstreckte aber Kühn nach einer butterweichen Flanke von Ben Zolinski über Dresdens Keeper Kevin Broll hinweg artistisch zum 1:0 (53.).

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Dresden war vor allem beim Kopfball von Daferner nach einer Freistoßflanke nah am Ausgleich, Aue-Keeper Klewin musste per Glanzparade klären (65.). In der Schlussphase gab es keine hochkarätigen Möglichkeiten mehr. Der eingewechselte Panagiotis Vlachodimos hatte noch die gefährlichste Aktion, sein Schuss wurde letztlich aber wegen Abseits zurückgepfiffen (77.). Auch Daferner (81.) gelang mit seinem Drehschuss der Ausgleich nicht mehr. Auf der anderen Seite verpasste Prince Owusu aus aussichtsreicher Position, den Sack vorzeitig zu zu machen (81.).

Aue beendet die Saison auf Platz 17, stand aber ohnehin schon als Absteiger fest. Am 20. und am 24. Mai ist Dynamo Dresden dann als Tabellensechzehnter in der Relegation gegen den 1. FC Kaiserslautern (Dritter der 3. Liga) gefordert.