FCH-Trainer Frank Schmidt will die Favoritenrolle der Bremer unterbinden - © Alex Grimm/Getty Images
FCH-Trainer Frank Schmidt will die Favoritenrolle der Bremer unterbinden - © Alex Grimm/Getty Images
2. Bundesliga

Vor dem Relegationsspiel: Der 1. FC Heidenheim klopft an die Tür der Bundesliga

Der 1. FC Heidenheim steht vor dem wohl größten Spiel seiner Vereinsgeschichte. Das Team von Trainer Frank Schmidt nimmt erstmals an einer Relegation zur Bundesliga teil – ebenso wie Kontrahent Werder Bremen. Auf dem Zettel ist der SVW klar in der Favoritenrolle, doch Schmidt will hart dafür arbeiten, um das zu unterbinden.

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Vor dem großen Showdown zwischen dem SV Werder Bremen und dem 1. FC Heidenheim in der Relegation zur Bundesliga könnte die Spannung kaum größer sein. Der FCH hat die Möglichkeit als 57. Verein erstklassig zu spielen und der vierte Bundesliga-Teilnehmer 2020/21 aus Baden-Württemberg (nach Hoffenheim, Freiburg und Stuttgart) zu sein. Erst am letzten Spieltag nutzten die Heidenheimer die Gunst der Stunde und sprangen auf den Relegationsplatz der 2. Bundesliga.

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Damit belohnte sich Heidenheim für seine beste Zweitligasaison der Vereinsgeschichte, 55 Punkte sind ein neuer Rekord. „Wir freuen uns und sind stolz, dass es uns gelungen ist, nach den vielen Wechseln im Offensivbereich im letzten Sommer, wieder die gleiche Anzahl an Punkten zu sammeln wie letztes Jahr. Das berechtigt in diesem Jahr zur Relegation. Das ist außergewöhnlich für uns. Aber natürlich gehen wir nicht in diese Spiele, um zu schauen, was passiert. Wir wollen die Sensation und werden alles dafür probieren“, sagte Trainer Frank Schmidt nach dem letzten Saisonspiel.

Heidenheim und Werder kennen sich bisher nur aus dem DFB-Pokal. Dort trafen sie zweimal aufeinander, einmal in Bremen und einmal in Heidenheim – es gewann jeweils die Heimmannschaft. Der klare 4:1-Sieg für Bremen im Oktober 2019 zeigt, dass Heidenheim als Underdog ins Rennen um die Bundesliga geht. Frank Schmidt schreibt sein Team aber nicht direkt ab: „Wir brauchen in Bremen ein Ergebnis, das uns hoffen lässt, im Rückspiel an die Sensation zu glauben. Die Favoritenrolle, vor allem öffentlich, ist klar. Wir müssen alles dafür geben, dass sie in den beiden Spielen keine Rolle spielt.“

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In den vergangenen 15 Relegationsspielen gelang dem jeweiligen Zweitligisten kein einziger Sieg (sieben Remis, acht Niederlagen). Dass man in der Relegation aber auch ohne Sieg den Aufstieg schaffen kann, bewies vergangene Saison Union Berlin, das sich mit zwei Unentschieden dank der Auswärtstorregel gegen den VfB Stuttgart durchsetzte. Diese Sensation könnte der FCH ebenfalls schaffen. Schmidt weiß, worauf es ankommen wird und hat seine Hausaufgaben gemacht: „Es gibt jede Menge Arbeit, aber auch Möglichkeiten, bei denen Bremen verwundbar sein kann. Auf diese Situationen dürfen wir nicht warten, darauf müssen wir hinarbeiten und sie dann auch mit der richtigen Konsequenz und Entschlossenheit nutzen.“