Köln - Die Bundesliga-Saison 2017/18 ist vorbei. bundesliga.de nimmt die zurückliegenden 34 Spieltage noch einmal in verschiedenen Kategorien genau unter die Lupe und präsentiert die auffälligsten Akteure. Teil 7: Die Dribbelkönige.

>>> Teil 1: Lewandowski, Werner & Co.: Die Spieler mit den meisten Torschüssen

>>> Teil 2: Süle, Baumgartlinger & Co.: Die Spieler mit der besten Passquote

>>> Teil 3: Naldo, Tah & Co.: Diese Spieler haben die beste Zweikampfquote

>>> Teil 4: Horn, Pavlenka & Co.: Diese Torhüter haben die meisten Schüsse gehalten

>>> Teil 5: Max, Hazard & Co.: Die Spieler mit den meisten Torschussvorlagen

>>> Teil 6: Bebou, Zakaria & Co.: Die Spieler mit der höchsten Spitzengeschwindigkeit

>>> Teil 8: Max, Kimmich & Co.: Das sind die Flankengötter der Bundesliga

Wie bestimmt man den Dribbelkönig der Bundesliga? Das ist gar nicht so einfach, denn es gibt verschiedene Kategorien, die man bewerten kann. Fangen wir mal vorne an, bei der Summe der offensiven Dribblingzweikämpfe.

Niemand geht in so viele Dribblings wie Pulisic

Hier führt Christian Pulisic von Borussia Dortmund die Wertung an. Insgesamt 217 Mal suchte der US-Amerikaner in der Offensive den Weg ins Dribbling. Damit liegt er in dieser Kategorie mit großem Abstand in Führung. Nimmt man auch die Defensivzweikämpfe hinzu, die das Supertalent des BVB bestritt, kommt man insgesamt sogar auf den Wert von 686 Zweikämpfen. Man mag es kaum glauben, aber damit führte Pulisic mit Abstand die meisten Zweikämpfe bei den Schwarz-Gelben in der abgelaufenen Saison.

Video: Dortmunds "Wonderkid" - Christian Pulisic

Harit in zwei anderen Kategorien vorne

Nun kommt es auf dem Platz ja aber eigentlich nicht allein darauf an, die offensiven Dribblingzweikämpfe zu suchen - man sollte sie nach Möglichkeit auch gewinnen. Und wenn es danach geht, dann war Amine Harit vom FC Schalke 04 in der letzten Spielzeit unschlagbar. Der Marokkaner ging offensiv zwar "nur" 204 Mal und damit 13 Mal weniger als Pulisic ins Dribbling, ganze 115 Mal gelang es ihm aber, seinen Gegner auszuspielen. Damit gewann der 20-Jährige nicht nur absolut gesehen die meisten Dribblings letzte Saison, auch seine Quote von 56,37 Prozent ist unübertroffen. Zum Vergleich: Pulisic gewann 90 von 217 Dribblinduellen, was einer Quote von 41,47 Prozent entspricht.

Video: Roots - Die Wurzeln von Naby Keita

Ebenfalls stark: Bebou, Keita und Hazard

In gesamten Zahlen knapp unter der 200er-Marke blieben Ilhas Bebou von Hannover 96 (195 Dribblings), Naby Keita von RB Leipzig (181) und Thorgan Hazard von Borussia Mönchengladbach (180). Wobei die beiden Letztgenannten von ihrer Quote sogar besser abschnitten als Pulisic. Keita gewann 89 und damit 49,17 Prozent seiner Dribblings, Hazard immerhin 78 (43,33 Prozent). Der Leipziger präsentierte sich dabei besonders ballsicher, war im Schnitt 72 Mal pro 90 Minuten an der Kugel und spielte nur 18 Prozent Fehlpässe. Der Gladbacher agierte extrem geschickt, zog außerdem als einziger Spieler in der vergangenen Saison mehr als 1.000 Sprints an (1.008). Allein Bebou blieb mit seiner - immer noch sehr starken - Quote unter der 40-Prozent-Marke (38,97 Prozent). Das wird ihm herzlich egal sein, schließlich avancierte er in seiner Bundesliga-Debütsaison zum drittbesten Hannoveraner Torschützen nach Martin Harnik und Niclas Füllkrug.

Überblick: Offensive Dribblingzweikämpfe 2017/18

SpielerSumme DribblingsGew. DribblingsQuote
Christian Pulisic (Borussia Dortmund)2179041,47%
Amine Harit (FC Schalke 04)20411556,37%
Ilhas Bebou (Hannover 96)1957638,97%
Naby Keita (RB Leipzig)1818949,17%
Thorgan Hazard (Borussia M'gladbach)1807843,33%