Die - © Sebastian Widmann/Bundesliga/Bundesliga Collection via Getty Images
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Tipico Blog: Rekorde des Saisonstarts 2020/21

Die Bundesliga-Saison 2020/21 ist noch relativ jung, doch bereits nach sieben Spieltagen stellten viele Spieler und Teams neue Bestmarken und Rekorde auf. Im Tipico Blog werden die besonderen Rekorde des Saisonstarts noch mal genauer aufgeführt.

Vereins- und Spielerrekorde

In der Bundesliga fallen auch in dieser Saison zahlreiche Tore. Besonders vom Elfmeterpunkt sind die Torjäger in dieser Spielzeit sicher. An den ersten sieben Spieltagen wurden 30 Strafstöße verwandelt und damit so viele wie zu diesem Zeitpunkt noch nie zuvor in der Bundesliga. 28 davon wurden verwandelt – ebenfalls Bundesliga-Rekord nach sieben Runden.

Wenn es um Rekorde geht, ist der FC Bayern München fast immer vertreten: Mit aktuell 27 Toren stellte der FCB den  Bundesliga-Rekord von Borussia Mönchengladbach aus der Saison 1973/74 ein. Zuvor stellten die Bayern bereits die historische Bestmarke nach vier Spieltagen (17 Treffer) ein und neue historische Bestmarken für Saisontore nach fünf Spieltagen (22 Treffer) und sechs Spieltagen (24 Treffer) auf. Die vielen Tore der Münchner brachten ihnen sechs Siege aus den ersten sieben Spielen ein (eine Niederlage). Das führte dazu, dass ein Ur-Bayer eine Vereinslegende überholte: Thomas Müller gewann am 7. Spieltag das 261. seiner 358 Bundesliga-Spiele.

Nach einigen Rückkehrern und Transfers im Sommer, stellte Eintracht Frankfurt einen neuen Rekord auf: Steven Zuber, Tuta, Ragnar Ache und Amin Younes debütierten in dieser Saison für die Hessen in der Bundesliga und wurden die Spieler Nummer 439 bis 442, die für Frankfurt in der Bundesliga zum Einsatz kamen – neuer alleiniger Bundesliga-Rekord (zuvor gemeinsam mit dem HSV bei 438 Spielern).

Für Joan Simun Edmundsson war diese Saison bereits ein Highlight: Der Spieler von Arminia Bielefeld wurde mit seiner Einwechslung am 2. Spieltag zum ersten Spieler und Torschützen von den Färöer-Inseln in der Bundesliga und machte dadurch ein ganzes Land stolz.

Einige 17-jährige mischten die Bundesliga auf: Jamal Musiala wurde 1. Spieltag der erste 17-Jährige, der in der Bundesliga für die Bayern traf, Jude Bellingham wurde am 1. Spieltag zum jüngsten Spieler seit Beginn der Datenerfassung (1992/93), der in einem Bundesliga-Spiel eine Torvorlage gab (17 Jahren und 82 Tage), Giovanni Reyna wurde am 3. Spieltag der erste 17-jährige der in der Bundesliga drei Torvorlagen in einer Partie gab, Bellingham und Reyna sorgten am 1. Spieltag für die erste Tor-Co-Produktion (Tor und Torvorlage) zweier 17-jähriger in der Bundesliga-Geschichte und Paul Nebel wurde zum jüngsten Spieler in der Mainzer Bundesliga-Geschichte (17 Jahre, 346 Tage).

Für Union Berlin lief der Saisonstart besonders gut: Die Eisernen blieben in den letzten sechs Bundesliga-Spielen ungeschlagen (drei Siege, drei Remis). Bereits am 5. Spieltag wurde mit vier Spielen in Serie ohne Niederlage ein neuer Vereinsrekord in der Bundesliga aufgestellt. Union besiegte am 7. Spieltag Bielefeld mit 5:0, erzielte dabei erstmals in einem Bundesliga-Spiel mehr als vier Tore und feierte den höchsten Sieg der noch jungen Bundesliga-Geschichte des Vereins.

Tore und Torjäger

Robert Lewandowski ist der Mann für die Bestmarken in der Bundesliga. Das bewies der Pole wieder einmal in der noch recht jungen Saison: Mit elf Bundesliga-Toren nach Spieltagen stellte er einen neuen Bundesliga-Rekord auf. Bereits am 1. Spieltag traf der Stürmer in seinem 10. Bundesliga-Spiel in Folge gegen Schalke - das hatte noch nie ein Bundesliga-Spieler gegen einen Club geschafft. Und Lewandowski traf in den letzten sechs Bundesliga-Eröffnungsspielen immer (insgesamt acht Mal), erstmals traf damit ein Bundesliga-Spieler in sechs Spielzeiten in Folge am 1. Spieltag.

