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Können Irvine, Vasilj & Co. das Endspiel um den Klassenerhalt für die Kiezkicker entscheiden?
Können Irvine, Vasilj & Co. das Endspiel um den Klassenerhalt für die Kiezkicker entscheiden? - © DFL
Können Irvine, Vasilj & Co. das Endspiel um den Klassenerhalt für die Kiezkicker entscheiden? - © DFL
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Die Schlüsselspieler des FC St. Pauli im Abstiegs-Endspiel

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In einem ultimativen Showdown kann der FC St. Pauli als Tabellenletzter am 34. Spieltag noch die Klasse halten, wenn den Kiezkickern gegen den direkten Konkurrenten aus Wolfsburg ein Sieg gelingt und der 1. FC Heidenheim stolpert. Doch wer übernimmt bei den Hanseaten die Verantwortung? bundesliga.de wagt einen Blick auf die wichtigen Schlüsselspieler.

Nikola Vasilj

Der 30-jährige Torhüter war einer der wenigen echten Lichtblicke des FC St. Pauli in der laufenden Saison und weist einen Spieltag vor dem Ende der regulären Spielzeit eine positive "Keeper Efficiency" auf. Der Bosnier übertrifft demnach den "Durchschnittstorhüter" der Bundesliga um 3,3 Paraden und vereitelte ligaweit die meisten Großchancen (20). 

Sogar historisch gut sind seine Werte bei gegnerischen Elfmetern, in dieser Saison hielt er deren zwei. Insgesamt behielt Vasilj bei sechs von zehn Strafstößen die Oberhand und ist damit neben Noah Atubolu vom SC Freiburg der einzige Torwart der Bundesliga-Historie, der bei mehr als zwei Elfmetern im Tor stand und über die Hälfte abwehrte! Diese Nervenstärke könnte im Abstiegs-Endspiel noch entscheidend sein.

Vasilj lässt Stiller verzweifeln19.09.2025

Eric Smith

Ausgerechnet vor dem so wichtigen Saisonendspurt zog sich der schwedische Defensivspieler eine Wadenverletzung zu, die ihn für die Spieltage 28 bis 30 außer Gefecht setzte und ihn auch danach zunächst noch weiter belastete. Nun ist der 29-Jährige aber wieder komplett fit - zum Glück für die St. Paulianer. Denn Smith, nach der Winterpause eher im defensiven Mittelfeld als in der Innenverteidigung im Einsatz, ist ein Denker und Lenker im Spiel der Hanseaten.

Der Spieleröffner ist mit 74 Ballberührungen pro 90 Minuten am häufigsten von allen Akteuren des Kiezclubs am Spielgerät und weiß dieses insbesondere bei Standardsituationen gefährlich vor den gegnerischen Kasten zu bringen. Im Hinspiel bei der 1:2-Niederlage in Wolfsburg erzielte Smith einen seiner zwei Saisontreffer und würde dieses Erfolgserlebnis sicherlich gerne im Rückspiel wiederholen.

Eric Smith jubelt gegen Wolfsburg15.01.2026

Jackson Irvine

St. Paulis Kapitän hatte in dieser Spielzeit ein noch bedeutend größeres Verletzungspech als Smith, fiel nach einer Fuß-OP zunächst zu Saisonbeginn aus und musste auch nach dem Jahreswechsel erst einmal passen. Dabei ist der Australier für sein Team doch so immens wichtig und ein Garant für Erfolge. Mit Irvine in der Startelf feierte St. Pauli 2025/26 doppelt so viele Siege (vier) wie in den 16 Partien ohne ihn in der Anfangsformation.

Der Mittelfeldspieler strahlt mit seiner Körpergröße von 1,89 Metern zudem eine starke Präsenz aus und weiß seinen Kopf zu benutzen - 26 seiner 51 Torschüsse gab er mit eben jenem Körperteil ab, mit dem er am 33. Spieltag auch seine bis dato einzige Torvorbereitung in dieser Saison sammelte. 

Der 33-Jährige ist zudem ein Kämpfer und Kilometerfresser. Im defensiven Mittelfeld legte er in dieser Spielzeit über zwölf Kilometer pro 90 Minuten zurück (exakt 12,2 km) und führte viele Zweikämpfe, von denen er gute 52 Prozent gewann. 

Irvine mit einer Torvorlage10.05.2026

Joel Chima Fujita

Vor der Saison vom belgischen Erstligisten VV St. Truiden ans Millerntor gekommen, kann man Fujita zumindest keinen mangelnden Einsatzwillen vorwerfen. Der Sohn einer Japanerin und eines Nigerianers führte bei St. Pauli insgesamt die meisten Zweikämpfe (608), von denen er allerdings auch nur 48 Prozent gewann. 

Mit dem Ball am Fuß hat der 24-Jährige aber unbestritten einige super Fähigkeiten und nach Danel Sinani die meisten Abschlussaktionen bei St. Pauli aufgelegt (30). Seine drei Torvorlagen sind innerhalb der Mannschaft außerdem unübertroffen, hinzu gesellt sich ein Tor, das im Kellerduell mit Werder Bremen zum so wichtigen 2:1-Erfolg führte. Kann Fujita das gegen Wolfsburg wiederholen?

Fujita trifft gegen Bremen22.02.2026