Coutinho, Perisic, Bensebaini, Awoniyi, Samassekou – fünf neue Namen für die Bundesliga - © imago images / Philippe Ruiz
Coutinho, Perisic, Bensebaini, Awoniyi, Samassekou – fünf neue Namen für die Bundesliga - © imago images / Philippe Ruiz
bundesliga

Coutinho, Samassekou und Co.: Neue Gesichter der Bundesliga – Teil 10

Köln - Zur Saison 2019/20 verstärken sich die Clubs mit zahlreichen Spielern, die erstmals in der Bundesliga zum Einsatz kommen werden – oder, im Fall Perisic, in die Liga zurückkehren. bundesliga.de stellt in der Serie "Neue Gesichter der Bundesliga" einige von ihnen vor. Im zehnten Teil mit Philippe Coutinho, Diadie Samassekou, Ivan Perisic, Ramy Bensebaini und Taiwo Awoniyi.

>>> Teil 1: Hernandez, Wolf und Co.
>>> Teil 2: Mbabu, Candido und Co.
>>> Teil 3: Sinkgraven, Diaby und Co.
>>> Teil 4: Kenny, Iago und Co. 
>>> Teil 5: Ampomah, Suchy und Co.
>>> Teil 6: Morey, Sow und Co.
>>> Teil 7: Nkunku, Thuram und Co.
>>> Teil 8: Skov, Skhiri und Co.
>>> Teil 9: Koubek, St. Juste, Baker und Co.

Philippe Coutinho (FC Bayern München)

Es gibt wohl nur wenige Worte, die die Auftritte des 27 Jahre alten Brasilianers so treffend beschreiben können wie dieses eine: Spektakel. So war es kein Zufall, dass Hasan Salihamidzic, Sportdirektor des FC Bayern München, die Verpflichtung von Philippe Coutinho entsprechend einordnete: "Fakt ist, dass wir unseren Fans auch etwas Spektakuläres bieten wollen, wir freuen uns richtig auf diesen Spieler", sagte er. Der Offensivspieler, der vom FC Barcelona ausgeliehen ist, vereint alles, was einen Weltklasse-Fußballer auszeichnet. Er ist schnell, zweikampfstark, kann in atemberaubenden Tempo und unter höchstem Druck durch die gegnerischen Reihen dribbeln, überspielt ganze Abwehrreihen mit punktgenauen Pässen - und ist darüber hinaus auch noch treffsicher.

>>> Philippe Coutinho: So gut passt er zum FC Bayern München

Sein neuer Trainer Niko Kovac ist glücklich, den neuen Mann im Team zu haben: "Ich bin der Meinung, dass wir – damit meine ich auch komplett Deutschland – uns darüber freuen können, so einen Top-Spieler in der Liga begrüßen zu können. Ich glaube, er wird uns gut zu Gesicht stehen und das zeigen, was er letzten Endes kann, nämlich richtig gut Fußball spielen." Kein Wunder also, dass der FC Bayern für seinen neuen Superstar sogar vom Vorhaben abrückt, Arjen Robbens Rückennummer 10 nach dessen Karriereende vorerst nicht wieder zu vergeben – der Niederländer gab seinem Zehner-Nachfolger seinen Segen.

#SkillingIt - die Bundesliga ist wieder da

Diadie Samassekou (TSG 1899 Hoffenheim)

Die Abschiedsworte, die RB Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund an Diadie Samassekou richtete, sagen viel über den jungen Mittelfeldspieler aus Mal aus. „Diadie hat sich in der Zeit bei uns zu einem tollen Spieler und einer starken Persönlichkeit entwickelt“, betonte der Funktionär und schloss an: „Wir sind stolz, dass er so lange bei uns war und den Club mit seiner vorbildlichen und positiven Art - auf dem Platz und auch außerhalb - maßgebend mit geprägt hat.“ Bei der TSG 1899 Hoffenheim dürften diese Formulierungen den Eindruck bestätigt haben, den die Verantwortlichen von dem 24-Jährigen gewonnen haben.

>>> Die TSG 1899 Hoffenheim im Teamcheck

2015 kam er aus Mali zum FC Liefering, wechselte von dort zum österreichischen Erstligisten RB Salzburg, wo sich der zentrale Mittelfeldspieler schnell zur unangefochtenen Stammkraft entwickelte. In 134 Pflichtspielen traf er zweimal und fungierte sechsmal als Vorbereiter. Sein neuer Trainer Alfred Schreuder hat sich bereits ein genaues Bild von ihm gemacht. Er beschreibt den Neuzugang als lauf- und zweikampfstark und bescheinigt ihm eine „hervorragende Technik“.

Reifte im Trikot von RB Salzburg zum Führungsspieler: Diadie Samassekou - imago images / Eibner Europa

Ivan Perisic (FC Bayern München)

Die Bundesliga kennt der Kroate bestens, er spielte schließlich schon für Borussia Dortmund und den VfL Wolfsburg. Seinen Wechsel zu Inter Mailand sieht er daher im Rückblick als Vorbereitung auf seine nächste Aufgabe in Deutschland: „Ich habe im Ausland Erfahrungen gesammelt. Ich bin hier, um der Mannschaft zu helfen - und natürlich auch zu spielen. Wir brauchen alle, um top zu sein“, sagte Ivan Perisic bei seiner Vorstellung. Der FC Bayern München hat den 30-Jährigen für eine Saison ausgeliehen, für Trainer Niko Kovac ein Glücksfall. Denn er kennt den Außenspieler noch bestens aus der kroatischen Nationalmannschaft. „Ich weiß, was er kann. Durch die Nationalmannschaft weiß ich, welchen Stellenwert er in Kroatien besitzt. Er ist einer der Topspieler dort. Er ist beidbeinig, schnell und kopfballstark“, beschreibt ihn der Bayern-Coach.

