Zusammenfassung

  • Borussia Dortmund feiert dank dem überragenden Marco Reus den Sieg im Klassiker gegen Bayern München

  • Eintracht Frankfurts Höhenflug hält auch im Heimspiel gegen Schalke 04 an

  • Im Abstiegskampf feiern Hannover, Stuttgart und Düsseldorf wichtige Erfolge

Köln - BVB-Kapitän Marco Reus überragt beim Klassiker-Triumph für Borussia Dortmund , Alassane Plea begeistert beim Auswärtssieg von Borussia Mönchengladbach in Bremen, im Abstiegskampf feiern gleich drei Teams extrem wichtige Erfolge - darüber spricht die Bundesliga nach dem 11. Spieltag.

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1) Reus überragt im Klassiker

Ganz Fußball-Deutschland schaute am Samstagabend auf den Signal Iduna Park, wo der prestigeträchtige Klassiker zwischen Borussia Dortmund und Bayern München auf dem Programm stand. Und das Duell hielt in intensiven 90 Minuten, was es vorher versprach: In einer begeisternden Partie rang Schwarzgelb den Meister trotz zweimaligem Rückstand 3:2 nieder und baute den Vorsprung auf die Gäste auf sieben Punkte aus. Überragender Mann im Topspiel: BVB-Kapitän Marco Reus, der gleich zweimal den Ausgleich erzielte und Dreh- und Angelpunkt der Dortmunder Tempo-Offensive war.

Der erste Doppelpack des Nationalspielers gegen die Bayern – doch zum Matchwinner avancierte in Dortmund ein anderer Superstar in Schwarzgelb. Paco Alcacer, der Edeljoker der Borussia, stach auch diesmal nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung: Der Spanier blieb beim 3:2-Siegtreffer allein vor Manuel Neuer eiskalt und knipste zum siebten Mal als Joker - bei seiner vierten Einwechslung. Insgesamt sein achter Saisontreffer – dafür brauchte der 25-Jährige lediglich 218 Minuten (Bundesliga-Rekord!). Noch eine besondere Bilanz: Alle 29 Minuten schlägt Alcacer zu, das musste auch der FC Bayern im Klassiker feststellen.

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Marco Reus gelingt der entscheidende Treffer beim Sieg des BVB in Wolfsburg per Kopf
Marco Reus gelingt der entscheidende Treffer beim Sieg des BVB in Wolfsburg per Kopf © gettyimages / Ronny Hartmann

2) Dreifacher Plea begeistert Mönchengladbach

Alassane Plea ist nicht zu stoppen! Der Gladbacher Neuzugang, der vor der Saison vom OGC Nizza an den Niederrhein gewechselt war, trifft weiter wie am Fließband. Kurioserweise ist der Franzose vor allem auswärts richtig stark: Sieben seiner acht Treffer erzielte er auf fremdem Geläuf. Bisher traf Plea aber maximal einmal pro Partie. Das sollte sich nun in Bremen jedoch eindrucksvoll ändern: Gleich drei Tore steuerte der 25-Jährige bei und tütete so den Auswärtssieg der "Fohlen" fast im Alleingang ein.

Kurios: Bereits zum vierten Mal brachte der Franzose sein Team mit 1:0 in Führung – und diesmal legte er noch mit den Treffern zum 2:0 und 3:0 nach. Die Gladbacher Erfolgswochen gehen also weiter: Die Borussia hat nach elf Bundesliga-Spieltagen 23 Punkte auf dem Konto, das ist die beste Bilanz zu diesem Zeitpunkt seit 31 Jahren. Und Alassane Plea hat einen großen Anteil daran. Die Hymnen gab der bescheidene Angreifer direkt zurück: "Ich will meinen Kameraden ein großes Lob aussprechen", meinte Plea nach der Partie: "Sie haben mich super aufgenommen, ich fühle mich richtig wohl und will der Mannschaft mit meinen Toren helfen, weiter erfolgreich zu sein."

