Jubel bei den Magdeburgern nach der 1:0-Führung durch Andreas Müller. - © IMAGO/H. Langer/IMAGO/Langer
Jubel bei den Magdeburgern nach der 1:0-Führung durch Andreas Müller. - © IMAGO/H. Langer/IMAGO/Langer
2. Bundesliga

Der 1. FC Magdeburg gewinnt wilde Partie gegen den Karlsruher SC

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Der 1. FC Magdeburg gewinnt ein wildes Spiel beim Karlsruher SC mit 3:2 (3:0). Auf die frühe Führung von Andreas Müller (7.), folgte ein Doppelschlag nach rund einer halben Stunde durch Atik und Kwarteng (32., 34.). Die hohe Führung ging zur Pause in Ordnung. In der zweiten Halbzeit war dann aber der KSC das dominante Team. Mit einem Doppelschlag durch Wanitzek und Kaufmann (63., 65.) sorgte das Heimteam wieder für Spannung. Zwar kam der KSC noch zu weiteren Chancen, der FCM rettete den Vorsprung aber mit viel Leidenschaft über die Zeit.

Wenige Veränderungen in den Startformationen

Bundesliga Match Facts

Im Vergleich zur Auswärtsniederlage beim SC Paderborn wechselte KSC-Trainer Christian Eichner seine Elf auf einer Position: In der Offensive kam Fabian Schleusener anstelle von Mikkel Kaufmann zum Einsatz. Verzichten mussten die Karlsruher auf die verletzten Innenverteidiger Daniel O'Shaughnessy, Christoph Kobald, Lazar Mirkovic und Felix Irorere. Zudem fehlte Sebastian Jung auf der rechten Abwehrseite und mit Leon Jensen und Kyoung-Rok Choi fehlten zwei Kräfte für das Mittelfeld.

Der 1. FC Magdeburg wechselte seine Startelf im Vergleich zur Heimniederlage gegen Fortuna Düsseldorf auf zwei Positionen: Tim Sechelmann ersetzte Jamie Lawrence in der Verteidigung und Moritz Kwarteng kam für Tatsuya Ito im Mittelfeld zum Einsatz. Verletzungsbedingt fehlten den Magdeburgern die Offensivkräfte Luca Schuler, Maximilian Franzke und Florian Kath, während Kai Brünker erstmals seit April wieder Teil des Kaders war.

Magdeburger Traumstart

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Nach erfrischendem Beginn mit guten Offensivaktionen auf beiden Seiten, setzten die Gäste aus Magdeburg das erste dicke Ausrufezeichen: Eine kurz ausgeführte Ecke landete im Rückraum bei Andreas Müller, dessen leicht abgefälschter Schuss im KSC-Tor landete (7. Minute). In der Folge war der FCM das klar spielbestimmende Team. Fast 70 Prozent Ballbesitz gab es in der ersten halben Stunde für die Gäste, während der KSC vor allem über Umschaltmomente Gefahr erzeugen wollte. Eine erste gefährliche Aktion entstand für das Heimteam nach solch einem Konter, als Rossmann in der Mitte gerade noch so abgegrätscht wurde (22.).

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Gerade als die Partie ausgeglichener gestaltet werden konnte, schlugen die Gäste ein zweites Mal zu. Conde spielte Atik im linken Halbraum an, welcher dann in den Strafraum dribbeln konnte und mit rechts wuchtig und unhaltbar für KSC-Torwart Eisele abschloss (32.). Ein Wirkungstreffer, denn keine zwei Minuten später führte ein missglückter Rückpass zum dritten Magdeburger Treffer: Kwarteng setzte Eisele entscheidend unter Druck, der sichtlich Probleme mit dem halbhohen Anspiel von Mitspieler Gordon hatte, und konnte in der Folge ins leere Tor einschieben (34.). Bis zur Halbzeit änderte sich am Ergebnis nichts, wenngleich der KSC nun zu einigen Abschlüssen unter anderem durch Cueto und Schleusener (44., 45+1) kam.

Baris Atik jubelt über sein Tor gegen den Karlsruher SC. - IMAGO/H. Langer/IMAGO/Langer

KSC kommt zurück!

Trotz des deutlichen Rückstands steckte das Heimteam nicht auf. Die offensive Dreierreihe wurde einmal komplett durchgetauscht: Arase, Rapp und Kaufmann kamen für Cueto, Rossmann und Schleusener. Und nach kurzer Abtastphase zu Beginn wurde die Partie ein offener Schlagabtausch: Erst hatte der eingewechselte Ito eine gute Möglichkeit für die Gäste (58.), dann wurde Simone Rapp gleich dreimal für das Heimteam gefährlich (59., 61., 63.). Kurze Zeit später jubelte der KSC, als Wanitzek von der Strafraumkante abzog und der Ball unhaltbar für Reimann unten rechts einschlug (65.). Es ging wild weiter: Keine zwei Minuten nach dem Treffer konterte der KSC eiskalt durch Kaufmann, der einen langen Ball von Gondorf erlief, an Reimann vorbeigehen konnte und aus der Entfernung ins leere Tor einschob (65.). Rund eine Minute danach tauchte Aktivposten Arase frei vor Reimann im Strafraum auf, schoss den Ball aber über das Tor (66.).

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In der Schlussphase konnten sich die Magdeburger wieder etwas besser aus der Druckphase des KSC befreien. Kurz vor Schluss kam das Heimteam aber wieder stärker auf und hatte durch Breithaupt, Rapp und Kaufmann gute Gelegenheiten (85., 86., 87.). Auch in der Nachspielzeit wurde es nochmal gefährlich: Heises Freistoß landete jedoch in der Mauer und Wanitzeks Fernschuss ging knapp am Tor vorbei (90.+3, 90.+4). Mit viel Leidenschaft gelang es dem FCM letztlich den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten.

Damit holt der 1. FC Magdeburg die volle Punktzahl auswärts beim Karlsruher SC, die ihrerseits auch das zweite Saisonspiel verlieren. Für das Team von Christian Titz geht es am nächsten Wochenede im DFB-Pokal zuhause gegen Eintracht Frankfurt. Der Karlsruher SC ist bei der TSG Neustrelitz zu Gast.