2. Bundesliga

Drama im Volkspark: Der Hamburger SV bezwingt den SV Sandhausen in letzter Sekunde

Der Hamburger SV hat sich in einem dramatischen Spiel mit 2:1 (0:0) gegen den SV Sandhausen durchgesetzt. David Kinsombi (74.) und Moritz Heyer (90.+6) trafen für den HSV, Janik Bachmann (88.) für Sandhausen. Marcel Ritzmaier vom SVS hatte zudem in der 73. Minute die Gelb-Rote Karte gesehen.

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Beim Hamburger SV nahm Tim Walter im Vergleich zum 0:0 beim 1. FC Heidenheim vor der Länderspielpause zwei Änderungen vor: Davin Kinsombi und Manuel Wintzheimer für Bakery Jatta und Ludovit Reis in die Startformation. Gerhard Kleppinger schickte hingegen exakt jene Elf des SV Sandhausen ins Rennen, die am 5. Spieltag zu Hause dem FC Ingolstadt mit 0:2 unterlag.

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Der Gastgeber dominierte von Beginn an die Partie und hatte durch Robert Glatzel die erste Großchance der Partie, aber der Angreifer setzte den Ball aus halbrechter Position aus acht Metern über den Kasten (6.). In der 10. Minute traf Wintzheimer nach einer Flanke von Sonny Kittel den Ball in aussichtsreicher Position nicht richtig. Innerhalb von zwei Minuten dann die nächsten dicken Dinger für die Hamburger: Erst schießt Glatzel aus sieben Metern volley über das Tor (17.), dann scheitert Wintzheimer aus kurzer Distanz am stark aufgelegten Drewes (19.)

Der HSV darf durch einen Treffer in der letzten Sekunde gegen Sandhausen jubeln - Selim Sudheimer/Getty Images

In der 25. Minute dann die beste Chance der ersten Hälte: Glatzel schickte Wintzheimer auf die Reise, der völlig frei auf Drewes zulief, aber abermals an einem starken Reflex des SVS-Schlussmanns scheiterte. In der Mitte war zudem noch Kittel mitgelaufen. Bis zur Pause blieben dann weitere dicke Chancen aus. In der 45. Minute gab es noch einmal Unordnung im Gäste-Strafraum, aber zu einem gefährlichen Abschluss kam das Walter-Team vor dem Seitenwechsel nicht mehr.

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Auch nach der Pause bot sich dasselbe Bild: Der HSV machte das Spiel und vergab seine Chancen. Nach einer Kittel-Ecke von der linken Seite setzte sich Glatzel in der Luft durch und zwang Drewes zur nächsten Parade. Der Abpraller landete bei Meffert, der aber kaum noch Zeit hatte zu reagieren und aus sechs Metern über das Tor köpfte (51.). Auf der Gegenseite hatte praktisch im Gegenzug Sandhausen die erste ordentliche Gelegenheit der Partie, aber Schonlau konnte Keita-Ruel gerade noch abblocken (52.).

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Das Spiel verflachte dann allerdings ein wenig und weitere Großchancen blieben zunächst aus. Erst als Erik Zenga Kittel bei einem Klärungsversuch im Strafraum mit dem Fuß am Oberkörper traf und Bastian Dankert zu Recht auf den Punkt zeigte, war der Bann gebrochen. David Kinsombi verwandelte ganz sicher. Zuvor hatte Marcel Ritzmaier den Elfmeterpunkt noch mit den Stollen malträtiert und musste deshalb mit Gelb-Rot vom Platz.

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Sandhausen gab sich aber auch in Unterzahl nicht geschlagen und kam in der Schlussphase noch zum Ausgleich. Christian Conteh nahm einen weiten Diagonalball auf die linke Seite stark herunter, setzte sich im Dribbling durch und legte den Ball flach in die Mitte. Janik Bachmann stand acht Meter vor dem Tor völlig frei und setzte die Kugel mit der Innenseite genau unter die Latte.

Der HSV versuchte noch einmal alles, aber Miro Muheim vergab die Chance zum Siegtor (90+3). Es sollte aber nicht die letzte gewesen sein: In der sechsten Minute der Nachspielzeit rutschte eine Flanke von der rechten Seite zu Moritz Heyer am langen Pfosten durch und der Hamburger nahm den Ball einmal an und traf dann überlegt ins lange Eck. Der Volkspark glich einem Tollhaus und für Coach Tim Walter war es der erste Heimsieg mit dem HSV.