2. Bundesliga

1:0 beim SC Paderborn 07: Der FC Schalke 04 klettert ans obere Tabellendrittel heran

Der FC Schalke 04 hat das schwere Auswärtsspiel beim SC Paderborn mit 1:0 (0:0) für sich entschieden. Matchwinner war mal wieder Simon Terodde (63.), der nach sechs Spieltagen bereits zum siebten Mal knipste. Paderborn ließ einige gute Torchancen liegen, wirkte in den Schlussminuten zu umständlich. Durch den Dreier klettern die Königsblauen auf Rang sieben, Paderborn bleibt auf zwei.

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Bundesliga Match Facts

Beide Cheftrainer brachten nach der Länderspielpause jeweils einen Neuen. SCP-Coach Lukas Kwasniok setzte auf Dennis Srbeny in der Sturmspitze für Kai Pröger (Bank), sein Gegenüber Dimitrios Grammozis schickte beim FC Schalke 04 Florian Flick für Dominick Drexler aufs Feld, bei dem sich die Knieprobleme am Vortag des Spiels erhärteten.

Beide Teams starteten verhalten ins Spiel, der SC Paderborn hatte ein leichtes Übergewicht, ohne große Raumgewinne erzielen zu können. S04 war zunächst auf Kompaktheit bedacht, ließ dabei eigene Offensivbemühungen noch vermissen. Darko Churlinov lief sich bei einem Schalker Angriffsversuch gegen Zwei fest, Paderborn schaltete schnell um. Über die linke Offensivseite blieb Srbeny nur der Flachpass in die Spitze, wo Sven Michel Ko Itakura entwischte. S04-Keeper Ralf Fährmann eilte aus seinem Kasten, Michel schloss mit links aus 13 Metern ab. Die Kugel flog halbhoch knapp rechts am Pfosten vorbei (10.)!

Palsson grätscht gegen Justvan - Christof Koepsel/Getty Images

Wenige Minuten später bediente Marcel Mehlem Srbeny vor dem Strafraum, der SCP-Stürmer zögerte keine Sekunde mit dem Torschuss. Fährmann nahm das Spielgerät jedoch mühelos auf (14.). Die "Knappen" tauchten erstmals gefährlich nach einer Ecke von der linken Seite am SCP-Strafraum auf. Die Kugel fiel Marius Bülter die Füße, der aus der Drehung in halblinker Position Paderborns Keeper Jannik Huth mit einem Volleyschuss prüfte. Huth griff im Nachfassen zu (21.).

Paderborn nahm Schalkes Top-Torjäger Simon Terodde im ersten Abschnitt völlig aus dem Spiel. Der Mittelstürmer hatte bis dato die wenigsten Ballaktionen. Wenn, ging etwas über seinen Sturmkollegen Bülter. Der Plan der Ostwestfalen schien zu fruchten. Ähnlich sah es offensiv aus: Von Michels Oberschenkel sprang die Kugel vor die Füße von Marco Schuster, der sofort die Fackel zündete und Fährmann am linken Pfosten testete (44.).

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Schalke kam deutlich verbessert aus der Kabine: Thomas Ouwejan zog von rechts nach innen und fasste sich aus 17 Metern ein Herz! Huth riss beide Arme nach oben und verhinderte den Einschlag (55.). Kurz darauf fanden die Gelsenkirchener ihren Sturmtank Terodde zum ersten Mal im Fünfer, wo sich der 33-Jährige gegen Uwe Hünemeier durchsetzte und Huth in die Arme köpfte (57.).

In der 63. Spielminute belohnte sich Königsblau für einen engagierteren Auftritt in Hälfte zwei mit dem Führungstor! 60 Minuten lang schalteten die Hausherren Terodde aus, bis sich der 33-Jährige schließlich mit seiner Lieblingsaufgabe, dem Toreschießen, zurückmeldete. Ausgangspunkt war eine Einzelaktion von Bülter, der erst Hünemeier umkurvte und sich an Huth per Abschlussversuch vorbeiwurschtelte. Die Kugel drohte ins Toraus zu rollen, Bülter erlief diese in letzter Sekunde willensstark. Im Fünfer lauerte Terodde, der das Spielgerät auch bekam und flach sofort einschoss. Es war das 149. Zweitligator des gebürtigen Bocholters.

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Einige Minuten später war Terodde beinahe wieder zur richtigen Zeit am richtigen Ort, köpfte aber aus kurzer Distanz Malick Thiaw an. Auch der anschließende Distanzschuss von Rodrigo Zalazar verfehlte das Ziel (68.). Auf der anderen Seite bekamen Julian Justvan und Robin Yalcin den Ball nicht im Tor unter (71.).

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Churlinov im Kopfballduell mit Michel - Christof Koepsel/Getty Images

Der beim SCP eingewechselte Pröger schoss aus spitzem Winkel auf den Kasten von Fährmann, der die Ecke reaktionsschnell zustellte (84.). Schalke fuhr den zweiten Auswärtssieg der Saison durch eine in Hälfte zwei offensiv engagiertere und kämpferische Leistung sowie Torjäger Terodde ein, der sich mal wieder als entscheidender Faktor bei S04 erwies. Der SCP machte zu wenig aus seinen Gelegenheiten, agierte hintenraus zu umständlich.