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Ansgar Knauff gelingt tief in der Nachspielzeit der Ausgleich für die Frankfurter Eintracht
Ansgar Knauff gelingt tief in der Nachspielzeit der Ausgleich für die Frankfurter Eintracht - © IMAGO/Michael Taeger
Ansgar Knauff gelingt tief in der Nachspielzeit der Ausgleich für die Frankfurter Eintracht - © IMAGO/Michael Taeger
bundesliga

Spektakel an der Weser: Knauff schockt Werder spät

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Der SV Werder Bremen und Eintracht Frankfurt haben sich in einem spektakulären Bundesligaspiel mit 3:3 (1:1) getrennt. Kalimuendo (1.), Collins (56.) und Knauff (90.+4) trafen für Frankfurt, Njinmah (29.), Stage (78.) und Milošević (80.) für Bremen.

Was für ein Start in dieses Bundesliga-Duell! Keine 60 Sekunden waren gespielt, da jubelte bereits Eintracht Frankfurt. Nach einem schönen Diagonalball hatte Ritsu Dōan auf der rechten Seite viel zu viel Platz und konnte unbedrängt flanken. Am zweiten Pfosten legte Nathaniel Brown per Kopf in die Mitte, wo Arnaud Kalimuendo mit der Fußspitze vor Pieper am Ball war und den Ball an Mio Backhaus vorbei ins lange Eck legte.

Der SV Werder Bremen wirkte zunächst geschockt, übernahm aber dann zunehmend die Kontrolle. In der 20. Minute hatte Justin Njinmah nach einem feinen Steckpass von Jens Stage die Riesenchance zum Ausgleich, schoss aber knapp am Tor vorbei. Doch Njinmah machte es kurz darauf besser: Nach einem perfekten Pass von Yukinari Sugawara lief er alleine auf Kauã Santos zu und traf zum verdienten 1:1 (29.).

Blitzstart für die Eintracht: Arnaud Kalimuendo überwindet Mio Backhaus bereits in der ersten Spielminute mit einem präzisen Abschluss zur frühen Führung der Frankfurter. - Stuart Franklin

Nach der Pause übernahm Werder zunächst das Kommando. Stage und Senne Lynen zwangen Kauã Santos zu Paraden. Doch dann schlug die Eintracht eiskalt zu: Nach einer Bremer Unachtsamkeit im Spielaufbau kam Farès Chaïbi an den Ball und spielte einen hohen Pass in den Strafraum, wo Nnamdi Collins vor Amos Pieper zur Stelle war und zum 1:2 traf (56.).

Bremen drückte weiter, doch Njinmah vergab in der 69. Minute erneut freistehend vor dem Tor. Das Spiel schien zu kippen, als auch Chaïbi auf der Gegenseite eine Riesenchance liegen ließ (77.).

Mbangula bringt Schwung

Doch dann kam der große Auftritt der Bremer Joker: Der eingewechselte Samuel Mbangula flankte präzise auf Stage, der per Kopf zum 2:2 traf (78.). Nur zwei Minuten später drehte Bremen das Spiel komplett: Mbangula spielte einen tollen Ball zu Romano Schmid, der trotz Bedrängnis für den ebenfalls eingewechselten Jovan Milošević ablegte - 3:2 (80.)!

Aber die Eintracht gab nicht auf. In der Nachspielzeit flankte Ayoube Amaimouni-Echghouyab von der Grundlinie, und Ansgar Knauff traf zum umjubelten 3:3 (90.+4). Das Tor wurde nach VAR-Überprüfung gegeben, da der Ball bei der Flanke entgegen der ersten Entscheidung nicht im Aus war.

Spieler des Spiels: Jens Stage

Der dänische Mittelfeldmotor war der zentrale Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Bremer. Stage bereitete nicht nur die erste Großchance für Njinmah mit einem perfekten Steckpass vor, sondern erzielte auch selbst den wichtigen Ausgleichstreffer zum 2:2. Mit seinem präzisen Kopfball nach Mbangulas Flanke leitete er die Wende ein. Zudem überzeugte der 27-Jährige mit einer Laufleistung von beeindruckenden 12,1 Kilometern und war mit seiner Übersicht und seinem Spielverständnis stets anspielbar. Als Box-to-Box-Spieler zeigte Stage sowohl defensiv als auch offensiv eine starke Leistung.

Man of the Match: Jens Stage (rechts) bejubelt seinen wichtigen Treffer zum 2:2 mit Kapitän Marco Friedl - der Däne war mit seinem Tor und starker Leistung entscheidend für Bremens Comeback. - Stuart Franklin

Bundesliga Match Facts
xGoals: Bremen 1,92 - Frankfurt 1,09
Schnellster Spieler: Ansgar Knauff (SGE), 34,08 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 0:1 von Arnaud Kalimuendo (SGE), 7 Prozent
Most Pressed Player: Romano Schmid (SVW), 28 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Romano Schmid (SVW), +4,23

Fantasy Heroes: Jens Stage (SV Werder Bremen, 381 Punkte), Justin Njinmah (SV Werder Bremen, 303 Punkte), Nnamdi Collins (Eintracht Frankfurt, 283 Punkte)