
Traumtor ebnet Werder den Weg zu drei Punkten bei Union
Werder Bremen hat mit einem 4:1 (2:1) bei Union Berlin den zweiten Bundesliga-Sieg in Folge gefeiert. Nach einem frühen Rückstand durch Derrick Köhn (18.) und einer roten Karte für Union drehten Olivier Deman (31.), Jens Stage (35.), Marco Grüll (66.) und Patrice Čović (90.+4) das Spiel.
Der SV Werder Bremen reiste mit frischem Selbstvertrauen zum 1. FC Union Berlin. Nach 13 sieglosen Bundesliga-Spielen gelang den Bremern am vergangenen Spieltag mit dem 2:0 gegen Heidenheim der erste Erfolg seit fast vier Monaten und der erste Sieg unter dem neuen Trainer Daniel Thioune.
Union Berlin hingegen konnte 2026 erst ein Bundesliga-Spiel gewinnen und war zuletzt mit einer 0:1-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach in die Hauptstadt zurückgekehrt. Für Bremen musste Jovan Milošević, der zuletzt gegen Heidenheim getroffen hatte, verletzt passen. Stattdessen begann Keke Topp im Sturmzentrum.
Rote Karte nach früher Führung für Union
Die Partie begann wild: Nach einem langen Ball von Frederik Rønnow wurde Ilyas Ansah im Strafraum von Niklas Stark zu Fall gebracht. Schiedsrichter Timo Gerach zeigte sofort auf den Punkt. Nach kurzer VAR-Überprüfung trat Derrick Köhn in der 18. Minute an und verwandelte souverän zum 1:0 für die Gastgeber.
Doch die Freude währte nur kurz. Nur eine Minute später setzte András Schäfer zu einem harten Tackling gegen Jens Stage an und traf den Bremer seitlich am Knöchel. Gerach, der direkt am Tatort stand, zeigte sofort die Rote Karte. Ein Schock für Union und ein Wendepunkt im Spiel.
Werder dreht die Partie
Mit einem Mann mehr übernahm Werder zunehmend die Kontrolle. In der 31. Minute gelang der verdiente Ausgleich durch Olivier Deman, der nach einer zu kurzen Kopfballabwehr den Ball am Strafraumrand bekam und ihn traumhaft ins linke obere Eck schlenzte.
Nur vier Minuten später drehte Bremen das Spiel komplett: Cameron Puertas brachte eine Ecke von rechts herein, Stage stieg am höchsten und köpfte zum 2:1 für die Gäste ein. Mit dieser Führung für Bremen ging es in die Halbzeitpause.
Grüll und Čović machen den Deckel drauf
Nach der Pause wechselte Thioune zweimal: Leonardo Bittencourt und Julián Malatini kamen für den gelbvorbelasteten Topp und Stark ins Spiel. Bremen blieb dominant und hatte in der 49. Minute Pech, als Stage nach schöner Kombination mit Deman nur den Pfosten traf.
Union wehrte sich tapfer, doch in der 66. Minute fiel die Vorentscheidung. Nach einer langen Ballstafette legte Romano Schmid uneigennützig quer auf Marco Grüll, der nur noch ins leere Tor einschieben musste. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Patrice Čović in der Nachspielzeit (90.+4), als er nach Vorarbeit von Bittencourt mit seiner ersten Ballberührung zum 4:1-Endstand traf.
Man of the Match: Jens Stage
Der dänische Mittelfeldspieler zeigte eine herausragende Leistung und war der entscheidende Mann für Werders zweiten Sieg in Folge. Stage erzielte nicht nur das wichtige 2:1 per Kopf nach einer Ecke, sondern hatte auch in der zweiten Halbzeit Pech, als sein Schuss nur den Pfosten traf.
Mit insgesamt 354 Fantasy-Manager-Punkten war er der wertvollste Spieler auf dem Platz. Seine Präsenz im Mittelfeld, seine Zweikampfstärke und sein Offensivdrang machten ihn zum Dreh- und Angelpunkt des Bremer Spiels. Dass er mit seinen Leistungen entscheidend zum Aufschwung der Bremer beiträgt, bewies er auch an diesem Abend eindrucksvoll.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Union Berlin 1,32 - Werder Bremen 2,09
Schnellster Spieler: Romano Schmid (SVW), 32,67 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 1:1 von Olivier Deman (SVW), 3 Prozent
Most Pressed Player: Jens Stage (SVW), 19 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Leonardo Bittencourt (SVW), +5,9
Fantasy Heroes: Jens Stage (SV Werder Bremen, 354 Punkte), Olivier Deman (SV Werder Bremen, 332 Punkte), Cameron Puertas (SV Werder Bremen, 259 Punkte)

