2. Bundesliga

Ausgleich in der 93.: Der 1. FC Magdeburg erkämpft sich ein 1:1 gegen den 1. FC Heidenheim 1846

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Der 1. FC Magdeburg hat sich dank des Lucky Punch von Tatsuya Ito (90.+3) ein 1:1 (0:1) gegen den 1. FC Heidenheim 1846 erkämpft. Denis Thomalla hatte die Gäste von der Ostalb früh in der Partie in Führung gebracht (8.).

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Magdeburg feiert Itos späten Ausgleichstreffer zum 1:1 gegen Heidenheim - IMAGO/Eibner-Pressefoto/Eckehard Schulz/IMAGO/Eibner

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Nach dem Überraschungscoup beim Hamburger SV (3:2) sah FCM-Cheftrainer Christian Titz keine Notwendigkeit etwas an der Startelf zu verändern. Bei den Gästen von der Brenz beließ es Chefcoach Frank Schmidt bei einer Änderung: Kevin Sessa ersetzte im Vergleich zum 3:1 gegen die Spielvereinigung Christian Kühlwetter.

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Anders als beim HSV übernahmen die Bördestädter zwar von Beginn an das Spielgerät mit über 70 Prozent Ballbesitz, taten sich gegen tiefstehende Heidenheimer aber im letzten Drittel äußerst schwer. Die Gäste von der Ostalb lauerten überwiegend auf Ballverluste und blitzschnelles Umschalten. Die erste Torchance des Spiels bekam der FCH allerdings nach einer Ecke: Jan-Niklas Bestes Hereingabe von rechts landete über Umwege bei Patrick Mainka, der aus sechs Metern per Volley abzog. Cristiano Piccini stand - zum Glück für den FCM - auf der Linie goldrichtig. Den Nachschuss bugsierte Denis Thomalla aus spitzem Winkel deutlich über das Tor (8.).

Thomalla bestraft einen FCM-Fehler

Nur drei Minuten später setzte Sessa das nächste Ausrufezeichen, indem er aus der zweiten Reihe draufhielt und das Ziel um einen Meter verfehlte (11.). Heidenheim, das laut Schmidt "vielleicht über den einen oder anderen Standard zum Erfolg kommen" wollte, probierte es unmittelbar danach mit einer weiteren Ecke von rechts, die Tim Kleindienst an den zweiten Pfosten verlängerte. Dort rauschte Tim Siersleben knapp an der Kugel vorbei (12.). Magdeburg kam zu seinem ersten Abschluss durch einen abgefälschten Fernschuss von Connor Krempicki, der durch Kevin Müller pariert wurde (15.).

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Inmitten der ersten Halbzeit nahm Piccini einen Ball beim Aufbauspiel unsauber an, wurde dabei durch Beste aggressiv gepresst. Der Heidenheimer gewann die Kugel und flankte sofort hoch ins Zentrum. Dort verarbeitete Kleindienst das Leder mit dem rechten Oberschenkel und bediente den nachrückenden Thomalla, der aus elf Metern freistehend und überlegt rechts im Knick vollstreckte (23.). In drei der letzten vier Partien schoss der Stürmer ein Tor, insgesamt war es sein 4. Saisontreffer.

Der FCM hatte im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs zu wenig dagegenzusetzen. Einzig ein Distanzschuss von Moritz-Broni Kwarteng und ein Kopfball von Piccini sorgten für etwas Gefahr (37./38.). Stattdessen hätte es kurz vor der Pause beinahe 2:0 für den FCH gestanden, wenn die Bauchnabel-Rückgabe von Leon Bell Bell an Keeper Dominik Reimann vorbei ins Tor geflogen wäre - Riesenglück für Magdeburg (39.).

Denis Thomalla schießt überlegt in die rechte Ecke - das Goldene Tor für den FCH - IMAGO/Christian Schroedter/IMAGO/Christian Schroedter

Ito mit dem Lucky Punch

Nach der Pause stellte sich die Lage über weite Strecken ähnlich dar: Heidenheim konzentrierte sich zuvorderst auf die Defensive und ließ gegen vergeblich anrennende Magdeburger fast nichts zu. Kleindienst hätte zudem bereits zwei Minuten nach Wiederbeginn das schnelle FCH-Umschaltspiel in eine ergebnistechnisch komfortablere Situation ummünzen können, scheiterte aber aus spitzem Winkel an Reimann (47.).

Lediglich einen Schlenzer des eingewechselten Tatsuya Ito (72.) und einen Fernschuss von Krempicki (88.) musste der FCH in der regulären Spielzeit noch zulassen. Doch Magdeburg gab sich nicht auf und wusste die vierminütige Nachspielzeit zu nutzen. In dieser zog der auffällige Ito nach innen und drückte mit rechts ab! Mainka fälschte das Spielgerät unhaltbar für Müller ins linke obere Eck ab - das erste Tor für den Japaner im 27. Zweitligaspiel (1:1, 90.+3). Ein glücklicher Punkt für den FCM, der erstmals in dieser Saison zwei Spiele hintereinander ungeschlagen blieb. Heidenheim belohnt sich nicht für clevere Vorstellung und verpasst damit einen vorübergehenden Sprung auf Platz drei.