
Džeko glänzt bei Startelf-Debüt, aber Dresden erkämpft spätes Remis auf Schalke
Der FC Schalke 04 und SG Dynamo Dresden haben sich 2:2 (0:0) getrennt. Edin Džeko (52., 70.) traf doppelt für die Gastgeber. Ein Eigentor von Hasan Kuruçay (78.) und ein Ecken-Treffer von Thomas Keller (87.) waren die Tore für Dresden.
Nach drei Niederlagen gegen die Königsblauen in der 2. Bundesliga wollte Dynamo Dresden endlich punkten gegen Schalke 04. Die Gastgeber hingegen wollten ihre Position an der Tabellenspitze verteidigen.
Für Aufsehen sorgte Edin Džeko, der nach zwei Jokereinsätzen erstmals von Beginn an für Schalke auflief und damit zum ältesten Feldspieler mit einem Startelfeinsatz in der 2. Bundesliga seit Mirko Votava 1997 wurde.
Bei den Gästen kehrte Kapitän Niklas Hauptmann nach seiner Sperre zurück. Außerdem feierte Moussa N'Diaye, erst am Montag von Anderlecht gekommen, sein Debüt auf der linken Abwehrseite der Schalker.
Torlose erste Halbzeit
In der ersten Hälfte erarbeiteten sich beide Teams nur wenige klare Chancen. Den ersten Schuss gab Jakob Lemmer für Dresden ab, sein Versuch aus rund 20 Metern segelte jedoch knapp über das Tor von Loris Karius (6.).
Auf der Gegenseite köpfte Nikola Katić nach einem Freistoß von Mertcan Ayhan über das Tor (8.). Die beste Möglichkeit hatte jedoch Edin Džeko, der einen zu kurz geratenen Rückpass von Jonas Sterner abfing, aber aus spitzem Winkel das Ziel verfehlte (25.).
Die Sachsen übernahmen mit 59 Prozent Ballbesitz immer mehr die Kontrolle, konnten daraus aber kein Kapital schlagen. In der 41. Minute holte sich Niklas Hauptmann nach einem unnötigen Foul an Timo Becker die erste Gelbe Karte des Spiels ab.
Džeko bringt Schalke auf Kurs
Mit Adil Aouchiche für Christian Gomis kamen die Schalker deutlich druckvoller aus der Kabine. Diese Energie wurde schnell belohnt: Nach einer schönen Kombination über Kenan Karaman und Aouchiche bediente Dejan Ljubicic den im Zentrum lauernden Edin Džeko, der den Ball volley in die Maschen drosch (52.).
Dresden reagierte umgehend und brachte Vincent Vermeij für Christoph Daferner (57.). Doch es waren die Gastgeber, die weiter Druck machten. In der 58. Minute verpasste Timo Becker das 2:0, als er aus zwölf Metern links vorbeischoss.
Traumtor und dann der Einbruch
In der 70. Minute sorgte Edin Džekofür vermeintliche Klarheit. Aus zentraler Position hämmerte er den Ball aus etwa 20 Metern mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h unhaltbar ins linke untere Eck – ein Traumtor zum 2:0.
Trainer Miron Muslić reagierte prompt und nahm seinen Doppel-Torschützen vom Platz, für ihn kam Moussa Sylla (71.). Doch der Spielverlauf nahm eine dramatische Wendung: Der eingewechselte Hasan Kuruçay lenkte in der 78. Minute eine Flanke von Alexander Rossipal unglücklich ins eigene Tor.
Nur wenige Minuten später verpasste Sylla die Entscheidung, als er allein vor Tim Schreiber scheiterte (86.).
Dresden schlägt spät zurück
Diese vergebene Chance sollte sich rächen. Nur eine Minute später, in der 87. Minute, erzielte Thomas Keller nach einer Ecke von Alexander Rossipal den umjubelten Ausgleich. Loris Karius kam nicht an den Ball, Stefan Kutschke verlängerte und Keller musste nur noch einnicken – bereits zum fünften Mal in Folge traf Dresden nach einer Ecke.
In der langen Nachspielzeit von acht Minuten, die vor allem wegen mehrerer Kopfverletzungen zustande kam, konnte keines der Teams mehr den Siegtreffer erzielen. So endete die Partie mit einem aus Dresdner Sicht gefühlten Sieg und aus Schalker Perspektive mit zwei verlorenen Punkten.

Bundesliga Match Facts
xGoals: Schalke 1,52 - Dresden 1,52
Schnellster Spieler: Christian Gomis (S04), 33,68 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 2:0 von Edin Džeko (S04), 6,98 Prozent
Most Pressed Player: Kenan Karaman (S04), 16 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Luca Herrmann (SGD), +3,1
