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Einige müssen noch zittern
Einige müssen noch zittern - © DFL
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2. Bundesliga

Abstiegskampf in der 2. Bundesliga: Das macht den Teams noch Hoffnung!

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Der Abstiegskampf in der 2. Bundesliga steuert auf ein dramatisches Finale am letzten Spieltag zu. Während mit Preußen Münster nach 33 Spieltagen bereits der erste Absteiger feststeht, müssen bis zum 1. FC Magdeburg auf Rang zwölf noch zahlreiche Klubs zittern.

Die "besten" Karten besitzen dabei der 1. FC Magdeburg und SG Dynamo Dresden, die jeweils maximal noch auf den Relegationsplatz abrutschen können. Deutlich brisanter ist die Lage dagegen für die SpVgg Greuther Fürth, DSC Arminia Bielefeld, Eintracht Braunschweig und Fortuna Düsseldorf, für die es am letzten Spieltag um das direkte Überleben geht. Die beste Ausgangslage hat dabei die Fortuna: Nur bei einer Niederlage mit mindestens drei Toren Differenz in Fürth könnten die Düsseldorfer noch direkt absteigen. 

2. Bundesliga: Die fünf Top-Tore des 33. Spieltags11.05.2026

12. Platz: 1. FC Magdeburg 

Der 1. FC Magdeburg hat sich im Saisonendspurt rechtzeitig in Form gebracht – fünf Siege aus den letzten sieben Spielen sprechen für sich. Entsprechend selbstbewusst dürfte der FCM ins Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern gehen, denn schon ein Punkt reicht zum sicheren Klassenverbleib. Und die Statistik macht zusätzlich Mut: Gegen die Pfälzer verloren die Magdeburger erst eines von sieben Zweitliga-Duellen und holten dabei starke 14 von 21 möglichen Punkten. Besonders zuhause war der FCK für den FCM zuletzt sogar ein gern gesehener Gast – alle drei Heimspiele in der 2. Liga gewann Magdeburg mit mindestens zwei Toren Unterschied.

Dass die Magdeburger derzeit so gut dastehen, liegt auch an ihrer brandgefährlichen Offensive: Mit 52 Treffern stellt das Team von Petrik Sander gemeinsam mit Dynamo Dresden den treffsichersten Angriff der abstiegsbedrohten Teams.

Großer Jubel: Mit dem Sieg in Kiel wurde die Tür zum Klassenerhalt schon ein gutes Stück aufgestoßen - IMAGO/Susanne Hübner, Susanne Huebner

13. Platz: SG Dynamo Dresden

Bei der SG Dynamo Dresden schien der Abstieg nach der Hinrunde fast schon besiegelt. Mit gerade einmal 13 Punkten überwinterten die Sachsen als abgeschlagenes Schlusslicht. Doch dann kam die Wende: In der Rückrunde sammelte die SGD starke 25 Zähler – mehr holten in diesem Zeitraum nur die Top-Teams aus Schalke, Hannover und Paderborn. Insgesamt stehen somit nun vor dem 34. Spieltag 38 Punkte auf dem Konto – eine Marke, die in den vergangenen sieben Spielzeiten jeweils für den Klassenerhalt gereicht hätte.

Mut macht vor allem die Offensive: Mit 52 Treffern gehört Dresden zu den torgefährlichsten Teams der unteren Tabellenhälfte. Auch das ausgeglichene Torverhältnis könnte am Ende goldwert sein, denn Dresden ist das einzige Team im Keller ohne Minus in dieser Statistik. 

Allerdings wartet zum Saisonfinale ausgerechnet ein echter Angstgegner: Holstein Kiel. Gegen die Störche konnten die Sachsen in der 2. Bundesliga noch kein einziges Spiel gewinnen und holten aus neun Duellen gerade einmal einen Punkt. Keine Mannschaft liegt den Dresdnern in der 2. Bundesliga weniger.

Könnte vielleicht noch wehtun: Kutschke verschießt gegen Braunschweig den Elfer zum frühen Anschluss - IMAGO/Sven Heidmann

14. Platz: Eintracht Braunschweig

Eintracht Braunschweig kennt den Abstiegskampf inzwischen fast besser als jeder andere Klub der Liga. In den vergangenen drei Spielzeiten landeten die Niedersachsen auf den Plätzen 15, 15 und 16 – und auch diesmal geht es bis zum Schluss um alles. Jetzt wartet allerdings die maximal unangenehme Aufgabe: Auswärts beim frischgebackenen Zweitliga-Meister FC Schalke 04, der sich die große Aufstiegsparty vor heimischer Kulisse nicht verderben lassen will.

Und die Zahlen machen wenig Hoffnung: Seit 1989 gewann Braunschweig kein Pflichtspiel mehr in Gelsenkirchen, zuletzt setzte es dort sogar fünf Niederlagen in Serie. Immerhin: Das Hinspiel entschied die Eintracht überraschend mit 2:1 für sich. Hoffnung zieht der BTSV derzeit ohnehin eher aus seiner neuen Stabilität. Seit dem Trainerwechsel zu Lars Kornetka kassierte Braunschweig in acht Spielen nur noch zehn Gegentore und wirkt deutlich kompakter als noch in der ersten Saisonhälfte. Und: Drei Big Points konnte bereits gegen Dresden vergangenes Wochenende eingetütet werden, das Momentum im Abstiegskampf liegt also auf der Seite der Niedersachsen!

