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Erster Saisonsieg: Der VfB Stuttgart gewinnt das Kellerduell gegen den VfL Bochum 1848 verdient mit 4:1

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Der VfB Stuttgart hat mit einem 4:1 (2:1) seinen ersten Saisonsieg im Duell mit dem Tabellenletzten VfL Bochum 1848 unter Dach und Fach gebracht. Zu verdanken war der Heimerfolg vor allem dem Doppelpack von Silas Katompa Mvumpa (3./64.). Zudem trugen sich Naouirou Ahamada (22.) und Wataru Endo (71.) für den VfB in die Torschützenliste ein. Simon Zoller traf für den VfL zum zwischenzeitlichen 1:2 (30.).

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VfB-Interimscoach Michael Wimmer veränderte die Stuttgarter Anfangsformation im Vergleich zum letzten Spiel (0:1 gegen Union Berlin) auf drei Positionen: Enzo Millot (Startelf-Premiere), Borna Sosa und Luca Pfeiffer spielten für Atakan Karazor, Serhou Guirassy (beide gesperrt) und Hiroki Ito (auf der Bank). Beim VfL Bochum nahm Cheftrainer Thomas Letsch nach dem erlösenden 3:0 gegen Frankfurt nur einen Wechsel vor: Kevin Stöger, der sein 50. Pflichtspiel feierte, startete anstelle von Patrick Osterhage (Bank).

Stuttgart drückte im Kellerduell von Beginn an aufs Gaspedal: Nach dem Außennetz-Schuss von Millot (2.) tanzte Silas Katompa Mvumpa nur eine Zeigerumdrehung später Danilo Soares und Kevin Stöger per Tunnel aus, wurde danach aber vom Brasilianer im Sechzehner von den Beinen geholt - Elfmeter! Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte entschlossen links in den Maschen (1:0, 3.). Silas verwertete alle seine vier Strafstöße in dieser Saison.

Fantasy Heroes: Silas Katompa Mvumpa (22 Punkte) | Borna Sosa (16) | Wataru Endo (11)

Naouirou Ahamada erzielt das 2:0 für den VfB - Adam Pretty/Getty Images

Zoller bringt den VfL zurück ins Spiel

Während die Schwaben in der Anfangsviertelstunde durch Umschaltmomente gefährlich blieben, hatte Bochum ein Plus an Ballbesitz, fand aber zunächst kein Durchkommen. Es war ein fußballerisch durchaus unterhaltsames Unterfangen in Hälfte eins, das aber auch intensive und teils zu hart geführte Zweikämpfe bereithielt - vor allem durch das Zutun des VfL.

Mit ihrem dritten Schuss aufs Tor erhöhten die Stuttgarter: Bei einem Flugball von der linken Seite eilte Riemann aus seinem Kasten und beförderte den Ball im Luftduell mit Pfeiffer unzulänglich zur Seite. Silas nahm die Kugel an, das Tor war eigentlich leer, doch er bediente stattdessen Naouirou Ahamada. An mehreren unsortierten Bochumern vorbei vollstreckte der Franzose links im Knick zu seinem zweiten Saisontreffer (2:0, 20.).

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Gegen bis dato kompakt verteidigende und vorne effizient agierende Stuttgarter konnten die Gäste erst ab Minute 25 verstärkt Impulse im letzten Drittel setzen. Nach zwei Abschlüssen von Stöger (27./28.) klingelte es kurze Zeit später im VfB-Kasten: Ein Einwurf auf der linken Seite nutzte Stöger für den Doppelpass mit Philipp Förster, der sehenswert per Hacke zurückgab. Der Österreicher bewies sein geniales Auge mit dem Flachpass in den Sechzehner, wo Simon Zoller einlief und von VfB-Keeper Florian Müller angegrätscht wurde. Vom rechten Schlappen des Stürmers sprang die Kugel ins Netz (1:2, 29.). Drittes Saisontor für den 31-Jährigen.

Mit einem Freistoß aufs Tordach der Bochumer durch Sosa (45.+2) begaben sich beide Teams in die Katakomben. Nach sieben Minuten in Durchgang zwei musste Ahamada verletzungsbedingt leicht verfrüht vom Platz - Chris Führich ersetzte ihn (52.). In den Folgeminuten drückte Bochum durch Stöger (57.) und der Großchance von Gerrit Holtmann (60.), bei der sich Waldemar Anton in der Rückwärtsbewegung verschätzte, aufs 2:2, doch beide Male war Müller im Weg.

Simon Zoller erzielt den zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer für den VfL - IMAGO/Eibner-Pressefoto/Wolfgang Frank/IMAGO/Eibner

Silas und Endo sorgen für Ruhe beim VfB

Stuttgart schlug inmitten der Gäste-Drangphase erneut zu, wieder war Silas der Torschütze. Führichs Pass in den Rücken von Cristian Gamboa schob Sosa in den Rückraum, wo Pfeiffer nicht zum Abschluss kam. Einige Meter weiter rechts lauerte jedoch Silas, der genügend Zeit und Platz hatte, um das Spielgerät trocken links unten im Knick zu versenken (3:1, 64.). Es ist der erste Heimdoppelpack für den Kongolesen, der zuvor jeweils im Dezember 2020 in Bremen und Dortmund zweifach traf.

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Nur wenige Minuten später beruhigte Wataru Endo die VfB-Fans endgültig, indem er einen freiliegenden Ball oben links ins Netz drosch (4:1, 71.). Trotz des Treffers bitter: Konstantinos Mavropanos verletzte sich bei einem Zusammenprall mit Philipp Hofmann am Kopf und musste anschließend per Trage vom Platz transportiert werden (73.).

Vom VfL kam bis auf einen Außenpfostenschuss von Holtmann nicht mehr viel (77.). Bei den Stuttgartern hätte Silas sogar beinahe einen Dreierpack geschnürt, wenn das rechte Lattenkreuz nicht im Weg gestanden hätte (87.). Die Schwaben präsentierten sich schlichtweg kaltschnäuziger als der Ruhrgebietsclub, fahren deshalb verdient den ersten Heimdreier der Saison ein und befreien sich vorerst aus dem Tabellenkeller. Bochum bleibt Letzter.

Spieler des Spiels: Silas Katompa Mvumpa

Silas Katompa Mvumpa war an drei der vier VfB-Treffer direkt beteiligt; er schnürte einen Doppelpack und bereitete die 2:0-Führung vor. Von allen VfB-Spielern gab Silas die meisten Torschüsse ab (vier), ein Aluminiumtreffer verhinderte seinen ersten Bundesliga-Dreierpack. Immer wieder kurbelte der 24-Jährige rechts die VfB-Ofensive an und bestritt hier viele Zweikämpfe (22).

Silas Katompa Mvumpa ist mit seinem Doppelpack der Spieler des Spiels - Adam Pretty/Getty Images