
Stuttgart gegen Bremen endet remis: Demirović kontert Stage
In einem intensiven Duell schenken sich der VfB Stuttgart und der SV Werder Bremen am 31. Spieltag nichts und trennen sich am Ende 1:1-Remis. Jens Stage (18.) traf für die Bremer, Ermedin Demirović (61.) erzielte den Ausgleich für den VfB. Stuttgart bleibt trotz des Remis auf Champions-League-Kurs und festigt Platz vier, während Bremen einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf sammelt.
Für den VfB Stuttgart war es ein historischer Tag: Zum 1000. Mal trat der Traditionsverein zu einem Bundesliga-Heimspiel an. Trotz bereits gesicherter Europa-League-Teilnahme ging es für die Schwaben um wichtige Punkte im Kampf um die Champions League. Trainer Sebastian Hoeneß rotierte nach dem kräftezehrenden DFB-Pokal-Halbfinalsieg gegen Freiburg auf sechs Positionen. Der lange verletzte Dan-Axel Zagadou kehrte nach fünfmonatiger Pause in die Startformation zurück.
Der SV Werder Bremen reiste mit frischem Selbstbewusstsein nach dem 3:1-Erfolg im Nordderby gegen den HSV an. Coach Daniel Thioune stellte im Vergleich zum Derby nur auf einer Position um und brachte Niklas Stark für Justin Njinmah – ein klares Signal für eine defensive Grundausrichtung.
Stage bringt Bremen in Führung
Die Bremer starteten mutig in die Partie und hatten bereits nach sechs Minuten eine Doppelchance durch Senne Lynen. Zwei Minuten später verfehlte Jens Stage mit einem Kopfball das Stuttgarter Tor nur knapp. Der VfB fand nur langsam ins Spiel, Luca Jaquez und Deniz Undav versuchten es mit Distanzschüssen (10./12.).
In der 18. Minute belohnten sich die Gäste für ihren engagierten Auftritt: Stage legte den Ball auf rechts zu Sugawara, der die Übersicht behielt und zurück zu Stage passte. Der Däne schloss direkt ab und traf flach ins untere Eck zum 0:1.
Stuttgart antwortete mit wütenden Angriffen, doch Werder-Keeper Mio Backhaus parierte stark gegen Bilal El Khannouss (22.) und Maximilian Mittelstädt (31.). Kurz vor der Pause hatte Milošević sogar das 0:2 auf dem Fuß, sein Schuss ging jedoch knapp vorbei.

Joker Demirović sticht für den VfB
Mit Ramon Hendriks für den angeschlagenen Zagadou kam Stuttgart aus der Kabine und erhöhte den Druck. El Khannouss verzog aus aussichtsreicher Position (51.). In der 57. Minute reagierte Hoeneß und brachte mit Chris Führich und Ermedin Demirović frische Offensivkräfte – ein Wechsel, der sich prompt auszahlen sollte.
Nur vier Minuten später flankte El Khannouss präzise in den Strafraum, wo Demirović sich im Luftduell durchsetzte und per Kopf zum 1:1 traf (61.). Die Cannstatter Kurve explodierte förmlich, während Bremen wankte.
In der 71. Minute hatte Stage jedoch die erneute Bremer Führung auf dem Fuß, scheiterte aber an Alexander Nübel. In der Schlussphase verflachte die Partie zusehends. Backhaus verhinderte mit einer Parade gegen Bouananis Freistoß (82.) ebenso einen Siegtreffer wie wenig später gegen einen weiteren Kopfball von Demirović (89.).

Man of the Match: Jens Stage
Der dänische Mittelfeldspieler war der herausragende Akteur auf dem Platz. Mit seinem präzisen Abschluss zum 0:1 (18.) erzielte Stage bereits sein zehntes Saisontor – eine beeindruckende Ausbeute für einen Mittelfeldspieler. Als Kapitän führte er die Bremer mit Übersicht und Kampfgeist an, gewann wichtige Zweikämpfe und hätte beinahe sogar einen Doppelpack geschnürt, als er in der 71. Minute nur an Nübel scheiterte.
Die Statistik unterstreicht seine starke Leistung: Vier Torschüsse, eine Passquote von 84% und 328 Fantasy-Manager-Punkte als Bestwert aller Spieler. Mit seiner Leistung war Stage maßgeblich daran beteiligt, dass Werder einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf aus Stuttgart entführen konnte.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Stuttgart 1,59 - Bremen 1,04
Schnellster Spieler: Jamie Leweling (VFB), 34,06 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 0:1 von Jens Stage (SVW), 6,4 Prozent
Most Pressed Player: Bilal El Khannouss (VFB), 29 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Angelo Stiller (VFB), +5,34
Fantasy Heroes: Jens Stage (SV Werder Bremen, 328 Punkte), Bilal El Khannouss (VfB Stuttgart, 289 Punkte), Angelo Stiller (VfB Stuttgart, 240 Punkte)
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