2. Bundesliga

Intensives Remis zwischen Holstein Kiel und dem 1. FC Kaiserslautern

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Am 2. Spieltag der 2. Bundesliga haben sich Holstein Kiel und der 1. FC Kaiserslautern mit 2:2 (0:1) getrennt. Daniel Hanslik (33.) brachte die "Roten Teufel" im ersten Durchgang in Führung. Fabian Reese drehte die Partie (51., 57.), ehe Terrence Boyd (62.) Lautern noch den Punkt sicherte. Der Aufsteiger bleibt weiterhin ungeschlagen. Kiel wartet auf den ersten Saisonsieg.

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Fabian Reese macht das 2:1 - IMAGO/Michael Taeger/IMAGO/Jan Huebner

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Beide Mannschaften veränderten ihre Startelf im Vergleich zum Saisonauftakt auf einer Position: Bei Holstein Kiel startete Simon Lorenz für Johannes van den Bergh. Beim 1. FC Kaiserslautern musste der angeschlagene Ben Zolinski passen, für ihn spielte Daniel Hanslik. Die Kieler waren vom Anpfiff an das spielbestimmende Team mit mehr Ballbesitz und einem flüssigen Kombinationssspiel. Der FCK agierte wie bei der Saisoneröffnung gegen Hannover: kompakt stehend mit aggressiver wie erfolgreicher Zweikampfführung sowie schnellem und schnörkellosem Umschaltspiel.

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Die erste richtig gefährliche Aktion gab es erst in der 17. Minute, als Philipp Sander eine Flanke von Julian Korb im Strafraum des FCK ungehindert annehmen konnte und dann ans linke Außennetz schoss (17.). Es sollte der einzige Abschluss der "Störche" im ersten Durchgang bleiben: Immer wieder bissen sich die Hausherren die Zähne an der gut organisierten Aufsteiger-Elf aus. Die Mannschaft von Dirk Schuster kam bei Kontern immer wieder zu Abschlüssen, Mike Wunderlich vergab aber aus zwei schwierigen Positionen (25., 28.).

Hanslik bringt den FCK in Front, Reese dreht die Partie

Besser machte es dann der ehemalige Kieler Hanslik: Nach einem tollen Solo von Marlon Ritter, der von der linken Seite bis an die Strafraumgrenze in der Mitte des Spielfeldes dribbelte und dann mit rechts abschloss, war der neue Startelf-Spieler für einen Abstauber zur Stelle. Thomas Dähne, Kiels Keeper, wehrte Ritters Schuss nach vorne ab, wo Hanslik aus fünf Metern links einköpfte (33.). Keine 60 Sekunden später war der Torschütze wieder per Kopf zur Stelle, dieses Mal aber mit dem besseren Ende für Dähne und Kiel (34.). Der Gegentreffer zeigte Wirkung bei Kiel, das nicht mehr zu seinem Passspiel fand. Lautern wurde drückender und kam durch Julian Niehues zu zwei guten Chancen, die aus kurzer Distanz nur knapp links (43.) und rechts (45.) am Kasten vorbeigingen.

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Der FCK kam gefährlich aus der Kabine, doch Dähne konnte, nachdem er aus seinem Tor herauskam, gerade noch vor Ritter klären (48.). Kiel wechselte zur Pause zwei Mal, brachte van den Bergh und Steven Skrzybski für Lorenz und Alexander Mühling, und vertraute weiterhin auf sein gutes Passspiel. Durchschlagskraft entwickelten die Hausherren dann aber bei Standards: Eine Ecke von der linken Seite, die Lewis Holtby mit sehr viel Schnitt in den Strafraum brachte, verlängerte Benedikt Pichler am ersten Pfosten in den Torraum, wo Fabian Reese aus kurzer Distanz einschoss (51.). Der Aufsteiger schüttelte sich nur kurz und kam durch eine Ecke selbst zur riesigen Möglichkeit: Pichler konnte gerade noch auf der Linie den Abschluss von Boris Tomiak klären (53.). Dann folgte der nächste ruhende Ball bei Kiel: Fiete Arp flankte von links und fand den Kopf von Reese, der am zweiten Pfosten oben rechts zum 2:1 einköpfte (57.).

Boyd schlägt zurück

Dass die Kieler im zweiten Durchgang die Partie so schnell drehen konnten, schien den FCK aber weiterhin nicht zu stören: Mit Kontern setzten die Aufsteiger immer wieder Nadelstiche. Und kamen schon in der 62. Minute zum Ausgleich: Terrence Boyd schickte Jean Zimmer auf rechts. Der gab dann zum in den Strafraum gestarteten Stürmer in den Strafraum zurück, wo dieser sich gegen Timo Becker durchsetzte und mit rechts hoch in die Maschen drosch.

Die "Störche" von Trainer Marcel Rapp wechselten mehrfach, unter anderem feierte Fin Bartels nach langer Verletzung sein Comeback. Die frisch wirkenden Schleswig-Holsteiner drückten unentwegt auf den Dreier, die klaren Chancen fehlten aber. Ein Schuss Pichlers wurde beispielsweise geblockt, weil der Angreifer nach Zuspiel von Reese zu zögerlich agierte (82.). Kiel gab weiterhin Gas, Kaiserslautern hielt in der Defensive alles dagegen und konnte letztendlich den Punkt aus Kiel entführen.