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Relegation: Hertha BSC schafft durch 2:0-Sieg beim Hamburger SV den Klassenerhalt

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Hertha BSC bleibt der Bundesliga erhalten! Nachdem das Relegations-Hinspiel gegen den Hamburger SV mit 0:1 verloren gegangen war, setzte sich Berlin im Rückspiel mit 2:0 (1:0) im Volksparkstadion durch. Dedryck Boyata und Marvin Plattenhardt erzielten die Treffer für die Elf von Felix Magath, die den Klassenerhalt bejubeln durfte.

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Der Hamburger SV ging mit genau der gleichen Startaufstellung in die Partie wie beim 1:0-Sieg im Hinspiel. Hertha BSC begann auf drei Positionen verändert: Santiago Ascacibar kehrte nach Gelbsperre zurück, Kevin-Prince Boateng und Stevan Jovetic rückten ebenfalls in die erste Elf. Niklas Stark, Maximilian Mittelstädt und Luca Wollschläger saßen dafür auf der Bank.

Boyata trifft früh per Kopf

Vom Start weg präsentierten sich die Berliner ganz anders als noch im Hinspiel am letzten Donnerstag, agierten mutig und dominant. Bereits nach vier Minuten wurden sie dafür belohnt: Marvin Plattenhardt schlug eine Ecke von der linken Seite ins Zentrum, dort köpfte Dedryck Boyata zum 1:0 ins rechte Eck ein. Es war das erste Saisontor des Kapitäns, aber dafür ein enorm wichtiges! Ein Trend setzte sich fort: Ihre letzten vier Treffer erzielte die Hertha nach ruhenden Bällen (zwei Ecken, zwei Elfmeter).

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Nach 20 Minuten hatte Hertha BSC bereits fünf Torschüsse abgegeben, im Hinspiel waren es nur sechs innerhalb von 90 Minuten gewesen. Der HSV tat sich enorm schwer, in die Partie zu finden. Und so machten die Gäste weiter Druck, Lucas Tousart scheiterte mit einem Abschluss aus 16 Metern an Daniel Heuer Fernandes (31.), Ishak Belfodil hatte nach einer Körpertäuschung gegen Miro Muheim rechts im Strafraum ganz viel Platz, fand mit seinem Pass ins Zentrum aber keinen Mitspieler (40.).

Dedryck Boyata köpft zum 1:0 für Hertha BSC ein - Martin Rose/Getty Images

Knappe Hertha-Führung zur Pause

Es ging mit einer knappen 1:0-Führung in die Halbzeit. Die Hertha gab im ersten Durchgang zehn Torschüsse ab, in der Bundesliga-Saison 2021/22 waren es bis zur Pause sonst nie so viele Abschlüsse gewesen. Der einzige HSV-Torschuss vor der Pause war ein Weitschuss von Maximilian Rohr (8.). In der regulären Saison der 2. Bundesliga waren es bis zur Pause immer mehr Hamburger Abschlüsse gewesen.

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Nach dem Seitenwechsel erhöhte Hamburg vom Start weg den Druck, gab durch Ludovit Reis (48.) und Moritz Heyer (49.) direkt zwei Fernschüsse ab, die beide von Oliver Christensen abgewehrt wurden. Auf der Gegenseite konnte Heuer Fernandes einen Schuss von Plattenhardt aufs linke Eck parieren (54.). Die Partie war nun deutlich offener, beide Teams agierten auf Augenhöhe.

Der Hamburger SV jubelt nach dem 2:0 von Marvin Plattenhardt - IMAGO/Revierfoto/IMAGO/Revierfoto

Plattenhardt versenkt einen Freistoß direkt

Kurz darauf erhöhten die Berliner auf 2:0 und auch das fünfte Hertha-Tor in Serie sollte nach einer Standardsituation fallen: Plattenhardt zog einen Freistoß von der rechten Seite direkt auf das Tor, der Ball senkte sich über Heuer Fernandes hinweg ins lange Eck (63.). Für Plattenhardt war es das erste Tor seit Mai 2019 (damals in der Bundesliga beim 4:3-Auswärtssieg in Augsburg).

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Hamburg wirkte geschockt vom zweiten Gegentreffer und hätte fast den dritten kassiert, aber Jovetic scheiterte von halbrechts im Strafraum an der Brust von Heuer Fernandes (73.).  Der Hamburger SV warf noch einmal alles nach vorne, aber bis auf einen geblockten Schuss von Josha Vagnoman (80.) sollte nichts mehr gelingen. In der Nachspielzeit flog Tousart noch mit Gelb-Rot vom Platz, weil er den Ball weggeschlagen hatte, doch das änderte nichts am Ausgang der Partie. Am Ende jubelten die Herthaner über den Klassenerhalt, der HSV trauerte ob der verpassten Chance und spielt weiter in der 2. Bundesliga.

Die Stimmen zum Spiel

Tim Walter (Trainer Hamburger SV): "Wenn man sich alles so hart erarbeitet hat, das Ziel vor Augen hatte und einem dann der Boden unter den Füßen weggerissen wird, ist das hart zu beschreiben. Ich bin stolz auf meine Mannschaft und alle Mitarbeiter drumherum. Alles andere ist pure Enttäuschung."

Felix Magath (Trainer Hertha BSC): "Es war von Beginn an ein leidenschaftlicher Auftritt, wir waren voll da. Ich bin froh und glücklich, dass wir in der Bundesliga geblieben sind. Kevin-Prince Boateng hat wichtigen Input gegeben, indem er sagte, wir sollten auf die erfahrenen Spieler setzten. Ich habe auf ihn gehört und die Leute aufgestellt, die er vorgeschlagen hat."