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Mit Video: Der 1. FC Union Berlin nimmt durch das 3:1 gegen den SV Werder Bremen die Europa League ins Visier

Der 1. FC Union Berlin hat durch ein 3:1 (0:0) gegen den SV Werder Bremen den Anschluss an die Europa-League-Plätze gehalten. Nach einer dürftigen ersten Hälfte erhöhten einzig die Köpenicker nach der Pause das Pensum und stachen dreimal eiskalt durch Joel Pohjanpalo zu (50./53./67.). Bei Werder traf Theodor Gebre Selassie zu spät (82.). Durch den Dreier rutscht Union auf Platz sieben, die Grün-Weißen bleiben auf Platz 14.

Bundesliga Match Facts

Cheftrainer Urs Fischer warf beim 1. FC Union Berlin im Vergleich zum 0:2 gegen Dortmund die Rotationsmaschine an und wechselte viermal. Stürmer Joel Pohjanpalo stand unter anderem nach über einem Monat wieder in der Startelf. Eine Hereinnahme, die sich auszahlen sollte. Werder Bremens Chefcoach Florian Kohfeldt konnte nicht auf die Dienste von Milos Veljkovic (Nasenbeinbruch) zurückgreifen, dafür spielte Christian Groß. Die einzige Änderung im Vergleich zum Spiel gegen Mainz (0:1).

Fantasy Heroes: Joel Pohjanpalo (25 Punkte) | Petar Musa (13) | Robert Andrich (12)

Die ersten zehn Minuten gestalteten die Eisernen, die teilweise rund 70 Prozent Ballbesitz hatten. Bei den Hanseaten war von Beginn an zu erkennen, dass sie den Köpenickern das Feld überlassen wollten. Union hatte Schwierigkeiten, Lösungen gegen tiefstehende Bremer zu finden.

Ingvartsen im Luftkampf um den Ball gegen Eggestein - Matthias Koch via www.imago-images.de/imago images/Matthias Koch

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Danach glichen sich die Spielanteile etwas mehr an, der SVW versuchte über Umschaltmomente gefährliche Aktionen zu generieren. Einer dieser führte zur ersten und einzigen nennenswerten Chance des ersten Durchgangs. Groß schaltete sich vorne mit ein, spielte halblinks zu Niclas Füllkrug, der direkt zu Milot Rashica weiterleitete. Der Kosovare legte sich den Ball auf rechts und schoss aus 18 Metern gegen zwei Berliner, die den Ball abfälschten, in die Arme von FCU-Keeper Andreas Luthe (22.). Völlig zurecht ging es mit 0:0 in die Pause.

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In Halbzeit zwei machte ausschließlich Union das Spiel. Ein Schlüssel war die Einwechslung zur Pause von Petar Musa, der offensiv nicht nur mit seiner Körperlichkeit für Präsenz sorgte, sondern auch zweimal entscheidende Vorlagen lieferte. Folgerichtig gelang den Hausherren das 1:0 durch Pohjanpalo: Marcus Ingvartsen schlug die Ecke, Marvin Friedrich köpfte an die Hüfte von Füllkrug, von der der Ball vor die Füße von Pohjanpalo sprang. Links im Fünfer staubte der Finne ab (50.)

Nur drei Minuten später hieß der Torschütze wieder Pohjanpalo. Auf der rechten Außenbahn schlugen die Berliner einen Ball vor den gegnerischen Strafraum zu Musa, der diesen über den Scheitel gleiten ließ und somit seinen Sturmkollegen perfekt in Szene setzen konnte. Im Eins-gegen-Eins mit Marco Friedl setzte sich der Finne durch und tunnelte diesen mit einem Aufsetzerschuss, der für Jiri Pavlenka nicht zu parieren war (53.).

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Während Bremen geschockt wirkte, drückte Union aufs 3:0. Eine Flanke von Ingvartsen konnte Musa im Rutschen aber nicht gut genug platzieren, Pavlenka wehrte den Ball am ersten Pfosten ab. Die zweite Flanke von Ingvartsen verpasste Pohjanpalo rechts neben dem Pfosten ganz knapp (59.).

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Wenige Minuten später tauchte Musa erneut gefährlich im Strafraum auf. Nach einem hohen Ball von links stellte er seinen Körper vor Ludwig Augustinsson und verschaffte sich so Platz, um mit rechts draufzuhalten. Musa verfehlte das Ziel knapp (66.).

Dann machte Union den Sack zu: Erneut hieß der Torschütze Pohjanpalo! Nach einer Lupfervorlage von Musa vollstreckte der Finne links neben dem Fünfer aus spitzem Winkel durch die Beine von Pavlenka. Vom rechten Innenpfosten sprang die Kugel ins Tor - 3:0 für die Köpenicker!

Beim SVW versuchte sich mal Josh Sargent, der aber die Kugel nicht perfekt traf (74.). Während Robin Knoche (78.) und Grischa Prömel (90.+1) das 4:0 verpassten, gelang den Werderanern in der Schlussphase noch das 1:3 durch Theodor Gebre Selassie (82.). Von Bremen kam in Durchgang zwei schlicht zu wenig, weshalb der FCU-Sieg definitiv in Ordnung geht. Die Eisernen schnuppern im Saisonendspurt an Platz sechs, der eine Teilnahme an der zweiten Qualifikationsrunde zur Europa League bedeuten würde.

Pohjanpalo netzt gegen Bremen dreimal - Tilo Wiedensohler via www.imago-images.de/imago images/camera4+

Spieler des Spiels: Joel Pohjanpalo

Joel Pohjanpalo gab gegen Bremen die meisten Torschüsse aller Spieler ab (fünf wie auch Robert Andrich), erzielte den ersten lupenreinen Hattrick eines Eisernen in der Bundesliga und gewann auch noch 79 Prozent seiner Zweikämpfe - Bestwert auf dem Platz.