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Gelungenes Kohfeldt-Debüt: Der VfL Wolfsburg schlägt Bayer 04 Leverkusen mit 2:0

Der VfL Wolfsburg hat beim Debüt von Cheftrainer Florian Kohfeldt Bayer 04 Leverkusen mit 2:0 (0:0) geschlagen. Die Torschützen in der BayArena waren Lukas Nmecha (48.) und Maximilian Arnold (51.) kurz nach dem Wiederbeginn.

Bundesliga Match Facts

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Zwei Trainingseinheiten absolvierte der VfL Wolfsburg unter dem neuen Cheftrainer Florian Kohfeldt vor dem Duell mit Bayer 04 Leverkusen. Zeit genug für den Ex-Bremer, entscheidende Änderungen im Wölfe-Team vorzunehmen. Paulo Otavio und Kevin Mbabu machten in neuer Grundordnung im 3-4-2-1-System Platz für Yannick Gerhardt und Maximilian Philipp. Dadurch rückte Ridle Baku auf die Position des offensiv ausgerichteten Rechtsverteidigers. Bei den Hausherren brachte Cheftrainer Gerardo Seoane, der seinen 43. Geburtstag feierte, nach dem Pokalspiel gegen Karlsruhe mit Kerem Demirbay, Florian Wirtz, Piero Hincapie und Lucas Alario vier Neue in die Startelf.

Fantasy Heroes: Lukas Nmecha (16 Punkte) | Maximilian Arnold (15) | Koen Casteels (11)

Der Matchplan Kohfeldts ging beim VfL in den ersten 20 Minuten auf. Während beide Teams mit identischer Ausrichtung begannen, setzten die Wölfe diese in der Anfangsphase etwas besser um, schlossen so vor allem die Mitte der Werkself. Auf den Außen fehlte Leverkusen wegen der Abwesenheit von Moussa Diaby (Gelbsperre) und Karim Bellarabi (Muskelfaseriss) Tempo. Die Wölfe wirkten bissig, ließen das Aufbauspiel von Bayer durch aggressives Gegenpressing kaum zur Entfaltung kommen. Die erste Chance hatte folglich der VfL durch Baku mit einer Direktabnahme von der Strafraumkante. Lukas Hradecky streckte sich und wehrte zur Seite ab (8.).

Nmecha staubt zum zwischenzeitlichen 1:0 ab - Revierfoto via www.imago-images.de/imago images/Revierfoto

Wölfe-Doppelschlag nach der Pause

Nur eine Minute später probierte es Lukas Nmecha aus spitzem Winkel, wieder war der finnische Keeper wachsam. Dem Nachschuss des nachrückenden Aster Vranckx mangelte es an Präzision (9.). Ab der 20. Minute erhöhte Bayer die Schlagzahl und drängte die Niedersachsen verstärkt in die eigene Hälfte. Im schnellen Umschaltspiel machte Amine Adli den tiefen Laufweg, Wirtz steckte im perfekten Moment in den Strafraum durch, wo der Franzose mit links rechts neben das Tor verzog. Bis auf eine hitzige Rudelbildung, aus der drei Gelbe Karten für Jonathan Tah, John Anthony Brooks und Renato Steffen resultierten, der zuvor Wirtz zu Fall brachte, passierte nichts mehr im ersten Abschnitt (28.).

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Für den zweiten Durchgang brachte Kohfeldt Otavio und Dodi Lukebakio für den gelb-vorbelasteten Steffen und den unauffälligen Philipp auf der linken Außenbahn. Von eben jener Offensivseite sollte die Führung für den VfL ausgehen: Entscheidend war das Durchbrechen von Lukebakio, der im Fallen in die Mitte zu Nmecha flankte. Aus vier Metern staubte der Mittelstürmer ab (1:0, 48.). Wolfsburg schien die in dieser Phase schläfrigen Leverkusener überrumpeln zu wollen und erhöhte nur drei Minuten später auf 2:0! Otavio hinterlief Lukebakio in höchstem Tempo, schüttelte Jeremie Frimpong ab und bediente in der Mitte wieder Nmecha. Hradecky wehrte dessen Flugkopfball ab, auch der Nachschuss von Gerhardt war nicht präzise genug. Doch es gab ja noch Arnold, der nahezu aus dem Stand den Ball aus rund zwölf Metern unter die Latte schraubte (51.).

Rot für Lacroix - Alario verschießt Elfmeter

Beinahe hätten die Wölfe sogar auf 3:0 gestellt: Erneut tauchte Nmecha nach einem Pass von Gerhardt frei im Strafraum auf, doch diesmal blieb der in Grätschhaltung parierende Hradecky der Sieger (53.). Fortan wirkten die Leverkusener geschockt und fanden nicht zur gewohnten Offensivpower zurück. Viele Abspielfehler unterliefen der Werkself.

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Dann passierte lange Zeit nichts, weil Wolfsburg defensiv kompakt stand und den Hausherren fast nichts einfiel. Demirbay hielt deshalb mal aus der Distanz drauf, verzog dabei nur knapp (75.). In der fünfminütigen Nachspielzeit zückte Aytekin noch die Rote Karte für Maxence Lacroix, der Alario beim Versuch des Torschusses am Trikot festhielt. Der Argentinier war frei durch. Platzverweis und Elfmeter wegen Notbremse des Wölfe-Verteidigers. Der Gefoulte trat an und scheiterte an Koen Casteels, der den Ball aus der linken unteren Ecke fischte (90.+5). Es blieb beim verdienten 2:0 für die Gäste, die eine sehr konzentrierte Leistung im Rheinland ablieferten. Von Bayer kam schlichtweg zu wenig.

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Nmecha liefert eine starke Leistung beim 2:0 in Leverkusen ab - Darius Simka via www.imago-images.de/imago images/regios24

Spieler des Spiels: Lukas Nmecha

Lukas Nmecha gab die meisten Torschüsse auf dem Feld ab (vier) und auch kein Wolfsburger legte mehr Torschüsse vor als der Youngster (zwei). Nmecha gewann über die Hälfte (52%) seiner vielen Zweikämpfe (23, die meisten aller Wölfe) und belohnte sich mit seinem 3. Bundesliga-Saisontor.