2. Bundesliga

Verrückter 3:2-Sieg für den 1. FC Magdeburg beim Hamburger SV

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Der 1. FC Magdeburg hat am 13. Spieltag der 2. Bundesliga 3:2 (1:0) beim Hamburger SV gewonnen. Mo Elhankouri (11.), Baris Atik (51.) und Julian Rieckmann schossen den Aufsteiger zum Sieg. Ransford-Yeboah Königsdörffer (58.) und Tom Sanne (90. +3) erzielten die Tore für die Rothosen. Dadurch verließ der FCM die Abstiegsränge, während es der HSV verpasste, mit Darmstadt gleichzuziehen.

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Tim Walter musste seine Startelf auf einigen Positionen umbauen: HSV-Kapitän Sebastian Schonlau war gesperrt, Bakery Jatta und Moritz Heyer fehlten verletzt - und auch Torjäger Robert Glatzel war nicht wirklich fit, immerhin saß er anders als im Pokal in Leipzig zumindest wieder auf der Bank. Das Trio Schonlau, Heyer und Glatzel hatte zuvor in allen zwölf Ligaspielen dieser Saison in der Startelf gestanden. Deshalb gab unter anderem der 18-jährige William Mikelbrencis seine Startelfpremiere.

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Beim 1. FC Magdeburg gab es drei Umstellungen, drei etatmäßige Stammkräfte kehrten zurück: Keeper Dominik Reimann war wieder fit und verdrängte Tim Boss, Mo El Hankouri kam für den Ex-HSVer Tatsuya Ito in die Mannschaft und Connor Krempicki verdrängte Luca Schuler aus der ersten Elf. Kapitän Amara Conde war erneut Reservist.

Magdeburg jubelt in Hamburg - IMAGO/nordphoto GmbH / Tauchnitz/IMAGO/Nordphoto

El Hankouri lässt Magdeburg jubeln

Hamburg hatte die Möglichkeit, mit Tabellenführer Darmstadt gleichzuziehen, da die "Lilien" zuvor gegen Kiel nur 1:1 gespielt hatten. Dementsprechend motiviert gingen die Hanseaten die Partie gegen Schlusslicht Magdeburg an. Zu Beginn hatten die Rothosen deutlich mehr Ballbesitz und liefen Magdeburg früh an, die Gäste gingen aber nach elf Minuten in Führung: Baris Atik steckte am Strafraum auf El Hankouri durch, der rechts vor dem Fünfer auftauchte und aus spitzem Winkel ins linke Eck schoss (1:0). Für den Stürmer war es das zweite Saisontor, zuvor hatte er beim 4:4-Spektakel auf dem Betzenberg getroffen.

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Hamburg gab danach zwar weiterhin den Ton an, im Aufbauspiel der Hausherren gab es aber zu viele Ungenauigkeiten, wodurch kaum Chancen zustande kamen. Das lag auch daran, dass Magdeburg erstmals in dieser Saison hinten mit einer Dreierkette spielte, die bei gegnerischem Ballbesitz zur Fünferkette wurde. Sechser Daniel Elfadli rückte in die Abwehrzentrale. So ließ der Aufsteiger bis zur Pause hinten kaum etwas zu, weil Hamburg auch die Durchschlagskraft fehlte.

Hamburg macht es noch mal spannend - IMAGO/nordphoto GmbH / Tauchnitz/IMAGO/Nordphoto

Spannend bis zum Abpfiff

Nach dem Seitenwechsel kam der HSV zwar mit mehr Schwung aus der Kabine, Magdeburg sollte aber das 2:0 machen: Herbert Bockhorn dribbelte rechts in den Strafraum und legte zurück auf Cristiano Piccini, der mit einem perfekten Pass Atik bediente. Dieser tauchte links vor dem Tor auf und schoss rechts in die Maschen - 2:0 (51.).

Tim Walter reagierte auf den Rückstand und wechselte gleich dreifach. Kurz darauf sollte die prompte Antwort folgen: Ludovit Reis wurde rechts im Strafraum angespielt und legte quer auf Ransford-Yeboah Königsdörffer, der zum 1:2 einschob (58.). Drei Minuten später faustete Reimann Gnaka an, der unglücklich ins eigene Tor abfälschte. Königsdörffer berührte den Ball vor der Linie aber noch leicht, wodurch er im Abseits stand und der Treffer nach Überprüfung nicht gegeben wurde (61.).

Danach spielte fast nur noch der HSV und hatte einen Torschuss nach dem nächsten. Die größte Chance verpasste Xavier Amaechi in der 77. Minute, nachdem er einen Querpass von Sonny Kittel am linken Pfosten frei vorbeischoss.

Bis zum Abpfiff wurde es zu einer echten Abwehrschlacht für Magdeburg, da der HSV mit Powerplay den Ausgleich erzwingen wollte. Der Aufsteiger hielt dem aber stand und erzielte in der 88. Minute sogar das 3:1 durch den eingewechselten Julian Rieckmann. Ein Tor des eingewechselten Tom Sanne, der bei seinem Profidebüt traf, machte es dann noch mal spannend (2:3, 90. +3). Der HSV warf alles nach vorne, auch Heuer Fernandes kam mit nach vorne. Mit der letzten Aktion klärte erst Gnaka auf der Linie, dann köpfte Vuskovic per Aufsetzer an die Latte.

Dadurch entführte der FCM drei Punkte aus Hamburg und verließ die Abstiegsränge, während es der HSV verpasste, mit Darmstadt gleichzuziehen.

Atik schießt ein Tor und gibt eine Vorlage - Getty Images