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Elf Tore in 13 Spielen: Mateusz Żukowski sorgt in der 2. Bundesliga für Furore
Elf Tore in 13 Spielen: Mateusz Żukowski sorgt in der 2. Bundesliga für Furore - © IMAGO/Ralf Brueck
Elf Tore in 13 Spielen: Mateusz Żukowski sorgt in der 2. Bundesliga für Furore - © IMAGO/Ralf Brueck
2. Bundesliga

Magdeburgs Żukowski: Eine neue Rolle ist wie ein neues Leben

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Rolf Zuckowski ist in Deutschland ein bekannter Name, seine Kinderlieder sind hierzulande bei Groß und Klein in aller Munde. Mateusz Żukowski dagegen klingt nur vom Nachnamen ähnlich, ist aber in der 2. Bundesliga drauf und dran, ähnlich prominent zu werden. Der polnische Angreifer des 1. FC Magdeburg ist der Hoffnungsträger des einstigen Europapokalsiegers im Abstiegskampf – und hat eine erstaunliche Entwicklung hinter sich.

Elf Tore in nur 13 Spielen: Mateusz Zukowskis Quote kann sich mehr als sehen lassen – vor allem angesichts der Tatsache, dass der polnische Angreifer mit dem 1. FC Magdeburg mittendrin im Abstiegskampf steckt. Derzeit rangiert der einstige Europapokalsieger trotz seines treffsicheren Torjägers sogar auf dem letzten Tabellenplatz – die Hoffnung in der Ottostadt ruhen im Kampf um den Klassenerhalt ganz auf den schmalen Schultern des 24-Jährigen.

Noch überraschender: Żukowski sorgt nicht nur bei einem tabellarischen Kellerkind für Furore, sondern auch auf einer für ihn ungewohnten Position. Bei seinen Stationen zuvor (Lechia Gdansk, Glasgow Rangers, Lech Posen und Slask Wroclaw) war der polnische Junioren-Nationalspieler eher auf der offensiven Außenbahn zuhause, wurde sogar zwischendurch als Verteidiger eingesetzt. Als treffsicherer Knipser fiel Żukowski eigentlich nirgendwo auf.

Schwerer Start in Magdeburg

Fünf Tore in über 130 Profispielen – und nun der endgültige Durchbruch in vorderster Front: Der 24 Jahre alte Angreifer hat in neuer Rolle zum Glück gefunden. Dabei war sein Start in Magdeburg alles anderes als einfach: Nach einem Mittelfußbruch, den er sich im Trikot von Slask Wroclaw zugezogen hatte, verzögerte sich erst die Verpflichtung durch den einstigen Europapokalsiegers – und dann Żukowskis Debüt im FCM-Dress.

Seitdem ist der zum Mittelstürmer umfunktionierte Angreifer nicht mehr zu halten. Elf Tore in 13 Einsätzen, nahezu alle 100 Minuten ein Treffer. "Ich bin hungrig auf Tore", erklärt Żukowski, der allerdings auch direkt hinterherschiebt: "Das Wichtigste ist, dass die Mannschaft gewinnt" – und daran mangelte es zuletzt beim FCM. Unheimlich wichtig sei er für das Team, sagte Magdeburgs Coach Petrik Sander, weil er Wucht und Dynamik mitbringe, die dem Abstiegskandidaten ansonsten komplett abgehe.

Vergleiche mit Lewandowski

Kaum verwunderlich, dass auch in Żukowskis Heimat die Blicke auf den neuen Knipser gerichtet sind. Erste Gerüchte von Berufungen für die Nationalmannschaft gehen um, Vergleich mit Robert Lewandowski oder Dawid Kownacki werden angestellt. Ganz im musikalischen Sinne scheint für den Magdeburger Angreifer eine neue Rolle wie ein neues Leben zu sein. Nicht von Rolf Zuckowski, aber vielleicht demnächst die Hymne für einen gewissen Mateusz Żukowski.