
Honsak-Doppelpack beendet Heidenheims Negativserie
Der 1. FC Heidenheim 1846 hat den 1. FC Union Berlin mit 3:1 (2:0) besiegt. Mathias Honsak erzielte beide Heidenheimer Treffer in der ersten Halbzeit (9., 36.). Für Union traf Leopold Querfeld (75.), bevor Joker Budu Zivzivadze (79.) den Endstand besorgte. Für Heidenheim war es der erste Sieg nach 15 sieglosen Spielen, während der 16-jährige Linus Güther als zweitjüngster Spieler der Bundesliga-Geschichte debütierte.
Vor dem Duell zwischen dem 1. FC Heidenheim 1846 und dem 1. FC Union Berlin lagen die Vorzeichen eigentlich klar auf Seiten der Gäste. Während die Heidenheimer seit 15 Bundesliga-Spielen auf einen Sieg warteten und mit neun Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz am Tabellenende standen, konnte Union mit einem Punktgewinn sicher sein, nicht mehr Letzter werden zu können.
Allerdings war der FCH historisch gesehen ein Lieblingsgegner der Berliner - vier Bundesliga-Siege holte Heidenheim bislang gegen Union, die letzten drei Duelle wurden alle gewonnen. Besondere Aufmerksamkeit galt zudem dem erst 16-jährigen Linus Güther im Kader der Eisernen, der bei einem Einsatz nach Youssoufa Moukoko der zweitjüngste Debütant der Bundesliga-Historie werden würde.
Honsak schlägt doppelt zu
Die Partie begann mit einer großen Chance für die Gäste. Bereits in der 2. Minute bediente Oliver Burke seinen Teamkollegen Derrick Köhn, doch der Ex-Bremer schoss aus aussichtsreicher Position über das Tor. Diese vergebene Möglichkeit sollte sich rächen, denn nur sieben Minuten später ging Heidenheim in Führung. Nach einer Kombination über Eren Dinkçi brachte Marvin Pieringer den Ball scharf in die Mitte, wo Mathias Honsak nur noch einschieben musste.
Die Hausherren gewannen durch den Treffer an Sicherheit und bestimmten fortan das Spielgeschehen. In der 36. Minute war es erneut Honsak, der jubeln durfte. Nach einem langen Einwurf von Marnon Busch verlängerte Patrick Mainka die Kugel in die Mitte, wo Honsak ähnlich wie beim 1:0 den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Mit der verdienten 2:0-Führung ging es in die Pause.

Joker Zivzivadze macht den Deckel drauf
Nach dem Seitenwechsel starteten die Eisernen engagierter in die Partie und kamen zu mehr Ballbesitz. Allerdings fehlte es lange Zeit an zwingenden Chancen. Union-Trainer Steffen Baumgart reagierte und brachte mit Tom Rothe und Tim Skarke frische Kräfte für die Offensive. Die Berliner erhöhten den Druck und wurden in der 74. Minute erstmals gefährlich, als Andrej Ilić mit einem Kopfball an Diant Ramaj scheiterte. Nur eine Minute später war es dann soweit: Nach einer Ecke kam Leopold Querfeld an den Ball und hämmerte diesen volley zum 1:2-Anschlusstreffer ins Netz.
Die Hoffnung der Gäste währte jedoch nicht lange. Heidenheim-Coach Frank Schmidt bewies ein glückliches Händchen, als er Budu Zivzivadze für Stefan Schimmer einwechselte. Der Joker dankte es ihm in der 79. Minute mit einem wuchtigen Schuss ins lange Eck zum 3:1. Union versuchte es weiter und brachte in der 84. Minute den erst 16-jährigen Güther, der damit zum zweitjüngsten Bundesliga-Spieler der Geschichte wurde. Am Ergebnis änderte sich jedoch nichts mehr. Heidenheim feierte nach 15 sieglosen Spielen endlich wieder einen Dreier und verkürzte den Rückstand auf den Relegationsplatz auf sechs Punkte.

Man of the Match: Mathias Honsak
Mathias Honsak war der Mann des Tages beim 3:1-Erfolg des 1. FC Heidenheim gegen Union Berlin. Der 27-jährige Österreicher erzielte seine ersten beiden Saisontore in der Bundesliga und war damit der Wegbereiter für den lang ersehnten Heimsieg. Beide Male zeigte er sich eiskalt im Abschluss und bewies ein hervorragendes Timing beim Einlaufen in den Strafraum.
Mit einer Torwahrscheinlichkeit von 0,6044 und 0,7245 waren seine Abschlüsse zwar hochprozentig, dennoch musste er sie erst einmal verwandeln. Neben seinen Toren überzeugte Honsak auch mit einer Höchstgeschwindigkeit von 34,57 km/h und war mit 61% der Stimmen der verdiente Spieler des Spiels.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Heidenheim 1.95 - Union Berlin 1.02
Schnellster Spieler: Oliver Burke (FCU), 36 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 3:1 von Budu Zivzivadze (FCH), 9.5 Prozent
Most Pressed Player: Mathias Honsak (FCH), 11 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Eren Dinkçi (FCH), +1.28
Fantasy Heroes: Mathias Honsak (1. FC Heidenheim 1846, 354 Punkte), Patrick Mainka (1. FC Heidenheim 1846, 321 Punkte), Leopold Querfeld (1. FC Union Berlin, 323 Punkte)
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