Faride Alidou bejubelt seinen Treffer gegen Dresden - IMAGO/Darius Simka

15. Platz: Fortuna Düsseldorf

Für Fortuna Düsseldorf kommt es am letzten Spieltag zum echten Nervenspiel in Fürth. Die Ausgangslage ist dabei klar: Schon ein Punkt würde der Fortuna nach ihrem 3:1 gegen Elversberg reichen, selbst eine Niederlage mit maximal zwei Toren Differenz könnte noch zum direkten Klassenerhalt genügen. Trotzdem reist Düsseldorf mit reichlich Druck nach Franken – auch weil die Fortuna auswärts zuletzt komplett den Faden verloren hat.

Cedric Itten war bis zuletzt fast schon die "Lebensversicherung": Der Schweizer erzielte 15 der 33 Fortuna-Tore und damit fast die Hälfte aller Treffer seines Teams. Nun kassierte der Stürmer ausgerechnet am 33. Spieltag seine fünfte Gelbe. Doch die Düsseldorfer sind zuversichtlich, es auch ohne ihren Knipser zu packen. "Jetzt ist natürlich die Frage, wie wir ihn ersetzen können und da kann ich direkt sagen: Genauso wie wir Florent Muslija, Satoshi Tanaka, Christian Rasmussen, Valgeir Lunddal, Anouar El Azzouzi oder Sima Suso ersetzt haben. Da müssen andere in die Bresche springen und da sein, das ist der Weg", machte Trainer Alexander Ende gegenüber der BILD unmissverständlich klar.

Immerhin macht das jüngste Gastspiel im Ronhof Hoffnung. Im September 2024 gewann Fortuna Düsseldorf dort mit 2:1 – einer von bislang erst zwei Auswärtssiegen überhaupt in 29 Zweitliga-Duellen zwischen diesen beiden Teams.

Die Fortuna hat sich am vorletzten Spieltag eine gute Ausgangsposition für das Saisonfinale erspielt - IMAGO/Norbert SCHMIDT

Platz 16: Arminia Bielefeld

DSC Arminia Bielefeld droht auf den letzten Metern noch der Absturz. Nach dem Rückfall auf den Relegationsplatz werden Erinnerungen an 2022/23 wach, als die Arminia nach einem 0:4 in Magdeburg am letzten Spieltag und zwei Pleiten gegen Wiesbaden noch abstieg.

Diesmal spricht allerdings einiges für die Bielefelder. Zum Saisonfinale wartet ein Heimspiel gegen Hertha BSC – und auf der Alm fühlt sich die Arminia derzeit sichtbar wohler. Seit vier Heimspielen ist der DSC ungeschlagen und holte fast zwei Drittel seiner Punkte zuhause. Zudem gilt die Mannschaft von Mitch Kniat als extrem widerstandsfähig: Kein Team der Liga punktete nach Rückständen häufiger als die Arminia.

Vor allem defensiv bringt Bielefeld stabile Werte mit in das Saisonfinale. Gemeinsam mit Düsseldorf stellen die Ostwestfalen die beste Abwehr aller abstiegsgefährdeten Teams und ließen zudem die wenigsten gegnerischen Abschlüsse der Kellerclubs zu. Genau diese Stabilität könnte im Saisonfinale den Unterschied machen...

Nichts zu holen: Der DSC unterlag auf dem "Betze" - IMAGO/Ralf Brueck

17. Platz: SpVgg Greuther Fürth

Die SpVgg Greuther Fürth geht mit der schwierigsten Ausgangslage in den letzten Spieltag, hat im direkten Duell gegen Fortuna Düsseldorf aber zumindest noch alles in der eigenen Hand. Klar ist allerdings auch: Wenn die Konkurrenz ebenfalls punktet, braucht das Kleeblatt wohl einen Sieg mit mindestens drei Toren Differenz.

Mut macht den Franken ihre starke Heimserie gegen die Fortuna. In 14 Zweitliga-Heimspielen gegen Düsseldorf verlor Fürth nur einmal und gewann gleich zehn Duelle. Außerdem gewann das Kleeblatt in den vergangenen vier Zweitliga-Spielzeiten jeweils das letzte Saisonspiel – das würden sie sich am kommenden Sonntag bestimmt wieder wünschen...

Große Hoffnungen ruhen dabei auf Noel Futkeu. Mit 18 Treffern führt der Fürther die Torjägerliste an und traf allein an den letzten vier Spieltagen sechsmal. Seine Rückkehr zu Eintracht Frankfurt in die Bundesliga ist bereits fix, sollten die Franken die Klasse halten, können sie sich bei seinem Abschied defintiv bei ihm bedanken!

In der Hauptstadt reichte es nicht für einen Sieg: Fürth muss am letzten Spieltag den Klassenerhalt klarmachen - IMAGO/O.Behrendt