2. Bundesliga

Dritter Sieg: Der Hamburger SV schlägt den DSC Arminia Bielefeld verdient mit 2:0

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Der Hamburger SV hat den DSC Arminia Bielefeld verdient mit 2:0 (1:0) geschlagen. Die Tore in der SchücoArena erzielten Ransford-Yeboah Königsdörffer (28.) und Laszlo Benes (74.).

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Ransford-Yeboah Königsdörffer vollstreckt cool oben links zum zwischenzeitlichen 1:0 - IMAGO/Ulrich Hufnagel/IMAGO/Ulrich Hufnagel

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Sowohl beim DSC Arminia Bielefeld als auch beim Hamburger SV gab es im Vergleich zur Vorwoche keine personellen Änderungen. Bei den Ostwestfalen stand Neuzugang Lukas Klünter erstmals im Kader, der erst am Vortag des HSV-Spiels verpflichtete Ivan Lepinjica hingegen noch nicht. Die Arminia feierte ihr 750. Spiel in der 2. Bundesliga vor beeindruckender Kulisse: Die SchücoArena war im "Freundschaftsduell" - beide Fanlager sind miteinander verbandelt - mit dem HSV ausverkauft. "Wir müssen verhindern, dass der HSV das Spiel an sich ziehen kann", gab DSC-Cheftrainer Uli Forte im Vorfeld die Marschroute für das Spiel zweier Traditionsvereine vor.

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Fortes Team setzte dessen Taktik in den ersten rund 25 Minuten durchaus gut um. Bielefeld konzentrierte sich aufs Verteidigen, Hamburg übernahm bei bisweilen 65 und mehr Prozent Ballbesitz das Zepter, fand im letzten Drittel aber zunächst zu wenig klare Lösungen. Die erste relativ aussichtsreiche Torchance hatte dagegen die Arminia: Robin Hacks Flanke köpfte Oliver Hüsing in geduckter Haltung jedoch deutlich rechts am Tor vorbei (14.). Auf der anderen Seite reklamierte Ransford-Yeboah Königsdörffer in Minute 19 Elfmeter, weil er von Masaya Okugawa am Fuß getroffen worden sein wollte - Schiedsrichter Marco Fritz ließ weiterlaufen.

Bastian Oczipka in Verteidigungsstellung gegen HSV-Mittelfeldmann Ludovit Reis - IMAGO/Ulrich Hufnagel/IMAGO/Ulrich Hufnagel

Königsdörffer eiskalt - Vuskovic an die Latte

Die Mannen von HSV-Cheftrainer Tim Walter wurden ab der 25 Minute zielstrebiger und legten sich die Ostwestfalen, die defensiv anfälliger wurden, zunehmend zurecht. Folgerichtig fiel das Führungstor für die Gäste: Hüsing spielte einen sträflichen Querpass aus dem eigenen Sechzehner in Richtung Frederik Jäkel, der aber nicht an das Spielgerät herankam. Sonny Kittel witterte seine Chance und schaltete blitzschnell um. Der Ball landete beim freien Königsdörffer, der aus kurzer Distanz mit dem zweiten Kontakt Stefanos Kapino mühelos überwand (1:0, 28.). Bielefeld wurde in Halbzeit eins nur noch mal im Ansatz gefährlich - und zwar mit dem Fernschuss von Marc Rzatkowski aufs Tordach, HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes wäre aber zur Stelle gewesen (32.).

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Kurz darauf hätte Königsdörffer nach dem tiefen Zuspiel von Robert Glatzel beinahe den Doppelpack geschnürt - der herauskommende Kapino wehrte entscheidend mit dem linken Fuß ab (34.). Unmittelbar vor der Pause traf dann Mario Vuskovic nach unzureichenden Klärungsversuchen der Hausherren aus 15 Metern den Querbalken - Riesenglück für die Arminia (43.)! Auch Glatzels Abschluss aus halblinker Position, bei dem die DSC-Hintermannschaft dem HSV-Angriff Tür und Tor öffnete, war nicht vom Glück geküsst - wieder parierte Arminias Schlussmann (45.+2).

 

Laszlo Benes bringt die Entscheidung mit seinem Fernschuss-Tor aus 27 Metern - IMAGO/Ulrich Hufnagel/IMAGO/Ulrich Hufnagel

Benes schockt die Arminia

Die Halbzeitansprache bei den Hausherren schien zunächst gefruchtet zu haben. Bielefeld schob fortan weiter vor und operierte viel mit Flanken. Vor der Pause waren es nur 2:9 Torschüsse, in den ersten zehn Minuten nach der Halbzeit direkt mal 5:3 Abschlüsse aus Sicht des Heimteams. Nach einem Heberversuch von Okugawa (49.), prüfte Königsdörffer Kapino mit einem dankbaren Torwartball aus 18 Metern (60.). Dann wieder die Arminia: Ein Eckstoß von Bastian Oczipka wurde von Fabian Klos' Oberschenkel vor die Füße von Jäkel verlängert. Der Innenverteidiger scheiterte aus Nahdistanz an Heuer Fernandes - Riesenchance zum Ausgleich (72.).

Inmitten der Druckphase der Bielefelder schlug der HSV eiskalt zu: Nach einem Ballgewinn von Reis gegen George Bello, bediente der Niederländer den eingewechselten Laszlo Benes mit einem Querpass. Der Slowake nahm Fahrt auf und versuchte sein Glück einfach mal aus rund 27 Metern - der Ball knallte rechts oben in die Maschen (2:0, 74.). Es war das 250. Tor der Hamburger in der 2. Bundesliga und das erste nach knapp anderthalb Jahren für Benes. Fünf Minuten vor dem regulären Ende probierte es der DSC noch mal in Person von Bryan Lasme, der allerdings den herauskommenden Heuer Fernandes anschoss (85.). Es blieb beim verdienten Auswärtssieg der Gäste, die ihren dritten Sieg im vierten Spiel feiern. Die Arminia wartet weiter auf einen Zähler.