Gegen Hertha BSC (3. Spieltag) erzielte Lewandowski sein 100. Bundesliga-Tor in der Allianz Arena (beim 1:0) – Nummer 101 bis 103 folgten im selben Spiel. Und der 32-Jährige gab gegen die Berliner  13 Torschüsse ab und stellte damit einen ligaweiten Saisonrekord und neuen persönlichen Bestwert für eine Partie in der Bundesliga auf.

Der FC Bayern schaffte mit dem 8:0 gegen Schalke den höchsten Auftaktsieg der Bundesliga-Geschichte – bisher waren zwei 6:0 die höchsten Siege an einem ersten Spieltag gewesen (1974 Offenbach gegen Bayern und 2016 Bayern gegen Bremen).

Andrej Kramaric ist für die TSG Hoffenheim unersetzlich: Der Kroate traf an den ersten drei Spieltagen sechs Mal. Er wurde zum ersten Hoffenheimer, der nach zwei Bundesliga-Spieltagen mehr als drei Tore auf dem Konto hatte (fünf) und zum ersten Hoffenheimer, der nach drei Spieltagen mehr als vier Tore (sechs) auf dem Konto hatte. Saisonübergreifend erzielte er vom 33. Spieltag 2019/20 bis zum 2. Spieltag 2020/21 bzw. vom 34. Spieltag 2019/20 bis zum 3. Spieltag 2020/21 jeweils zehn Tore in vier aufeinanderfolgenden persönlichen Bundesliga-Spielen und stellte damit ebenfalls einen historischen Bundesliga-Rekord ein (zuvor gelang dies nur Robert Lewandowski 2015 und Karlheinz Vogt 1970).

Max Kruse verwandelte am 7. Spieltag gegen Bielefeld auch seinen 16. Elfmeter in der Bundesliga und egalisierte den Rekord von Hans-Joachim Abel, der zuvor als einziger Bundesliga-Spieler so viele Elfmeter geschossen hatte, ohne zu scheitern.

Aufsteiger VfB Stuttgart dreht in dieser Saison auf und begeistert mit Tempofußball. Den zeigten die Schwaben auch am 5. Spieltag gegen Köln: Orel Mangala traf nach nur 24 Sekunden und erzielte damit das bislang schnellte Tor 2020/21.

Auf Nils Petersen ist beim SC Freiburg stets verlass: Der Stürmer erzielte am 6. Spieltag gegen Leverkusen sein 26. Jokertor in der Bundesliga und baute damit seinen Rekord (meisten Jokertore der Bundesliga-Geschichte) weiter aus.

Jubiläen

Einige Spieler und Trainer feierten in dieser Bundesliga-Saison bereits Jubiläen: Bruno Labbadia feierte am 7. Spieltag in Augsburg seinen 100. Sieg als Bundesliga-Trainer (im 261. Spiel). Lucien Favre holte am 5. Spieltag gegen Schalke seinen 150. Sieg als Chef-Trainer in der Bundesliga. Der BVB-Coach erlebte bei seinem 300. Spiel als Bundesliga-Trainer am 4. Spieltag in Hoffenheim einen Auswärtssieg (1:0) seiner aktuellen Mannschaft. Sein Schützling Julian Brandt kam in Augsburg am 2. Spieltag mit 24 Jahren bereits zu seinem 200. Bundesliga-Spiel.

Manuel Neuer bestritt gegen seinen Ex-Club Schalke 04 sein 250. Bundesliga-Spiel für Bayern (1. Spieltag). Das 250. Bundesliga-Spiel absolvierte Sven Bender am 3. Spieltag in Stuttgart, allerdings für zwei Vereine: (92 für Leverkusen, 158 für Dortmund).

Daniel Caligiuri drehte während seines 300. Bundesliga-Spiels richtig auf: Am 2. Spieltag war er gegen Dortmund an beiden Augsburg-Treffern beteiligt (erstes Tor und erste Vorlage im FCA-Dress).

Wie viele Rekorde und Bestmarken wird es in dieser Saison noch zu bestaunen geben? Es bleibt spannend!