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Goldener Moment: Ermedin Demirović zieht aus der Distanz ab und trifft zum entscheidenden 1:0 für den VfB Stuttgart gegen den SC Freiburg.
Goldener Moment: Ermedin Demirović zieht aus der Distanz ab und trifft zum entscheidenden 1:0 für den VfB Stuttgart gegen den SC Freiburg. - © IMAGO/Volker Mueller
Goldener Moment: Ermedin Demirović zieht aus der Distanz ab und trifft zum entscheidenden 1:0 für den VfB Stuttgart gegen den SC Freiburg. - © IMAGO/Volker Mueller
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Derbyglück dank Demirović!

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Der VfB Stuttgart hat das Baden-Württemberg-Duell gegen den SC Freiburg mit 1:0 (0:0) gewonnen. Ermedin Demirović (90.) erzielte das späte Siegtor mit einem sehenswerten Distanzschuss.

Der VfB Stuttgart traf am 20. Spieltag der Bundesliga auf den SC Freiburg – zwei Teams, die sich aktuell in guter Form präsentieren. Die Schwaben waren seit sechs Bundesliga-Spielen ungeschlagen und belegen einen Spitzenplatz in der Tabelle.

Beide Mannschaften waren unter der Woche in der Europa League im Einsatz gewesen: Stuttgart hatte Young Boys Bern besiegt, muss aber dennoch in die Playoffs, während Freiburg trotz einer Niederlage gegen Lille direkt für das Achtelfinale qualifiziert ist. Bilal El Khannouss kehrte nach seiner Teilnahme am Afrika-Cup in die Stuttgarter Startelf zurück.

Strafraumszene: VfB-Stürmer Deniz Undav kommt zum Kopfball, doch Freiburgs Schlussmann Noah Atubolu zeigt eine seiner vielen starken Paraden. - IMAGO/Eibner-Pressefoto/Wolfgang Frank

Stuttgart drückt, Atubolu hält Freiburg im Spiel

Die Partie begann ausgeglichen, ohne dass eine der beiden Mannschaften klar dominieren konnte. Die erste nennenswerte Chance hatte Yuito Suzuki für die Gäste, dessen Schuss aus der Distanz knapp über die Latte strich (4.). Mit fortschreitender Spieldauer übernahm Stuttgart mehr und mehr die Kontrolle.

In der 20. Minute prüfte Josha Vagnoman mit einem Kopfball Noah Atubolu, der einen starken Reflex zeigte. Nur acht Minuten später hatte Deniz Undav die Riesenchance zur Führung, als er im Strafraum abzog, doch Matthias Ginter rettete für den bereits geschlagenen Atubolu auf der Linie (28.).

Kopfballduell: Deniz Undav kam im Laufe des Spiels zu insgesamt sechs Torschüssen, konnte aber keinen davon im Netz unterbringen. - IMAGO/Volker Mueller

Undavs vergebliche Bemühungen

Undav blieb der gefährlichste Stuttgarter. In der 32. Minute nutzte er einen Fehlpass von Atubolu, doch sein Schuss aus zwölf Metern verfehlte knapp das Ziel. Auch zwei weitere gute Möglichkeiten konnte der Stürmer nicht verwerten (34., 37.).

Kurz vor der Pause war es dann Nikolas Nartey, der per Kopf an Atubolu scheiterte (42.). Auf der Gegenseite hatte Freiburg durch Derry Scherhant eine große Chance, doch sein Abschluss landete nur im Außennetz (43.). So ging es torlos in die Kabinen.

Kampf um jeden Ball: Igor Matanović (SC Freiburg) und Jeff Chabot (VfB Stuttgart) lieferten sich über die gesamte Spielzeit intensive Zweikämpfe. - IMAGO/Alexander Keppler

Demirović erlöst Stuttgart in der Schlussminute

Nach dem Seitenwechsel starteten die Freiburger besser. In der 48. Minute entwischte Suzuki der Stuttgarter Abwehr, doch Finn Jeltsch rettete mit einer starken Grätsche. Auf der Gegenseite war es El Khannouss, der in der 51. Minute aus kurzer Distanz an Atubolu scheiterte. Mit fortschreitender Spielzeit wurde die Partie intensiver, Karazor (52.) und Beste (53.) sahen Gelbe Karten.

Stuttgart-Trainer Sebastian Hoeneß brachte mit Chris Führich und Maximilian Mittelstädt frische Kräfte, doch die klaren Chancen wurden seltener. Als schon alles nach einem torlosen Remis aussah, schlug der eingewechselte Ermedin Demirović zu: Nach Vorlage von Undav nahm er den Ball an der Strafraumkante an und jagte ihn mit einem Traumschuss unhaltbar ins rechte obere Eck (90.). Freiburg warf in der Nachspielzeit alles nach vorne und hatte durch Ogbus beinahe den Ausgleich erzielt, doch Alexander Nübel parierte stark (90.+2).

Dirigent zwischen den Pfosten: Noah Atubolu wurde trotz der Niederlage zum Spieler des Spiels gewählt und bestätigte mit seiner Leistung, warum er eine der Entdeckungen dieser Bundesliga-Saison ist. - DFL/Getty Images/Simon Hofmann

Man of the Match: Noah Atubolu

Trotz der Niederlage war Noah Atubolu der herausragende Akteur auf dem Platz. Der Freiburger Torhüter zeigte insgesamt fünf Paraden und verhinderte mit seinen Glanzleistungen einen früheren Rückstand seiner Mannschaft. Besonders bei den Chancen von Vagnoman (20.), El Khannouss (51.) und mehrfach gegen Undav bewies er seine Klasse.

Mit einem Expected-Save-Wert von 3,2 übertraf er die Erwartungen deutlich und bestätigte seine starke Saisonform. Ohne seine Paraden wäre die Partie für die Breisgauer deutlich früher entschieden gewesen.

Bundesliga Match Facts
xGoals: Stuttgart 2,18 - Freiburg 0,7
Schnellster Spieler: Ramon Hendriks (VFB), 35,05 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 1:0 von Ermedin Demirović (VFB), 5,36 Prozent
Most Pressed Player: Bilal El Khannouss (VFB), 29 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Chris Führich (VFB), +2,61

Fantasy Heroes: Jeff Chabot (244 Punkte), Josha Vagnoman (213 Punkte), Deniz Undav (204 Punkte)