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Jens Stage (rechts) feiert seinen zweiten Treffer mit Cameron Puertas - die beiden Mittelfeldspieler waren die Matchwinner für Werder Bremen im Nordderby gegen den HSV
Jens Stage (rechts) feiert seinen zweiten Treffer mit Cameron Puertas - die beiden Mittelfeldspieler waren die Matchwinner für Werder Bremen im Nordderby gegen den HSV - © Stuart Franklin
Jens Stage (rechts) feiert seinen zweiten Treffer mit Cameron Puertas - die beiden Mittelfeldspieler waren die Matchwinner für Werder Bremen im Nordderby gegen den HSV - © Stuart Franklin
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Stage-Doppelpack beschert Werder Derbysieg gegen den HSV

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Der SV Werder Bremen besiegt den Hamburger SV mit 3:1 (1:1). Jens Stage (37., 57.) und Cameron Puertas (90.+1) treffen für Bremen, Robert Glatzel (41.) für den HSV. Philip Otele sieht in der 79. Minute die Rote Karte.

Das 110. Nordderby zwischen dem SV Werder Bremen und dem Hamburger SV stand unter besonderen Vorzeichen. Während die Bremer nach drei Niederlagen aus den letzten vier Spielen nur noch drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang hatten, kam der HSV mit einem komfortablen Sechs-Punkte-Polster zum Klassenerhalt an die Weser.

Zudem fehlte Werder-Kapitän Marco Friedl gesperrt nach Rot in Köln. Auf der Trainerbank kam es zum Wiedersehen zwischen Daniel Thioune und seinem ehemaligen Co-Trainer Merlin Polzin, der nun den HSV betreut.

Stage bringt Werder in Führung

In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit neutralisierten sich beide Teams zunächst weitgehend. Die besseren Chancen hatte jedoch der SV Werder, als Justin Njinmah (7.) und Cameron Puertas (8.) an Hamburgs Keeper Daniel Heuer Fernandes scheiterten.

Die Gäste hatten durch Robert Glatzel (5.) und Ransford-Yeboah Königsdörffer (26.) gute Gelegenheiten. In der 37. Minute ging Bremen dann überraschend in Führung: Yukinari Sugawara flankte präzise von der rechten Seite und Jens Stage köpfte aus fünf Metern zum 1:0 ein. Die Freude der Gastgeber währte jedoch nur kurz.

Robert Glatzel erzielt den 1:1-Ausgleich für den HSV mit einem prächtigen Schuss in den Winkel - ein sehenswerter Treffer des Hamburger Stürmers - IMAGO/Heiko Blatterspiel

Glatzel antwortet mit Traumtor

Nur vier Minuten nach der Bremer Führung schlug der HSV zurück. Nicolas Capaldo schlug einen langen Ball aus der eigenen Hälfte, Glatzel setzte sich robust gegen Karim Coulibaly durch und hämmerte die Kugel aus 15 Metern mit voller Wucht links oben in den Winkel (41.). Mit einer Schussgeschwindigkeit von 117,47 km/h und einem xG-Wert von nur 0,0414 war es ein echter Kunstschuss.

Kurz vor dem Pausenpfiff gerieten Königsdörffer und Olivier Deman aneinander, beide sahen dafür Gelb. Mit einem gerechten 1:1 ging es in die Kabinen.

Stages Traumtor bringt die Entscheidung

Nach der Pause erhöhte Bremen den Druck. In der 57. Minute war es erneut Jens Stage, der sein Team in Führung brachte. Nach Vorlage von Puertas zog der Däne aus 20 Metern ab und traf unhaltbar ins rechte obere Eck – ein Traumtor zum 2:1.

In der Folge versuchte der HSV zu antworten, doch die entscheidende Szene ereignete sich in der 79. Minute. Der erst kurz zuvor eingewechselte Philip Otele traf bei einem Zweikampf mit Puertas den Bremer mit den Stollen am Knöchel. Nach VAR-Überprüfung zeigte Schiedsrichter Dr. Florian Exner dem Hamburger die Rote Karte.

Die Schlüsselszene des Spiels: Schiedsrichter Dr. Florian Exner zeigt Philip Otele die Rote Karte - in Unterzahl hatte der HSV keine Chance mehr - IMAGO/nordphoto GmbH / Tauchnitz

Puertas macht den Deckel drauf

In Überzahl kontrollierte Werder das Geschehen und machte in der Nachspielzeit den Sack zu. Nach einem Fehlpass der Hamburger gelangte der Ball zu Romano Schmid, der per Hacke Puertas bediente.

Der Spanier ließ sich nicht zweimal bitten und traf zum 3:1-Endstand (90.+1). In der hektischen Schlussphase sahen auch noch je ein Co-Trainer beider Teams die Rote Karte. Mit diesem verdienten Derbysieg verschaffte sich Bremen wichtige Luft im Abstiegskampf und zog in der Tabelle am HSV vorbei.

Cameron Puertas erzielt das entscheidende 3:1 für Werder Bremen in der Nachspielzeit - mit diesem Tor war die Partie endgültig entschieden - IMAGO/RHR-FOTO

Spieler des Spiels: Jens Stage

Der dänische Mittelfeldspieler war der überragende Akteur des Norderbys. Jens Stage erzielte nicht nur zwei sehenswerte Tore, sondern war auch darüber hinaus ein ständiger Unruheherd in der Offensive. Sein Kopfballtor zur 1:0-Führung und sein Traumschuss zum 2:1 waren spielentscheidend.

Nach zwei verletzungsbedingten Ausfällen kehrte Stage eindrucksvoll zurück und führte sein Team mit einer fantastischen Leistung zum Derbysieg. Mit 332 Fantasy-Punkten war er einer der wertvollsten Spieler der Partie und verdiente sich zu Recht die Auszeichnung als Spieler des Spiels.

Bundesliga Match Facts
xGoals: Bremen 1,62 - Hamburg 0,88
Schnellster Spieler: Justin Njinmah (SVW), 34,75 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 1:1 von Robert-Nesta Glatzel (HSV), 4 Prozent
Most Pressed Player: Romano Schmid (SVW), 31 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Romano Schmid (SVW), +3,83

Fantasy Heroes: Cameron Puertas (SV Werder Bremen, 425 Punkte), Romano Schmid (SV Werder Bremen, 364 Punkte), Jens Stage (SV Werder Bremen, 332 Punkte)