
Die Trainerstimmen zum 29. Spieltag
Das sagen die Coaches zum Bundesliga-Wochenende: Alle Stimmen in der Übersicht.
1. FSV Mainz 05 - SC Freiburg 0:1
Urs Fischer (Mainz): "Es war ein ausgeglichenes Spiel, das eher nach einem Unentschieden ausgesehen hat. Wir haben aus dem Spiel heraus kaum etwas zugelassen, Freiburg wurde vor allem bei Standards gefährlich. Am Ende verlieren wir unglücklich nach so einer Situation. Die Mannschaft hat vieles richtig gemacht, aber wir haben es nicht geschafft, aus unseren Chancen ein Tor zu machen."
Julian Schuster (Freiburg): "Es war genau das Spiel, das wir erwartet haben. Es war klar, dass wenig Chancen aus dem Spiel heraus entstehen werden, umso wichtiger waren Standards - und daraus haben wir das Tor gemacht. Die Jungs haben es sehr gut gemacht, sind viel gelaufen und haben wenig zugelassen. Es ist kein Zufall, dass man dieses Spiel hier eher knapp gewinnt als knapp verliert. Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftritt hier."
VfB Stuttgart - Hamburger SV 4:0
Sebastian Hoeneß (Stuttgart): "Wir hatten sehr viel Druck, es ist ein verdienter Sieg, eine sehr gute Teamleistung. Es war ein gutes Spiel. Wir sind eingespielt, das ist ein großer Vorteil. Das ist ein Grund für die Automatismen, die man sieht."
Merlin Polzin (Hamburg): "Wir erkennen an, dass Stuttgart heute klar besser war. Sie haben verdient gewonnen. Wir haben aus den Chancen, die wir hatten, einfach zu wenig gemacht. Wichtig ist, dass wir wissen wo wir herkommen und wissen, was wir in dieser Saison noch vorhaben. Wir schütteln uns kurz, analysieren das und bereiten uns auf das nächste Spiel vor."
1.FC Köln - SV Werder Bremen 3:1
René Wagner (Köln): "Wir sind erst einmal glücklich, die drei Punkte zu haben. Beim Elfmeter haben wir ein wenig Glück. Nichtsdestotrotz haben wir das 1:0 gemacht, sind in Führung gegangen. In der zweiten Hälfte war es uns wichtig, dass die Jungs Ruhe bewahren. Wir wollten mit Castro-Montes einen Mann mehr zwischen den Linien haben. Das Spiel war in der Schlussphase nicht einfach zu verteidigen, wenn wir die eine oder andere Chance aber besser ausspielen, können wir die Partie eher entscheiden."
Daniel Thioune (Bremen): "Wenn man es darauf reduziert, auswärts eine Stunde in Unterzahl zu spielen, lassen sich einige Dinge leichter erklären. Nach der roten Karte haben wir wenige Konterchancen sauber ausgespielt, um Köln wehzutun. In den wenigen Ballbesitzmomenten waren wir nicht so sauber wie geplant. Wir haben hintenraus alle Stürmer auf den Platz geschickt, uns ist der Ausgleich aber nicht gelungen."

FC St. Pauli - FC Bayern München 0:5
Alexander Blessin (St. Pauli): "Wir halten in der ersten Halbzeit gut mit, haben sogar noch einmal die Chance, einen Fuß in dieses Spiel zu bekommen. Klingt zwar komisch bei 0:5, aber wenn Pereira Lage trifft, gehen wir mit einem 1:1 in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel machen wir uns das Leben selber schwer. Bei drei Toren klären wir den Ball nicht gut genug. Da müssen wir klarer sein. "
Vincent Kompany (München): "Ich bin sehr zufrieden mit dem Sieg. Dass ausgerechnet Leon (Goretzka, Anm. d. Red.) den Torrekord bricht, ist für mich ein tolles Beispiel dafür, immer dran zu bleiben. Die Jungs können aber stolz sein auf diesen Rekord, der nun schon so lange Bestand hatte."
Borussia Dortmund - Bayer 04 Leverkusen 0:1
Niko Kovač (Dortmund): "Wir wussten, dass uns heute ein sehr schwieriger Gegner erwartet. Wir hatten schon einige leichte Ballverluste, haben dann Leverkusen ins Spiel kommen lassen. Durch den leichten Ballverlust, der dann zum Tor geführt hat, haben wir uns selber bestraft. Es war natürlich ein toller Schuss von Andrich. Wir müssen trotzdem weiter positiv sein."
