
Kein Befreiungsschlag im Abstiegskampf: Remis zwischen Dresden und Bielefeld
Kein Befreiungsschlag im Abstiegskampf: Dynamo Dresden und Arminia Bielefeld haben sich am 20. Spieltag mit 1:1 (1:0) getrennt. Christoph Daferner (43.) erzielte die Führung für die Gastgeber, Tim Handwerker (67.) glich per Elfmeter für die Arminia aus. Robert Wagner sah in der Nachspielzeit die Gelb-Rote Karte.
Mit zuletzt vier Siegen aus den vergangenen fünf Pflichtspielen gegen Arminia Bielefeld im Rücken ging Dynamo Dresden selbstbewusst in die Partie. Im Hinspiel hatte Luca Herrmann mit einem Fallrückzieher in der zehnten Minute der Nachspielzeit für den 2:1-Siegtreffer gesorgt.
Trainer Thomas Stamm veränderte seine Startelf nach dem 2:1-Erfolg gegen Magdeburg auf zwei Positionen: Herrmann und Christoph Daferner rückten neu ins Team. Bielefelds Coach Mitch Kniat brachte im Vergleich zum 2:2 gegen Holstein Kiel mit Neuzugang Robin Knoche, Christopher Lannert und Marius Wörl drei neue Spieler von Beginn an.
Ausgeglichene erste Hälfte mit spätem Daferner-Tor
Beide Mannschaften begegneten sich in einer zunächst sehr ausgeglichenen Partie auf Augenhöhe. Nach fünf Minuten verzeichnete Semir Telalović den ersten Abschluss, verfehlte aber das Ziel. Die erste gute Gelegenheit hatte Jason Ceka für die Gastgeber, dessen Schuss vom Elfmeterpunkt in der achten Minute von Kersken pariert wurde.
Mitte der ersten Halbzeit jubelte Bielefeld kurz, als Telalović den Ball im Netz unterbrachte (23.), doch der Treffer zählte wegen einer Abseitsstellung nicht. Für die Gäste war auch Arne Sicker gefährlich, dessen Schuss nach einer knappen halben Stunde von Schreiber sicher gehalten wurde. Als die Partie sich dem Pausenpfiff näherte, schlug Dynamo zu: Nach einer Ecke von Jonas Sterner köpfte Daferner aus drei Metern zur 1:0-Führung ein (43.).
Handwerker gleicht vom Punkt aus
Zur zweiten Hälfte brachte Kniat mit Tim Handwerker für Sicker einen neuen Mann, der sich für die Arminia als Glücksgriff entpuppen sollte. Dresden verteidigte zunächst diszipliniert und ließ kaum gefährliche Aktionen der Bielefelder zu. Jakob Lemmer versuchte es für die Hausherren in der 56. Minute mit einem Distanzschuss, der knapp am Tor vorbeiging.
Die Wende im Spiel kam durch einen Doppelwechsel der Gäste: In der 65. Minute kamen Monju Momuluh und Roberts Uldrikis ins Spiel - und nur zwei Minuten später holte Momuluh einen Elfmeter heraus, als er von Alexander Rossipal im Strafraum gefoult wurde. Handwerker trat an und verwandelte sicher zum 1:1-Ausgleich (67.).

Intensive Schlussphase mit Platzverweis
Nach dem Ausgleichstreffer übernahm Bielefeld zunehmend die Initiative. Wörl prüfte in der 71. Minute Schreiber mit einem gefährlichen Schuss, den der Dresdner Keeper stark parierte. Stamm reagierte und brachte frische Kräfte mit Nils Fröling und Tony Menzel (75.).
In der Schlussphase erhöhte sich die Intensität nochmals, was sich auch in den Karten widerspiegelte: Russo (85.) und Lannert (90.) sahen auf Bielefelder Seite Gelb. Den negativen Höhepunkt aus Dresdner Sicht lieferte Robert Wagner, der in der ersten Minute der Nachspielzeit nach einem taktischen Vergehen die Gelb-Rote Karte sah. Die Schlussminuten in Unterzahl überstanden die Gastgeber jedoch schadlos, sodass es beim leistungsgerechten 1:1-Unentschieden blieb.

Bundesliga Match Facts
xGoals: Dresden 1,25 - Bielefeld 1,38
Schnellster Spieler: Arne Sicker (DSC), 32,63 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 1:0 von Christoph Daferner (SGD), 49 Prozent
Most Pressed Player: Marius Wörl (DSC), 18 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Jonas Sterner (SGD), 2,34