>>> Der Sommerfahrplan der Bundesliga

Diese Attribute zeichnen den erfahrenen Offensivspieler aus. Doch Perisic kann noch viel mehr. Und vor allem kann er die Dinge, die beim Rekordmeister gefragt sein werden. Er kann selbst eiskalt vollstrecken, und er kann mustergültig für seine Mitspieler auflegen. In der Sturmspitze der Bayern dürften vor allem Robert Lewandowski und Thomas Müller auf zahlreiche dieser berüchtigten Vorlagen lauern. Der Neue jedenfalls ist voller Tatendrang und Optimismus: „Wir wollen nicht nur in der Bundesliga und im DFB-Pokal, sondern auch in der Champions League angreifen.“

>>> Jetzt mitspielen beim offiziellen Bundesliga Fantasy Manager

Sie kennen und schätzen sich: Bayern-Trainer Niko Kovac und Ivan Perisic - imago images / Sammy Minkoff

Ramy Bensebaini (Borussia Mönchengladbach)

Er ist der fünfte Zugang für Borussia Mönchengladbach in diesem Sommer. Und für Sportdirektor Max Eberl ein ganz besonderer noch dazu: „Ramy ist der Spieler, den wir für unseren Kader noch gesucht haben“, betont der Gladbacher. Der, den Eberl noch gesucht hat, kommt vom französischen Erstligisten Stade Rennes, ist 24 Jahre alt und verteidigt auf dem linken Flügel. Er bleibt bis 2023 bei den Fohlen und gewann in diesem Jahr mit Algerien den Afrika-Cup. Das sind die Eckdaten, die man über den als temperamentvoll beschriebenen Defensivspieler wissen muss.

>>> #SkillingIt - die Bundesliga ist bald wieder da!

Was außerdem wichtig ist: Ramy Bensebaini galt bei dem französischen Club als unangefochtene Nummer eins auf der linken Außenbahn. Er absolvierte 98 Partien, schoss dabei drei Tore und gewann mit Stade Rennes jüngst den französischen Pokal. Was ihn für Borussia Mönchengladbach außerdem so wertvoll macht? Max Eberl klärt auf: „Er ist als linker Verteidiger oder Innenverteidiger einsetzbar und bringt viel Erfahrung aus drei erfolgreichen Jahren bei einem sehr guten Klub aus der französischen Ligue 1 mit.“ Bensebaini hat vor seinem ersten Bundesliga-Einsatz übrigens schon einen Gruß an seine Gegenspieler ausrichten lassen: „Ich mag es, aktiv am Ball zu sein und das Spiel von hinten anzutreiben. Als Außenverteidiger ist man aber natürlich in erster Linie für die Defensive zuständig. Mir gefällt, das eigene Tor zu verteidigen und hoffe auch in der Bundesliga ein harter Gegenspieler zu sein“, erklärte er bei seiner Vorstellung.

Zuversichtliches Lächeln: Ramy Bensebaini am Trainingsgelände von Borussia Mönchengladbach - imago images / Jan Huebner

Taiwo Awoniyi (1. FSV Mainz 05)

>>> Offizieller Transfermarkt: Alle Wechsel des Bundesliga-Clubs

Gerade war die Nachricht von der Ausleihe des 22-Jährigen Offensivspielers des englischen Premier-League-Clubs FC Liverpool zum 1. FSV Mainz 05 bekannt geworden, da klingelte schon sein Handy. Darauf zu lesen: Eine Nachricht von Jürgen Klopp, dem Trainer des Champions-League-Siegers. Er gratulierte Taiwo Awoniyi zum Wechsel zu den Rheinhessen, die er lange Zeit selbst trainiert hatte. Dort hat der nigerianische Stürmer eine schwere Aufgabe vor sich. Er soll die Lücke füllen, die nach den Ausfällen der beiden Angreifer Jean-Philippe Mateta und Dong-Won Ji entstanden ist. „Ich möchte hart für das Team arbeiten, damit wir in der Bundesliga Erfolg haben, was für mich als Spieler am wichtigsten ist“, sagte Awoniyi über seinen Club.

>>> Jetzt mitmachen beim Bundesliga-Tippspiel

Der 22-Jährige kommt mit großen Vorschusslorbeeren in die Bundesliga. Zuletzt spielte er beim belgischen Erstligisten Excelsior Mouscron, wo er in 25 Einsätzen sieben Tore erzielte und zwei vorbereitete. Was außerdem für ihn spricht: Bei der U17-Weltmeisterschaft 2013 gehörte er zu den überragenden Spielern. Nicht nur, weil er mit Nigeria den Titel holte. Er selbst steuerte vier Tore bei und legte fünfmal auf - das erregte Aufsehen. Nun ist Mainz seine nächste Station. Er spielt für den Verein, der Jürgen Klopp noch immer am Herzen liegt. Daher schrieb ihm der Liverpool-Coach: „Taiwo, du weißt, dass das meine Heimat ist. Du musst dein Bestes geben.“

Leandro Barreiro und Robin Quaison nehmen Taiwo Awoniyi in ihre Mitte - imago images / Martin Hoffmann