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Bensebaini drehte das Spiel mit zwei verwandelten Elfern
Bensebaini drehte das Spiel mit zwei verwandelten Elfern - © IMAGO/Maximilian Koch
Bensebaini drehte das Spiel mit zwei verwandelten Elfern - © IMAGO/Maximilian Koch
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Bensebaini verwandelt zwei Elfmeter: Dortmund dreht 0:2-Rückstand gegen Hamburg

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Borussia Dortmund hat in einem historischen Spiel ein 0:2 gegen den Hamburger SV noch in einen 3:2-Sieg gedreht. Die Gäste lagen durch Philip Otele (19.) und Albert Lokonga (38.) schon klar vorne. Doch dann machte Dortmund Druck und bekam drei Elfmeter. Den ersten verschoss Felix Nmecha noch (45.). Ramy Bensebaini (73. + 84.) machte es zweimal besser, Serhou Guirassy hatte zwischenzeitlich zum 2:2 getroffen (78.).

Borussia Dortmund empfing den Hamburger SV in einem besonderen Ambiente. Die Borussen trugen ein Sondertrikot zu Ehren des 100-jährigen Jubiläums ihres früheren Stadions Rote Erde. Mit nur zwei Saisonniederlagen (beide gegen den FC Bayern) und bereits mehr Punkten (58) als in der gesamten Vorsaison (57) ging der BVB als klarer Favorit ins Spiel.

Für Trainer Niko Kovač war es das 222. Bundesliga-Spiel als Cheftrainer. Der HSV hingegen konnte sich auf seine Auswärtsstärke verlassen - als einziges Team neben Bayern und Dortmund war man in der Rückrunde in fremden Stadien noch ungeschlagen, allerdings nur gegen Teams auf den Plätzen 9 bis 18.

Traumstart für den HSV: Philip Otele erzielt sein erstes Bundesligator und bringt die Hamburger in der 19. Minute in Führung - IMAGO/Maximilian Koch

Hamburg schockt den BVB mit Doppelschlag

Der BVB startete gut in die Partie und hatte bereits in der siebten Minute die erste Großchance, als Maximilian Beier allein auf das Tor zulief, aber am glänzend reagierenden Daniel Heuer Fernandes scheiterte. In der 19. Minute schlug der HSV dann eiskalt zu: Nach einem langen Ball und einem Fehler von Daniel Svensson bediente William Mikelbrencis den mitgelaufenen Philip Otele, der nur noch zum 0:1 einschieben musste - sein erstes Bundesligator.

Der BVB wirkte geschockt und hatte Glück, dass ein weiterer Hamburger Treffer wegen Abseits nicht zählte (26.). Doch der HSV legte in der 38. Minute nach: Nach einem Dortmunder Ballverlust schoss Fábio Vieira aus 20 Metern, Gregor Kobel konnte nur nach vorne abwehren, und Albert Sambi Lokonga traf völlig freistehend zum 0:2.

Nmechas verschossener Elfmeter

In der Schlussphase der ersten Halbzeit bekam Dortmund die Chance zum Anschluss. Nach einem Foul von Warmed Omari an Beier zeigte Schiedsrichter Jöllenbeck auf den Punkt. Felix Nmecha trat an, schob den Ball aber knapp am linken Pfosten vorbei (45.). Es war sein erster Elfmeter in der Bundesliga überhaupt. Es ging mit 0:2 in die Kabinen - der erste Pausenrückstand des BVB im heimischen Signal Iduna Park in dieser Saison.

Zur zweiten Halbzeit reagierte Niko Kovač und brachte Ramy Bensebaini für Luca Reggiani und Serhou Guirassy für Adeyemi. Der BVB erhöhte sofort den Druck. In der 49. Minute scheiterte Nmecha mit einem feinen Lupfer erneut an Heuer Fernandes. Nach einer Stunde verstärkte Kovač den Angriff weiter mit Carney Chukwuemeka und Fabio Silva. Der HSV verteidigte tief, konnte dem Druck aber nicht dauerhaft standhalten.

Hamburg wehrt sich: Daniel Heuer Fernandes pariert glänzend gegen Felix Nmecha und verhindert den Anschlusstreffer für den BVB - IMAGO/Dennis Ewert/RHR-FOTO

Dortmunds historische Elfmeter-Show

In der 72. Minute prüfte der Videoassistent ein Foul von Mikelbrencis an Beier im Strafraum - Schiedsrichter Jöllenbeck gab nach Ansicht der Bilder Elfmeter. Diesmal trat Bensebaini an und verwandelte sicher zum 1:2 (73.). Nur fünf Minuten später folgte der Ausgleich: Nach einer Flanke von Julian Ryerson köpfte Guirassy aus kurzer Distanz, Heuer Fernandes parierte zweimal spektakulär, doch beim Nachschuss war er machtlos - 2:2 (78.).

Der HSV wackelte nun bedenklich und in der 82. Minute setzte das Spiel dem Elfer-Drama die Krone auf: Bellinghams Volleyschuss traf Muheims Hand, Bensebaini trat wieder an und schoss den BVB mit seinem zweiten verwandelten Strafstoß zum 3:2 in Führung (84.). Drei Elfmeter für eine Mannschaft in einem Spiel - das gab es in der Bundesliga erst zum zehnten Mal in der Historie, für den BVB war es sogar eine Premiere.

"Man of the Match": Ramy Bensebaini

Ramy Bensebaini wurde mit seinen zwei verwandelten Elfmetern zum absoluten Matchwinner für den BVB. Der Algerier kam erst zur Halbzeit ins Spiel und drehte die Partie komplett. Beeindruckend war seine Nervenstärke: Beide Strafstöße verwandelte er souverän - erst in die Mitte (73.), dann ins rechte Eck (84.).

Mit seinen beiden Treffern feierte Bensebaini seinen dritten Bundesliga-Doppelpack, den ersten im BVB-Trikot. Seine Elfmeter-Bilanz in der Bundesliga bleibt makellos: Alle neun Strafstöße seiner Karriere hat er verwandelt, davon sieben noch für Mönchengladbach. Die Fans wählten ihn mit 45 Prozent der Stimmen zum Spieler des Spiels.

Bundesliga Match Facts
xGoals: Dortmund 6,24 - Hamburg 1,25
Schnellster Spieler: Felix Nmecha (BVB), 34,66 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 2:2 von Serhou Guirassy (BVB), 85,43 Prozent
Most Pressed Player: Felix Nmecha (BVB), 20 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Felix Nmecha (BVB), +2,99

Fantasy Heroes: Daniel Heuer Fernandes (Hamburger SV, 294 Punkte), Julian Ryerson (Borussia Dortmund, 287 Punkte), Ramy Bensebaini (Borussia Dortmund, 270 Punkte)