
Jens Stage liefert zu Tisch
Wie schon in der vergangenen Saison, so ist Jens Stage auch in der laufenden Spielzeit der erfolgreichste Torjäger bei Werder Bremen - obwohl der 29-Jährige im zentralen Mittelfeld zuhause ist. Die Leistungen des Dänen stimmen jedenfalls. Reicht das für Europa und vielleicht auch die dänische Nationalmannschaft?
Was war das für eine Stimmung und was waren das für tolle Bilder, die am Dienstagabend den Weg aus dem Glasgower Hampden Park in die große weite Welt fanden? Die Nationalmannschaft Schottlands siegte - nebst Fallrückziehertor und einem Treffer von der Mittellinie - mit 4:2 im entscheidenden WM-Qualifikationssspiel und wird erstmal seit 1998 wieder an der Endrunde teilnehmen.
In die Play-offs muss hingegen der unterlegene Gegner Dänemark, bei dem zwar eine ganze Reihe ehemaliger, aber kein einziger aktueller Bundesligaspieler zum Einsatz kam. Ein derzeit sehr erfolgreiches Gesicht der höchsten deutschen Spielklasse fehlte gar komplett im Kader: Jens Stage.

Bester Torjäger von Grün-Weiß
"Ich bin darüber nicht superhappy. Ich wäre sehr gern dabei und würde helfen", hatte sich der 29-jährige zentrale Mittelfeldspieler des SV Werder Bremen schon zuvor über seine Nichtberücksichtigung mokiert, sich aber auch zugleich gewohnt einsichtig gezeigt: "Es gibt viele gute zentrale Mittelfeldspieler und die Konkurrenz ist extrem."
Dabei braucht sich Stage – insbesondere mit Blick auf seine Leistungen in der Bundesliga – nun wahrlich nicht verstecken. Beim jüngsten 2:1-Erfolg über den VfL Wolfsburg erzielte der immerhin schon zweimalige Nationalspieler bereits seinen vierten Saison-Treffer und ist damit einmal mehr der Toptorjäger der Hanseaten.
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Für einen Akteur auf seiner Position keine Selbstverständlichkeit. Zumal seine Torgefahr mittlerweile bekannt sein dürfte, traf er doch schon in der Vorsaison zehnmal. "Du musst sehen, was du zum Tischen bringen kannst. Mit was kannst du helfen? Weil ich das gute Gefühl habe, in der Box auch helfen zu können, versuche ich immer dahin zu laufen", erklärt Stage seinen Tordrang dabei ganz pragmatisch.
Volle Identifikation mit Werder
Der Däne ist aber auch in anderen Belangen für sein Team kaum zu ersetzen. Im Schnitt läuft Stage 11,8 Kilometer pro Spiel, gewinnt beachtliche 52 Prozent seiner Zweikämpfe und ist der unermüdliche Antreiber in der Zentrale des SVW, dem er bereits seit drei Jahren die Treue hält.
"Ich fühle mich sehr wohl in der Mannschaft und in Bremen. Ich liebe die Intensität der Spiele", so der 29-Jährige, der am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) nun auf RB Leipzig und damit auch seinen ehemaligen Trainer Ole Werner trifft.
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Für den 37-Jährigen hat Stage dabei nur nette Worte übrig: "Jeder, der mit Ole gearbeitet hat, wird sagen können, dass er ein super Trainer und ein toller Mensch ist." Entsprechend "dankbar" sei er seinem ehemaligen Förderer, allerdings doch mit einer Einschränkung: "Auch nicht so dankbar, dass wir ihm am nächsten Wochenende die Punkte geben."

Der Traum von Europa und der Nationalelf lebt
Das wäre in der aktuellen Situation auch alles andere als angebracht, schließlich sind die Grün-Weißen mittlerweile seit fünf Spielen ungeschlagen und pirschen sich so langsam an das obere Tabellendrittel heran, wodurch Träume an der Weser reifen: "Alle wollen in Europa spielen, auch ich", so Stage.
Die aktuelle Bundesliga-Tabelle
Liefert er weiter solche Leistungen wie in den vergangenen Wochen ab, trägt er dazu seinen Teil bei und kann darüber hinaus vielleicht auch wieder auf Einsätze für die dänische Nationalmannschaft schielen. "Ich werde hart arbeiten und hoffe, dass meine Chance kommt", kündigt Stage diesbezüglich jedenfalls an.