Kasper Hjulmand (Leverkusen): "Wir haben besser verteidigt, aber der Schlüssel war eigentlich unser eigenes Spiel. Ich glaube, die ersten 20–25 Minuten haben wir zu wenig gespielt, zu viel verteidigt, und ich glaube, es ist sehr wichtig für uns, dass wir mit dem Ball spielen und Druck gegen den Gegner machen. Wir können noch etwas verbessern, aber natürlich sind drei Punkte in Dortmund ein großer Sieg für uns."
RB Leipzig - Borussia Mönchengladbach 1:0
Ole Werner (Leipzig): "Ich habe heute wirklich das Gefühl gehabt, dass wir uns wirklich gute Chancen erspielen und dass wir auch mit den Wechseln nochmal frischen Wind bringen konnten. Deshalb war mein Gefühl schon so, dass das so ein Tag für ein spätes Tor werden könnte. Natürlich sind wir froh, solche Spieler wie Yan zu haben. Insgesamt war es heute eine Teamleistung. Wir haben viele Spieler, die ein Spiel entscheiden können."
Eugen Polanski (Gladbach): "Es war das erwartet intensive Spiel. Wir konnten die Intensität lange mitgehen. Die Qualität der Leipziger ist enorm groß. Doch wir haben lange gut dagegengehalten und hatten einen sehr guten Torwart. Am Ende ist es ein bisschen Pech, wenn wir an den Lattenschuss von Fabio denken, und so haben wir das Spiel leider verloren."

VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt 1:2
Dieter Hecking (Wolfsburg): "Wir sind ordentlich reingekommen, dann hat man gesehen, welche Bedeutung das erste Tor haben kann. Wir haben viel investiert, sehr viele Abschlüsse gehabt und den Gegner in Schach gehalten. Es war vieles gut – bis zum Abschluss. In diesen Momenten treffen wir nicht die richtigen Entscheidungen. Das 1:2 fällt zu spät. Deshalb ist es bitter, wieder mit leeren Händen dazustehen."
Albert Riera (Frankfurt): "Ich freue mich für die Spieler und auch für unsere Fans, die mitgereist sind und uns fantastisch unterstützt haben. Wolfsburg kam dann viel über zweite Bälle, Flanken, Eins-gegen-eins-Situationen. Wir müssen uns weiter verbessern, um auch in der zweiten Halbzeit auf unsere Weise zu Chancen und Toren zu kommen. Das nehmen wir mit."
1. FC Heidenheim - 1. FC Union Berlin 3:1
Frank Schmidt (Heidenheim): "Dafür arbeitet man. Das Gefühl braucht man immer wieder, um sich auch zu belohnen. Heute ist es endlich mal wieder gelungen. Am Ende haben wir unseren Fußball von A bis Z gespielt: Effektiv, alle zusammen und ohne, dass jemand abgefallen ist. Deswegen Glüchwunsch an meine Mannschaft, Glückwunsch an unsere Fans, die mussten sehr lange warten. Es ist jetzt unsere Verpflichtung, so weiterzumachen, zu kämpfen, bis zum Schluss."
Steffen Baumgart (Union): "Unabhängig von dem enttäuschenden Ergebnis sind wir auch von unserer Leistung enttäuscht. Wir haben es nicht geschafft, über die 90 Minuten auf Augenhöhe mit den Heidenheimern zu agieren. Da müssen wir uns definitiv an die eigene Nase fassen, auch wenn es der FCH sicher gut gemacht hat. Jetzt müssen wir im Training beweisen, dass wir es nächstes Wochenende besser machen wollen."
FC Augsburg - TSG Hoffenheim 2:2
Manuel Baum (Augsburg): "Es ist brutal ärgerlich, dass wir heute nicht die 35 Punkte vollgemacht haben. Schade, dass wir nach diesem geilen Spiel heute nicht einen Dreier feiern konnten. Hoffenheim musste für seine Treffer zu wenig Energie reinstecken. Es ist ärgerlich."
Christian Ilzer (Hoffenheim): "Am Ende bin ich sehr zufrieden mit dem Punkt, er spricht für unsere Moral. Es gilt aber, nochmal den Finger in die Wunde zu legen, wie wir das 0:2 kassiert haben. Die Kommunikation und Körpersprache ist uns ein wenig abhanden gekommen. Es war ein schwieriges und kompliziertes Spiel. Wir haben es dann aber korrigieren können."