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3) Eintracht Frankfurt weiter im Höhenflug

Eintracht Frankfurt war auch am 11. Bundesliga-Spieltag nicht zu stoppen: Die Hessen ließen vor den eigenen Fans Schalke 04 keine Chance und setzten durch das verdiente 3:0 (0:0) gegen Königsblau ihren Höhenflug fort. Überragender Mann war diesmal wieder Luka Jovic, der bei zwei Chancen eiskalt blieb und nun mit neun Treffern die Torjägerliste der Bundesliga anführt. Frankfurt ist nun seit neun Pflichtspielen ungeschlagen, dabei fuhren die Hessen acht Siege ein – kein anderer Bundesligist ist aktuell so viele Partien unbesiegt.

Diese Serie führt die Eintracht auf Platz vier der Tabelle, dank des besseren Torverhältnisses steht der DFB-Pokalsieger sogar vor den Bayern um Ex-Trainer Niko Kovac. Und nicht nur das: Eintracht Frankfurt ist mit 16 Punkten und 20:4 Toren das beste Team der letzten sechs Bundesliga-Spieltage. Und in der Europa League feierte die SGE in der "Hammergruppe" um Vorjahresfinalist Olympique Marseille und Lazio Rom in der vergangenen Woche bereits nach dem vierten Spieltag den Einzug in die K.o.-Phase. Für die Eintracht-Fans sind es derzeit Feierwochen!

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4) Leipzig und Hoffenheim in Topform

Einen echten Lauf hat derzeit RB Leipzig, das sich durch den 3:0-Heimsieg über Leverkusen an den Bayern vorbei auf Platz drei der Tabelle schob. Die Sachsen sind mittlerweile seit zehn Bundesliga-Spielen ungeschlagen (sechs Siege, vier Remis) und so etwas wie das Team der Stunde in der höchsten deutschen Spielklasse. Vor allem überzeugt bei Leipzig die Defensive: Mit dem fünften Zu-Null-Spiel in Serie baut das Rangnick-Team seinen Bundesliga-Rekord weiter aus. Insgesamt blieb RB Leipzig nun schon sechsmal ohne Gegentreffer und damit genauso oft wie in der kompletten Vorsaison.

Ebenfalls einen Herbst-Höhenflug erlebt derzeit die TSG Hoffenheim: Beim 2:1 gegen Augsburg feierten die Kraichgauer ihren vierten Bundesliga-Erfolg in Serie – sie sind damit das einzige Team, dem das gelang – und setzen sich in der oberen Tabellenregion fest. Matchwinner war einmal mehr Reiss Nelson: Der junge Engländer kam eine Viertelstunde vor dem Abpfiff ins Spiel und war direkt erfolgreich. 93 Sekunden nach seiner Einwechslung staubte die Leihgabe des FC Arsenal zum Siegtreffer für die TSG ab - bereits das sechste Saisontor für den 18-Jährigen (drei davon als Joker).

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5) Trio sendet Lebenszeichen

"Hurra, wir leben noch!": Ungefähr so könnten die Aussagen in Hannover, Stuttgart und Düsseldorf unisono lauten – das Licht im Tabellenkeller ist noch längst nicht erloschen. 96 rang im niedersächsischen Duell den Lokalrivalen VfL Wolfsburg mit 2:1 nieder – nach fünf Jahren der erste Pflichtspielsieg gegen die "Wölfe" und ein Erfolg zum richtigen Zeitpunkt. Nach fünf sieglosen Pflichtspielen in Serie konnten die "Roten" endlich wieder jubeln. Das galt auch für den VfB: Die Schwaben siegten in Nürnberg 2:0 und beendeten den Negativlauf von vier Niederlagen am Stück.

Noch eindrucksvoller meldete sich die Fortuna aus Düsseldorf zurück: Mit 4:1 schossen die Rheinländer Hertha BSC aus dem Stadion und feierten nach sechs Bundesliga-Niederlagen in Folge wieder einen wichtigen Dreier. "Die Art und Weise, wie die Mannschaft das umgesetzt hat, ist außergewöhnlich in der Situation, in der wir uns befunden haben", lobt Trainerroutinier Friedhelm Funkel sein Team, das über weite Strecke in Überzahl spielte, in höchsten Tönen. Die Folge: Alle drei "Kellerkinder" haben den Anschluss zu den Nichtabstiegsplätzen wieder hergestellt.

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Thorgan Hazard ist für seine Gegenspieler kaum zu halten
Thorgan Hazard ist für seine Gegenspieler kaum zu halten © gettyimages / Maja Hitij