
Die Schlüsselspieler des VfL Wolfsburg im Abstiegs-Endspiel
Mit einem Sieg auf St. Pauli kann sich der VfL Wolfsburg den Relegationsplatz sichern – solange die Tordifferenz der Wölfe besser bleibt als die der Heidenheimer. Diese vier Spieler werden am Samstag eine wichtige Rolle bei den Niedersachsen einnehmen.
In dieser Saison steht der polnische Schlussmann unter Dauerfeuer: 200 Bälle bekam er auf seinen Kasten – so viele wie kein anderer Keeper! Grabara kassierte bereits 68 Gegentreffer, die meisten in der Bundesliga, und hielt nur zwei Mal eine Weiße Weste. Im Schnitt pariert der Pole 66 Prozent der Torschüsse.
Trotz der vielen Gegentreffer: Eine schlechte Saison spielt der stets mit einer Gesichtsmaske spielende Grabara wahrlich nicht. So vereitelte er beispielsweise 16 Großchancen (ligaweit die zweitmeisten), rettete seinem Team einige Punkte bzw. verhinderte höhere Niederlagen. Mit 1,6 Saves hat Schlussmann des VfL Wolfsburg zudem eine positive Keeper Efficiency vorzuweisen.
Sollte es zu einem Strafstoß kommen: Grabara ist bereit! Wolfsburgs Schlussmann hat bereits drei Elfmeter in dieser Saison gehalten – keiner hat mehr in der Bundesliga! Ein möglicher Trumpf im Kampf um den Klassenverbleib.

Bei ruhenden Bällen ist er eine absolute Waffe: Konstantinos Koulierakis kommt in den vergangenen elf Spielen auf vier Scorerpunkte – drei Tore, alle nach Standards per Kopf, sowie ein Assist hat er auf seinem Konto. Ein Sieg sprang für den VfL allerdings nicht heraus, wenn der Grieche sich in den Statistikbogen eintrug.
Doch nicht nur bei Standards ist Koulierakis immens wichtig für die "Wölfe": Mit im Schnitt 71 Ballaktionen pro Spiel ist er die Nummer eins bei den Niedersachsen.
Aufpassen muss er am Samstag bei seiner Zweikampfführung: Koulierakis gewann in dieser Saison bislang 58 Prozent seiner Duelle und verursachte zudem schon vier Strafstöße.
Im Sommer wurde Souza vom VfL aus der englischen Championship nach Niedersachsen gelotst. Der Sechser, aus Sheffield kommend, fand sich aber nicht zurecht im Wolfsburger Spiel und wurde zuerst meist als Innenverteidiger eingesetzt.
Eine Zeit lang wurde dann aber gar nicht mehr auf den Brasilianer gesetzt – bis Dieter Hecking das Zepter bei den angeschlagenen "Wölfen" übernahm und Souza endlich auf der Sechs seine Chance bekam.
Bei der knappen 0:1-Niederlage des VfL gegen Meister Bayern agierte der 26-Jährige bockstark: Er gewann 83 Prozent seiner Zweikämpfe, drei von drei Tacklings waren erfolgreich und zudem sorgte er für neun Ballgewinne. "Vielleicht war es mein bestes Spiel, seit ich hier bin", sagte er nach der Partie. Souza scheint genau zur richtigen Zeit in Form gekommen zu sein.

Er kam auch erst im Sommer, spielte bereits für Welt-Clubs wie Manchester United, Inter Mailand oder Tottenham Hotspur: Christan Eriksen. Der Routinier brauchte ein wenig, bis er in der Bundesliga ankam – mittlerweile ist er nicht mehr aus der ersten Elf Wolfsburgs wegzudenken und läuft als Kapitän auf.
Der 34 jahre alter Spielmacher ist das Schwungrad in der Wolfsburger Offensive, der Däne gab beim VfL die meisten Torschussvorlagen (56) und hatte auch die meisten Torschussbeteiligungen (92). Auch dank seiner Standards: Eriksens acht Torvorlagen sind klarer Bestwert beim VfL. Seine drei eigenen Treffer erzielte der Däne jeweils per Strafstoß.
Mit elf Scorerpunkten ist er zusammen mit Mohamed Amoura Topscorer der Niedersachsen. Neben Scorern sorgt er aber zudem noch für jede Menge Meter: Pro Spiel sind es im Schnitt 12,5 Kilometer, die der Däne läuft. Mit Souza im Rücken kann Eriksen sich auf seine gestalterischen Fähigkeiten in der Offensive konzentrieren – und so vielleicht zum Zünglein an der Waage im Kampf um den Relegationsplatz werden.












