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Bayer 04 Leverkusen feiert einen 4:2-Auswärtssieg beim SC Freiburg

Bayer 04 Leverkusen hat seine Englische Woche mit einem 4:2 (2:1) beim SC Freiburg vernünftig abschließen können. Unter der Woche verlor die Werkself noch 0:1 in Prag. Lucas Alario traf doppelt, Nadiem Amiri und Jonathan Tah markierten die übrigen Bayer-Treffer. Lucas Höler konnte den SCF früh in Führung schießen. In Durchgang zwei netzte Nils Petersen noch zum zwischenzeitlichen 2:3 aus Freiburger Sicht. Die Rheinländer festigen Rang vier, Freiburg steht auf Platz 14.

Fantasy Heroes: Lucas Alario (19 Punkte), Nadiem Amiri (15), Leon Bailey (14)

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Unter der Woche traten die Mannen von Peter Bosz noch in der Europa-League bei Slavia Prag an. Mit einer 0:1-Niederlage im Gepäck ging es zurück nach Deutschland, am Sonntag wartete das Auswärtsspiel beim SC Freiburg. In der Tabelle stand Bayer 04 Leverkusen mehr als ordentlich dar, dies sollte durch ein Auswärtsdreier im Breisgau gefestigt werden. Für den Abschluss der Englischen Woche entschied sich Cheftrainer Bosz im Vergleich zum Spiel in Tschechien für sechs Änderungen. Unter anderem kehrte mit den Bender-Zwillingen, Edmond Tapsoba und Daley Sinkgraven die komplette Viererkette zurück. Beim Sport-Club wechselte Christian Streich lediglich einmal. Nils Petersen nahm zunächst auf der Bank Platz, für ihn begann Lukas Kübler.

Kübler war es auch, der den ersten Treffer der Partie super einleitete. Jonathan Schmid spielte rechts raus zu Kübler, der schickte den tiefgehenden Lucas Höler. Tapsoba trabte zurück, Höler vollstreckte rechts im Sechzehner per Außenrist unten links im Tor - die frühe Führung (3.).

Alario gleicht zum zwischenzeitlichen 1:1 aus, Lienhart versucht noch zu grätschen - Alex Grimm/Getty Images

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In der 8. Spielminute wurde ein vermeintliches 2:0 von Schmid zurückgepfiffen, weil Höler beim Pass von Christian Günter im Abseits stand, bevor er auf Schmid rüberlegte. Tapsoba machte im richtigen Moment den Schritt raus aus der Kette (8.). Die ersten zwanzig Minuten waren die Leverkusener noch nicht richtig auf dem Platz, die kompakte Freiburger Defensive schloss jegliche Lücken. Es sollte sogar noch schlimmer kommen, nachdem Schiedsrichter Benjamin Cortus auf Notbremse und Rot für Sven Bender entschied. Der Videoassistent schaltete sich ein, schickte Cortus zum Videomonitor. Zu erkennen war, dass nicht Sven Bender beim Foul an Höler letzter Mann war, sondern Tapsoba. Zudem geschah das Foul außerhalb des Strafraums. Cortus nahm die Rote Karte zurück, Bender sah Gelb (22.). Den nachfolgenden Freistoß setzte Vincenzo Grifo rechts neben den Kasten (25.).

Das schien die Leverkusener wachgerüttelt zu haben. Alario war ganz besonders aufmerksam, nutzte einen viel zu ungenauen Rückpass von Nicolas Höfler. Der Argentinier schaltete blitzschnell, drang in den Sechzehner ein, verwandelte trocken unten links (29.). Auch beim 2:1 war wieder Alario zur Stelle. Zunächst wurde sein Schuss geblockt, Julian Baumgartlinger kam vor dem Sechzehner an den Ball, zog zwei Freiburger auf sich. Der Österreicher spielte zu Florian Wirtz, der bediente rechts Lars Bender. Der Rechtsverteidiger der Leverkusener sah im Zentrum wieder Alario, der nur noch abstauben musste (42.).

Außenrist-Tor von Höler, Hradecky ist machtlos, Tapsoba ist zu spät - imago images / Pressefoto Baumann

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Den ersten Vorstoß des zweiten Abschnitts hatte der Deutsch-Italiener Grifo, der auf Hacken-Vorlage von Günter von links nach innen ziehen konnte. Grifo hatte viel Platz und Zeit, verzog aber rechts am Pfosten vorbei aus 20 Metern (47.). Ab der 60. Minute übernahmen die Rheinländer aber wieder die Spielkontrolle. Folgerichtig erhöhte Nadiem Amiri auf 3:1. Höfler verlor auf links den Ball, die Werkself schaltete schnell um. Im Zentrum kam Amiri an den Ball, Baptiste Santamaria eilte herbei. Der Leverkusener ließ den Freiburger mit einem simplen Haken ins leere Laufen, fast aus dem Stand vollstreckte er aus 20 Metern traumhaft links oben im Tor (64.).

Freiburgs Trainer Streich brachte den Edeljoker Petersen für Kübler in die Partie. Der Mittelstürmer war es auch, der den Anschlusstreffer zum zwischenzeitlichen 2:3 aus Freiburger Sicht besorgte. Grifo flankte scharf von rechts rein, Leverkusens Innenverteidiger konnten auf nassem Geläuf den Pass nicht verhindern. Petersen staubte ab (72.). Auf der Gegenseite reagierte Bayer 04 durch den Kopfballtreffer von Jonathan Tah nach einer Ecke von Kerem Demirbay, bei dem Dominique Heintz und Höler Tah frei einköpfen lassen (76.). Petersen konnte sich noch mal durch einen Vollspann-Schuss auszeichnen, den Bayer-Keeper Lukas Hradecky klasse parierte (82.). Es blieb beim 4:2-Auswärtssieg der Werkself.

Gruß in den Himmel nach seinem zweiten Treffer für die Werkself gegen Freiburg - Pressefoto Rudel/Robin Rudel via www.imago-images.de/imago images/Sportfoto Rudel

Spieler des Spiels: Lucas Alario

Lucas Alario gab drei Torschüsse ab, wovon er zwei im Tor versenkte. Wie bereits letzte Woche gegen Augsburg gelang ihm ein Doppelpack (sein siebter in der Bundesliga) und erstmals traf er in der Bundesliga in drei Spielen in Folge (insgesamt fünf Mal).