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Michaël Cuisance bejubelt seinen Treffer zum 2:0
Michaël Cuisance bejubelt seinen Treffer zum 2:0 - © IMAGO/O.Behrendt
Michaël Cuisance bejubelt seinen Treffer zum 2:0 - © IMAGO/O.Behrendt
2. Bundesliga

Hertha siegt in Unterzahl gegen Fürth

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Hertha BSC hat die SpVgg Greuther Fürth im Heimspiel des 33. Spieltags mit 2:1 (0:0) besiegt. Kennet Eichhorn (55.) und Michaël Cuisance (84.) trafen für die Berliner, Noel Futkeu (88.) erzielte den Anschlusstreffer für die Gäste. Josip Brekalo sah in der 32. Minute die Rote Karte.

Am 33. Spieltag der 2. Bundesliga empfing Hertha BSC im Berliner Olympiastadion die abstiegsbedrohte SpVgg Greuther Fürth. Trainer Stefan Leitl nahm nach der 0:1-Niederlage gegen Magdeburg vier Änderungen in der Startelf vor: Julian Eitschberger, Niklas Kolbe, Kennet Eichhorn und Paul Seguin rückten für den verletzten Zeefuik, den nicht nominierten Dárdai sowie den gesperrten Sessa und den auf die Bank gesetzten Schuler in die Anfangsformation.

Bei den Gästen nahm Coach Heiko Vogel lediglich eine Änderung vor: Maximilian Dietz ersetzte Felix Higl.

Julian Eitschberger im Zweikampf mit Branimir Hrgota – der Rechtsverteidiger feierte sein Startelf-Comeback - IMAGO/Sportfoto Zink / Melanie Zink

Ausgeglichene erste Hälfte mit wenig Torgefahr

Die Partie begann vor großartiger Kulisse im Olympiastadion ausgeglichen. Beide Teams neutralisierten sich weitgehend, klare Chancen blieben zunächst Mangelware. Die erste gefährliche Aktion gehörte den Gästen: In der 9. Minute setzte sich Aaron Keller auf der linken Seite gegen Julian Eitschberger durch und bediente Noel Futkeu in der Mitte. Der Stürmer nahm die Kugel an und zog aus der Drehung ab – sein Schuss zischte nur haarscharf am Pfosten vorbei.

In der 30. Minute kam Felix Klaus frei an der Strafraumkante zum Abschluss und verfehlte das Tor knapp. Kurz darauf versuchte es Michaël Cuisance für die Hertha aus spitzem Winkel, Silas Prüfrock parierte jedoch sicher.

Noel Futkeu zieht ab – der Fürther Stürmer hatte in der ersten Hälfte die beste Chance der Partie - IMAGO/Sportfoto Zink / Wolfgang Zink

Rote Karte für Brekalo – und Klaus trifft den Querbalken

Die entscheidende Szene der ersten Hälfte ereignete sich in der 32. Minute: Nach einem Eckball der Hertha rollte der Fürther Konter, Felix Klaus lief alleine auf das Tor von Tjark Ernst zu. Josip Brekalo eilte hinterher und trat dem Fürther von hinten kurz vor dem Strafraum in die Hacken. Schiedsrichter Michael Bacher zückte sofort die Rote Karte – Notbremse, kein Zweifel. Der folgende Freistoß von Klaus krachte aus rund 25 Metern an den Querbalken.

Jannik Dehm sah in der 37. Minute die Gelbe Karte, nachdem er Michal Karbownik von hinten umgerannt hatte. Kurz vor der Pause verhinderte Eitschberger in letzter Sekunde einen Einschlag von Futkeu, der am langen Pfosten frei stand. So ging es mit einem torlosen 0:0 in die Kabinen.

Schiedsrichter Michael Bacher zeigt Josip Brekalo die Rote Karte - IMAGO/Matthias Koch

Eichhorn trifft zur Führung in Unterzahl

Die zweite Hälfte begann mit weiteren Fürther Druckphasen. Felix Klaus scheiterte in der 49. Minute erneut knapp am Pfosten, Eitschberger rettete in der 51. Minute abermals in höchster Not vor dem einschussbereiten Futkeu.

Dann schlug die Hertha zu: In der 55. Minute machte Fabian Reese auf der rechten Seite Tempo und legte in die Mitte zu Kennet Eichhorn. Der 16-Jährige ließ Reno Münz mit einer Körpertäuschung aussteigen, stand frei vor Prüfrock und vollendete aus zehn Metern links oben in die Maschen – 1:0. Es war das erste Profitor des Youngsters und gleichzeitig sein erstes Tor in der 2. Bundesliga.

Kennet Eichhorn bejubelt sein erstes Profitor zum 1:0 gemeinsam mit Marten Winkler - IMAGO/O.Behrendt

Fürth drängt auf den Ausgleich

Nach dem Rückstand erhöhte Fürth den Druck enorm. Die Gäste hatten Chance um Chance, kamen aber nicht am gut organisierten Hertha-Defensivblock vorbei. Felix Higl köpfte in der 66. Minute knapp am Pfosten vorbei, Dennis Srbeny verpasste in der 75. Minute aus fünf Metern per Kopf.

Marten Winkler sah in der 72. Minute die Gelbe Karte, Fabian Reese folgte ihm in der 78. Minute nach einem Protest. In der 70. Minute wechselte die Hertha Pascal Klemens für den Torschützen Eichhorn ein; bei den Gästen kamen Julian Green, Dennis Srbeny und Sayfallah Ltaief.

Maximilian Dietz und Felix Klaus zeigen sich enttäuscht – Fürth verpasste trotz zahlreicher Chancen den Ausgleich - IMAGO/Sportfoto Zink / Melanie Zink

Cuisance macht den Deckel drauf – Futkeu trifft zu spät

In der 84. Minute machte Hertha alles klar: Michal Karbownik trieb den Ball auf der linken Seite in Richtung Strafraum und bediente den an der Strafraumkante lauernden Michaël Cuisance. Der Mittelfeldmann nahm das Zuspiel direkt ab und jagte das Spielgerät mit 115 km/h unter die Latte – 2:0.

Fürth gab sich nicht auf: Sayfallah Ltaief flankte in der 88. Minute butterweich von links nach innen, Noel Futkeu nickte aus fünf Metern zum 2:1 ein. In der Nachspielzeit rettete Ernst stark gegen Branimir Hrgota, ehe der Schlusspfiff den 2:1-Sieg der Hertha besiegelte. Tjark Ernst sah in der 90.+3 Minute noch die Gelbe Karte wegen Zeitspielens.

Noel Futkeu erzielt per Kopf den Anschlusstreffer - Maja Hitij

Bundesliga Match Facts
xGoals: Hertha BSC 0,64 - SpVgg Greuther Fürth 2,76
Schnellster Spieler: Luca Schuler (BSC), 36,12 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 2:0 von Michaël Cuisance (BSC), 5,31 Prozent
Most Pressed Player: Branimir Hrgota (SGF), 27 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Branimir Hrgota (SGF), +4,09

Kennet Eichhorn bejubelt seinen historischen Treffer zum 1:0 für Hertha BSC - IMAGO/Michael Taeger