
Tore satt: Die Bundesliga ist die torreichste Top-Liga Europas
Köln – Erstmals seit fünf Jahren hat die Bundesliga wieder den Schnitt von drei Treffern pro Spiel geknackt. Damit steht fest: In keiner anderen Top-Liga Europas fallen derzeit so viele Tore.
Die Bundesliga liegt damit vor der Premier League (2,8 Tore pro Partie), der französischen Ligue 1 (2,7), der italienischen Serie A (2,6) und der spanischen La Liga (2,5). Insgesamt sind an den ersten acht Spieltagen 221 Tore gefallen. Das sind 34 Treffer mehr als zum gleichen Zeitpunkt der vergangenen Saison.
Aber woran liegt's? In erster Linie wäre hier die Traum-Offensive von Borussia Dortmund zu nennen. In den letzten vier Bundesliga-Spielen erzielte die Elf von Lucien Favre immer mindestens vier Treffer. 27 Tore sind zu diesem Zeitpunkt der Saison historischer Bestwert für den BVB. Und natürlich ligaweit mit großem Abstand Spitzenwert.
Jovic und Acacer mit überragenden Tor-Quoten
Aber es sind nicht nur die Dortmunder, die derzeit für Furore sorgen. Generell knipsen die Stürmer aktuell so gut wie schon lange nicht mehr. Bestes Beispiel: Luka Jovic. Der gerade einmal 20-Jährige Frankfurter erzielte am 8. Spieltag als jüngster Spieler der Geschichte einen Fünferpack. Jovic hat in seiner bislang noch recht jungen Bundesliga-Zeit im Schnitt alle 82 Minuten getroffen – damit hat er sogar einen besseren Schnitt als Gerd Müller, der in zu jener Zeit 105 Minuten für ein Tor brauchte.
Noch besser ist sogar Dortmunds Paco Alcacer: Der Neuzugang vom FC Barcelona ist gleich mit der Tür ins Haus gekommen uns steht mit nunmehr sieben Treffern – gemeinsam mit Jovic – an der Spitze der Torjägerliste. Dabei stand der Spanier gerade einmal 126 Minuten auf dem Rasen, er braucht also aktuell nur 18 Minuten für ein Tor. Und gerade wegen Spielern wie Jovic und Alcacer kommt die Bundesliga nach acht Spieltagen schon auf 119 Stürmer-Tore: Seit Erfassung der Daten gab es nur in der Saison 2002/03 mehr (124).
Mittelfeldspieler und Joker extrem treffsicher
Zuletzt zeichnete sich aber auch ein weiterer Trend ab, der die Mittelfeldspieler in den Fokus rückt: So traf etwa Borussia Mönchengladbachs Jonas Hofmann am 8. Spieltag dreifach, Bremens Maximilian Eggestein doppelt. Und Herthas Ondrej Duda, ebenfalls im zentralen Mittelfeld zu Hause, kommt nach acht Spieltagen schon auf sechs Tore – so viele Treffer hatte noch kein Herthaner zu diesem Zeitpunkt der Saison auf dem Buckel. Und die Mannen aus der zweiten Reihe sind vor allem verantwortlich für die 32 Weitschuss-Tore. Mehr gab es zuletzt vor acht Jahren.
Und da wären dann ja auch noch die Trainer, die derzeit ein goldenes Händchen beweisen. Alleine 45 der 221 Tore wurden von Einwechsel-Spielern erzielt. Damit waren die Joker wesentlich erfolgreicher als in der Vorsaison, wo nach acht Spieltagen erst 20 Joker jubeln konnten.










