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bundesliga

SC Freiburg dreht das Spiel gegen Bayer Leverkusen und übernimmt Tabellenführung

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Der SC Freiburg hat ein aufregendes Spiel bei Bayer Leverkusen mit 3:2 (0:1) gewonnen und damit die Tabellenführung übernommen! Die Führung für die Werkself erzielte Kerem Demirbay (16.). In der zweiten Halbzeit drehten Matthias Ginter (48.) und Michael Gregoritsch (51.) das Spiel binnen Minuten. Patrik Schick konnte wenig später ausgleichen (65.), doch Ritsu Doan brachte Freiburg kurze Zeit später erneut in Führung (72.).

Freiburg mit veränderter Formation

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Bayer Leverkusen empfing den Sport-Club aus Freiburg am Samstagnachmittag. Auf Seiten der Werkself fehlten eine ganze Reihe von Spielern: Amine Adli (Schlüsselbeinbruch), Mitchel Bakker (Gelb-Rot-Sperre), Karim Bellarabi (Meniskusriss), Pierro Hincapie (Gelb-Rot-Sperre), Andrey Lunev (Oberschenkelverletzung) und Florian Wirtz (Reha nach Kreuzbandriss). In der Startformation ersetzten Odilon Kossounou und Daley Sinkgraven die gesperrten Bakker und Hincapie. Für den Ivorer war es der erste Startelfeinsatz dieser Bundesliga-Saison, für den Niederländer der erste Einsatz überhaupt in dieser Spielzeit. Bayers Neuzugang Callum Hudson-Odoi stand erstmals im Kader.

Der SC Freiburg musste für das Spiel in der BayArena auf Kimberly Ezekwem (Muskelsehnenreizung), Lucas Höler (Aufbautraining nach Mittelfußbruch) und Kevin Schade (Aufbautraining nach Bauchmuskel-OP) verzichten. In der Startelf ersetzte Innenverteidiger Manuel Gulde Offensiv-Allrounder Ritsu Doan, was auch eine Systemumstellung auf eine Dreierkette bedeutete.

Fantasy Heroes: Ritsu Doan und Wooyeong Jeong (je 10 Punkte), Michael Gregoritsch und Patrik Schick (je 9 Punkte)

Per Seitfallzieher trifft Krem Demirbay zur Führung für die Werkself. - IMAGO / Nordphoto

Demirbay artistisch

Ehe das Spiel so richtig losgehen konnte, war es für Roland Sallai bereits wieder beendet. Bei einem Zweikampf mit Jonathan Tah wurde der Freiburger mit dem Fuß am Auge getroffen und musste ausgewechselt werden (5.). Für ihn kam Wooyeong Jeong in die Partie. Ins Spiel starteten die Leverkusener sehr abwartend, überließen den Gästen anfangs viel Ballbesitz. Nach etwa einer Viertelstunde zeigte sich aber die Werkself in der Offensive. Und wie: Kossounou lief mit dem Ball aus der Abwehr die gesamte rechte Seite hinunter bis in den Freiburger Strafraum. Dort angekommen legte er den Ball quer, die Freiburger konnten nicht entscheidend klären und so landete der Ball bei Kerem Demirbay, der artistisch zum 1:0 für die Hausherren vollendete (16.).

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In der Folge übernahmen die Breisgauer mehr und mehr die Spielkontrolle, konnten sich dabei aber zuerst keine nennenswerten Chancen erspielen, da die Werkself äußerst konzentriert und kompakt verteidigte. Stattdessen waren es die Leverkusener, die ihrerseits gefährlich wurden. Zuerst fand ein langer Ball Top-Stürmer Patrik Schick, der aber aus spitzem Winkel nur das Außennetz traf (20). Eine Viertelstunde später setzte sich Jeremie Frimpong auf der rechten Seite durch und bediente Schick im Zentrum, dessen Schuss vom glänzend reagierenden Mark Flekken (36.) abgewehrt wurde. Nur wenige Minuten später war der Freiburger Schlussmann erneut im Fokus, als er einen wuchtigen Abschluss von Moussa Diaby entschärfte (42.). Auch Robert Andrich (44.) und erneut Diaby (45.+2) hatten gute Einschussmöglichkeiten, ihre Abschlüsse gingen aber neben das Tor. Die Halbzeitführung der Werkself ging voll in Ordnung.

Freiburg dreht das Spiel - zweimal!

Zur zweiten Halbzeit wechselten die Gäste aus dem Breisgau zweimal: Doan und Maximilian Eggestein kamen für Gulde und Yannik Keitel. Mit dem Wechsel stellte SC-Trainer Christian Streich um: Fortan waren die Breisgauer wieder mit einer Viererkette unterwegs. Und die Umstellung zahlte sich schnell aus: Eine Grifo-Ecke von der linken Seite kam auf Höhe des Fünfmeterraums runter, wo sich Matthias Ginter gegen Tah und Palacios durchsetzen konnte (48.). Es kam sogar noch besser für die Gäste, denn nach einem Leverkusener Fehlpass hatte Jeong viel Platz auf der rechten Seite und fand mit seinem Querpass Michael Gregoritsch im Zentrum, der nur noch ins leere Tor einschieben musste (51.) - der SC Freiburg hatte das Spiel innerhalb von drei Minuten gedreht!

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Diesen Rückschlag verdaute die Werkself aber ziemlich gut. Nach einem Dreifach-Wechsel um Neuzugang Hudson-Odoi drehte das Team von Trainer Seoane richtig auf. Erst konnte der ebenfalls eingewechselte Sardar Azmoun SCF-Torhüter Flekken nicht überwinden (63.) und auch Schick konnte den Ball nicht im Tor unterbringen (64.). Kurze Zeit später belohnte sich die Werkself für die starke Phase: Hudson-Odoi brachte eine punktgenau Flanke zu Schick, der in der Rückwärtsbewegung gegen den Lauf einköpfen konnte (65.). In der Folge hatte Diaby sogar die Chance das dritte Tor zu erzielen (67.).

Genau in dieser starken Phase der Werkself drehte Freiburg das Spiel erneut auf den Kopf: Einen Eckball verlängerte Nicolas Höfler an den zweiten Pfosten. Dort schaltete der eingewechselte Doan etwas schneller, bekam die Fußspitze an den Ball und drückte diesen über die Linie (72.). Auch wenn sich die Werkself in der Folge sehr bemühte, konnten sie an diesem erneuten Rückstand nichts mehr ändern. Der SC Freiburg verteidigte seinen Vorsprung sehr gekonnt und ließ keine Großchancen mehr zu. Dadurch springt das Team von Christian Streich an die Tabellenspitze und empfängt nächste Woche Borussia Mönchengladbach im Breisgau. Die Werkself muss nach der vierten Niederlage im fünften Saisonspiel nach Berlin zu Hertha BSC reisen.

Michael Gregoritsch brachte den SC Freiburg mit 2:1 in Führung. - imago

Spieler des Spiels: Michael Gregoritsch

Michael Gregoritsch erzielte sein drittes Bundesliga-Saisontor, ist damit nun gleichauf mit Grifo Freiburgs Top-Torschütze. Drei Tore nach fünf Spieltagen hatte der Österreicher in seiner Bundesliga-Karriere noch nie auf dem Konto.