
Hölers Kopfballtor sichert Freiburg knappen Auswärtssieg gegen Mainz
Der SC Freiburg hat beim 1. FSV Mainz 05 mit 1:0 (0:0) gewonnen. Lucas Höler (47.) erzielte per Kopf nach Vorlage von Matthias Ginter das entscheidende Tor. Stefan Posch traf für die Gastgeber in der ersten Halbzeit nur den Pfosten. Mainz drückte nach Rückstand auf den Ausgleich, aber Freiburgs Defensive hielt stand. Daniel Batz verhinderte mit starken Paraden gegen Johan Manzambi einen höheren Rückstand.
Das Duell der Europapokal-Teilnehmer versprach Spannung im Kampf um die oberen Tabellenplätze. Beide Teams zeigten sich unter der Woche in bestechender Form: Der 1. FSV Mainz 05 besiegte Straßburg im Conference-League-Viertelfinale mit 2:0, während der Sport-Club Freiburg im Europa-League-Viertelfinale Celta Vigo mit 3:0 bezwang. In der Liga hätte Mainz mit einem Sieg bis auf einen Punkt an die achtplatzierten Freiburger heranrücken können. Nadiem Amiri stand nach siebenwöchiger Verletzungspause erstmals wieder im Kader der Gastgeber. Beide Teams mussten rotieren: Bei Mainz gab es zwei Veränderungen, Freiburg tauschte gleich sechs Positionen nach dem Europapokal-Erfolg.
Poschens Pfostenschuss als Highlight einer chancenarmen ersten Hälfte
In den ersten 45 Minuten entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel ohne große Höhepunkte. Zunächst tasteten sich beide Mannschaften ab, ehe Danny da Costa in der 22. Minute den ersten ernsthaften Abschluss für die Mainzer verzeichnete, sein Schuss ging jedoch weit über das Tor. Die beste Chance der ersten Halbzeit gehörte Stefan Posch, der in der 27. Minute aus der Distanz abzog und nur den linken Pfosten traf – Noah Atubolu war noch leicht mit den Fingerspitzen am Ball. In der 33. Minute sah Bruno Ogbus nach einem Foul an Sheraldo Becker die erste Gelbe Karte der Partie. Kurz vor der Pause gerieten Maximilian Eggestein und Trainer Schuster mit Schiedsrichter Zwayer aneinander und wurden ebenfalls verwarnt.
Hölers Kopfball bringt Freiburg auf die Siegerstraße
Mit einem Personalwechsel ging Freiburg in die zweite Hälfte: Philipp Lienhart ersetzte den bereits verwarnten Ogbus. Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff fiel die Führung für die Gäste. Nach einem langen Einwurf von Johan Manzambi kam der Ball über Lienhart zu Matthias Ginter, der per Hacke für Lucas Höler auflegte. Der Stürmer nickte aus sieben Metern überlegt zum 0:1 ein (47.). Mainz antwortete mit wütenden Angriffen. Becker prüfte Atubolu mit einem strammen Schuss (52.), doch der Freiburger Keeper parierte sicher.
Mainz drückt vergeblich auf den Ausgleich
In der 60. Minute glänzte Mainz-Keeper Daniel Batz mit einer Doppelparade gegen Manzambi, erst bei einem Schuss aus der Distanz und dann bei einem gefährlichen Kopfball nach der folgenden Ecke. Die Einwechslung von Amiri in der 62. Minute brachte neuen Schwung ins Mainzer Spiel. Dennoch verpasste Dominik Kohr eine gute Ausgleichschance (63.). Silvan Widmer hatte in der 79. Minute eine weitere große Möglichkeit für die Gastgeber, doch sein Schuss aus aussichtsreicher Position landete genau in den Armen von Atubolu. In den Schlussminuten warf Mainz alles nach vorne, aber die Freiburger Defensive stand sicher. Armindo Sieb vergab in der Nachspielzeit per Kopf die letzte nennenswerte Chance zum Ausgleich.
Man of the Match: Lucas Höler
Mit seinem präzisen Kopfballtor kurz nach der Pause entschied Lucas Höler die Partie zugunsten des SC Freiburg. Doch nicht nur sein Treffer machte ihn zum Spieler des Spiels. Der Stürmer überzeugte durch unermüdlichen Einsatz und legte mit 11,7 Kilometern die längste Laufstrecke aller Akteure zurück. In der Schlussphase zeigte Höler zudem seine defensive Qualität, als er im eigenen Strafraum wichtige Klärungsaktionen hatte. Seine Zweikampfstärke und taktische Disziplin halfen Freiburg, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Für seinen Treffer erhielt er zudem eine Nominierung für den Fantasy-Manager des Spieltags.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Mainz 0,76 - Freiburg 0,5
Schnellster Spieler: Sheraldo Becker (M05), 34,07 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 0:1 von Lucas Höler (SCF), 11 Prozent
Most Pressed Player: Johan Manzambi (SCF), 17 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Daniel Batz (M05), +2,68
Fantasy Heroes: Stefan Posch (1. FSV Mainz 05, 282 Punkte), Danny da Costa (1. FSV Mainz 05, 277 Punkte), Matthias Ginter (Sport-Club Freiburg, 262 Punkte)
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